US-Verteidigungsminister Mattis

Mr. Mattis – US-Verteidigungsminister – tritt zurück!

Ja seine patriotischen Gefühle sind stark gekränkt!
Gekränkt von jemanden, der nur sich selber und die Durchsetzung seiner Vorhaben mit allen Mitteln kennt.
Einem Milliarden schweren Geschäftsmann namens Mr. Trump!

(Ursprung: SVZ.de – Dokumentation – dpa – 21.12.18)

US-Verteidigungsminister Mattis schmeißt das Handtuch!

Er bemängelt in seinem Brief an Präsident Trump den mangelnden Respekt gegenüber den Bündnispartnern Amerikas.
Zudem bemerkt er die Unentbehrlichkeit der USA im Bündnis mit der freien Welt.

Schon allein das finde ich mehr als anmaßen.
Was ist denn seiner Meinung nach der Rest der Welt?
Unfrei?

Zitat1 – US-Verteidigungsminister:

„Wie Sie habe ich von Anfang an gesagt, dass die Streitkräfte der USA nicht die Weltpolizei sein sollten.
Stattdessen müssen wir alle amerikanischen Machtwerkzeuge einsetzen, um für die gemeinschaftliche Verteidigung zu sorgen.“ – Quelle: https://www.svz.de/22044007 ©2018

Zitat2 – US-Verteidigungsminister:

Ebenso glaube ich, dass wir resolut und unmissverständlich gegen diejenigen Länder vorgehen müssen, deren strategische Interessen zunehmend zu Spannungen mit den unseren führen. Es ist klar, dass etwa China und Russland die Welt nach ihrem autoritären Vorbild formen wollen, indem sie Veto-Rechte über die wirtschaftlichen, diplomatischen und sicherheitspolitischen Entscheidungen anderer Staaten gewinnen, um ihre eigenen Interessen auf Kosten ihrer Nachbarn sowie Amerikas und seiner Verbündeten zu verfolgen.
Deshalb müssen wir alle Mittel der amerikanischen Macht nutzen, um für die gemeinsame Verteidigung zu sorgen.“
– Quelle: https://www.svz.de/22044007 ©2018

Klingt das noch nach Verteidigung?

Oder geht es wieder einmal nur um eins, um den etwaigen Machtverlust der USA.
Könnte der unwissende Betrachter doch annehmen?
Was natürlich fatal wäre!
Die USA könnten ja weltweit zu gleichberechtigten Partnern werden!
Pfui aber auch!

Er spricht zwar davon, dass die USA nicht die Weltpolizei sein sollen, wiederlegt es aber anschließend gleich wieder indem er Russland und China indirekt aggressive autoritäre Außenpolitik vorwirft.
Sie betreiben in seinen Augen also eine Politik, die der USA, also in diesem Moment wieder der Weltpolizei nicht gefällt.

Normalerweise nennt sich das Konkurrenz, was für den Herrn US-Verteidigungsminister ein Fremdwort sein dürfte!

Der kalte Krieg zwischen den USA und Russland wurde nie wirklich beendet!

Nur fand er zwischen den USA und der UdSSR, sprich Sowjetunion statt.
Warum wird er nun mit Russland fortgesetzt?

Wir erinnern uns, die USA hat Russland über Jahrzehnte hinweg immer mehr in die Enge getrieben.
Die USA, im Bündnis mit der freien Welt, haben Russland praktisch ausgeklammert und schließlich dafür gesorgt, dass sich das Land neu orientieren und andere Verbündete suchen musste.
Mit China und Nordkorea wurden ähnlich verfahren.

Keine Weltpolizei?
Aber zwischen den Zeilen des Schreiben von US-Verteidigungsminister Mattis ist lesbar, wer nicht für uns ist ist gegen uns!

Dieser Minister ist einer von vielen Vertretern des militärischen industriellen Komplexes, der gar nicht mehr anders als in strategischen Welt-Neuordnung-Kategorien zum Vorteile der USA denken kann.

Diese ideologische Grundhaltung hat Mr. Trump mit seinen Plänen nun völlig durcheinander gebracht!
Sie wird erst wieder so richtig Fuß fassen wenn demnächst ein neuer Präsident an die Macht kommen sollte, der diese konventionellen Ziele wieder aufgreifen wird.
Eventuell mit Hillary Clinton, denn sie wird, meines Erachtens, an den alten Kurs wieder anknüpfen!

Was wirklich zu bemängeln wäre ist, dass die Kurden, die tapfer gegen den IS gekämpft haben nun komplett den türkischen Aggressionen ausgeliefert sein könnten.

Das ist die Strafe dafür, dass sie sich mit den USA eingelassen haben bzw. sich auf sie verlassen haben.
So ist es schon vielen vor ihnen gegangen, wie dem Irak, Afghanistan, Libyen, einigen weiteren afrikanischen Ländern und schließlich auch in abgewandelter Form Russland.

Auch Herr Gorbatschow glaubte damals den Versprechen von Mr. Reagan!
Die Indianer glaubten einst auch an die Zusagen der amerikanischen Führungen.

Ja und das deutsche Truppenkontingent in Syrien und Afghanistan glaubte auch daran!
Und nun?
Nun geht der große Bruder und lässt seine Verbündeten einfach so zurück.
Zuverlässigkeit ist eben alles!
Jawoll der US-Verteidigungsminister hat schon Recht!

Die USA verfolgen dennoch höhere Neuordnungsziele.

Zumindest hat es so den Anschein aber Mr. Trump verfolgt in Wirklichkeit ganz andere Ziele!

Denn wir sollten die Strategie der USA seit 2008 nicht außer Acht lassen, die er anscheinend aufgegriffen hat!
Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Die Türkei als Verbündeten gewinnen.
Dadurch den Einfluss von Russland und dem Iran schwächen.
Der Versuch die Kurden zu schlagen bzw. das Problem zu lösen.

In dem Strategiepapier heißt es nämlich:

Wörtlich entnommen von http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/03/469852/usa-denkfabrik-beobachtet-eine-neuordnung-des-nahen-ostens/:

“Die US-Denkfabrik „Center for American Progress“, welche der Obama-Regierung nahe steht, ist der Auffassung, dass der Nahe Osten kurz vor einer geographischen Neuordnung steht.

In dem Bericht „Die vernachlässigte Allianz“ aus dem Jahr 2008 wird gesagt, dass eine Erneuerung der türkisch-amerikanischen Beziehungen unerlässlich für Washington sei, um die „Herausforderungen des 21. Jahrhundert“ zu meistern.

Obwohl der Bericht bereits vier Jahre zurückliegt, verschafft er dem Leser ein Verständnis für die derzeitige Nahost-Politik der USA.“

Noch vor der Trump-Ära (beko)!

Es wird erwähnt, dass die erste Neuordnung des Nahen Ostens nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches durch die Engländer und Franzosen vorgenommen wurde.
Diese Neuordnung des Nahen Ostens zu Beginn des 20. Jahrhunderts stehe nun vor einem Kollaps.
Als Gründe werden der arabisch-israelische Konflikt, die Irakkriege, und ein durchsetzungsfähiges Iran genannt.

Den Beginn eines vertieften türkisch-amerikanischen Verhältnisses müsse die Lösung der Kurdenfrage bilden.

Parallel dazu seien die Beziehungen zwischen dem Nordirak und der Türkei zu stärken.
Die Verfestigung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Erbil und Ankara seien der Schlüssel zum Erfolg.
Dasselbe gelte für die türkisch-israelischen Beziehungen.
Washington möchte Komplikationen zwischen Israel und der Türkei verhindern.

Weiterhin wird deutlich gemacht, dass die USA kein Interesse an einer türkisch-iranischen Annäherung haben. Die türkisch-iranische Kooperation beschränke sich auf wirtschaftliche Beziehungen im Energiesektor.
Folglich müssen der Türkei energiepolitische Alternativen geboten werden.
Hier biete sich der Irak und der kurdische Nordirak an.
Deshalb sei die Lösung des Kurdenproblems auch so wichtig für die regionalen US-Interessen.
Insgesamt müsse die USA die Türkei in ihrer diplomatischen, ökonomischen und „friedensstiftenden Rolle im Nahen Osten“ unterstützen…“

Das lässt doch so manches in einem anderen Licht erscheinen!
Geld sparen für die Mauer und gleichzeitig strategische Ziele umsetzen.
Da sage mir noch einmal jemand, dass Mr. Trump ein Trottel ist!

Vor allem, wer baut denn heute noch eine Mauer?
Mr. Trump muss doch aus deutscher Erfahrung wissen, dass das irgendwann in die Hose geht.
Dann sind die gerade in den USA dringend für soziale Maßnahmen benötigten Steuergelder aber so richtig in den Sand gesetzt worden!

Was spricht eigentlich für die Verbündeten dagegen auch nach Hause zu gehen?
Die USA haben die Destabilisierung im nahen Osten seit dem zweiten Irak-Krieg zu Vertreten!
Deutschland wollte nur, neben anderen westlichen Verbündeten, auch den „ökonomischen“ Fuß in der Wirtschafts-Tür haben.

Nun könnte der wieder raus genommen werden.
Was ist aber mit den bereits ins Auge gefassten wirtschaftlichen Aspekten?

Jetzt wird es nämlich wirklich ernst!

Die Geister die die USA einst rief werden jetzt plötzlich in den Einsatzgebieten zur Zielscheibe.
So etwas passiert wenn man sich in Dinge einmischt, die andere angezettelt und vergeigt haben.

Jetzt verstehe ich auch UD-Verteidigungsminister besser!
Er hat sich in seinem Schreiben an Mr. Trump doch tatsächlich für die Bündnispartner eingesetzt, die sich ab sofort, allein gelassen wie sie nun einmal sind, in größter Gefahr befinden.

Mr. Trump handel jedenfalls strategisch nationalistisch!
Ob sich das nun gegen bestehende Wirtschaftsbeziehungen oder gegen die militärischen Verbündeten richtet.
Wie lange werden diese „Partner“ noch brauchen bis sie es endlich begreifen?

Iranischer Landbrücke bis zu den Golanhöhen steht nichts mehr im Wege“so tönt jedenfalls die Welt – Politik Ausland – Presse zum Syrien-Abzug – 21.12.18

Ob die die Strategie kennen, die dem zugrunde liegt?

Der Iran?
Warum sollte er so leichtfertig sein und Israel angreifen?
Sicherlich wäre so das umgekehrt eher möglich?
Sicher!

Aber das ist, wie so oft, reine Spekulation.
Eventuell könnte es aber Israel beflügeln wieder ein paar „Defensiv Schläge“ zu führen?
Ist natürlich nicht von aggressiver Natur!
Aber auch nicht mehr so einfach wie vorher!

Zumindest wird erst einmal die Türkei die Säbel wetzen.
Und sich langsam aber sicher versuchen bei den USA einzuschmeicheln oder auch umgekehrt?

Für uns alle sollte das ein warnendes Beispiel sein!
Vorsicht!
Die USA sind nur zuverlässige Verbündete, wenn es ihnen nützt!!
Ehrlich mir tun die Kurden leid!

Aber letztlich muss ich auch wieder daran erinnern:„Ist doch alles nur Business und nicht persönlich gemeint!“

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