TV-Werbung – Profit für Energieerzeuger!

TV-Werbung generiert zusätzlichen Profit für Energieerzeuger und diejenigen, die zusätzlich davon partizipieren!
Produktwerbung manipuliert und animiert oftmals zum Kauf sinnloser Dinge.

Quelle:“HNA.de, vom 01.07.2013, dpa und NDR vom 02.02.2018, Fernsehen: Nutzungsdauer gemäß des AGF-Fernsehpanels in Zusammenarbeit mit der GfK im Zeitraum 01.01.-31.12.2017 (Zuschauer ab 3 Jahre), Hörfunk: Nutzungsdauer eines Jahres entspricht der MA 2017 Radio II (Deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre),  Internet: Nutzungsdauer gemäß ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 (Deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahre)“.

Quelle HNA:

Die deutschen Fernsehzuschauer schauen im Schnitt pro Tag 242 Minuten in die Röhre.
Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Auswertung der Marktforscher von Media Control für das erste Halbjahr.
„Damit bleibt der TV-Konsum auf gleichem Niveau wie im Vorjahreszeitraum“, berichtete ein Sprecher in Baden-Baden.
Ausgewertet wurde das Verhalten der Zuschauer ab 14 Jahren.

Quelle NDR:

Durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer in Deutschland in Minuten:

  • Fernsehen = 221 Minuten
  • Rundfunk =  181 Minuten
  • Internet =     149 Minuten

Die Mediennutzung ist seit Jahren hoch. Fernsehen ist am populärsten.
Nur die 14- bis 29-Jährigen nutzen das Internet deutlich häufiger als ihren Fernseher.
Im Schnitt sehen die Menschen jeden Tag mehr als dreieinhalb Stunden fern, hören rund drei Stunden Radio und surfen nahezu zweieinhalb Stunden im Internet.

Quelle:“Handelsblatt vom 19.03.2019, Beitrag vom 20.05.2016, von Ruth Berschens“.

Werbung im Fernsehen nervt viele Zuschauer – demnächst wahrscheinlich noch mehr.
Die EU will den TV-Sendern erlauben, besonders beliebte Sendungen öfter und länger für Werbung zu unterbrechen als bisher.
Künftig dürfen private und öffentlich-rechtliche Sender alle 20 Minuten kommerzielle Spots bringen.

Momentan sind Werbeunterbrechungen nur alle 30 Minuten erlaubt.
Insgesamt darf durchschnittlich 20 Prozent der Sendezeit zwischen 7 und 23 Uhr für Werbung reserviert werden.
Das bedeutet: Die TV-Anstalten bekommen die Möglichkeit, die Werbespots vor allem auf die Primetime zu konzentrieren.
Bei spannenden Filmen oder Fußballspielen könnten die Dauer der Werbung die bislang maximal erlaubten zwölf Minuten pro Stunde also künftig deutlich überschreiten.
Es wird zudem erlaubt, einzelne Werbespots zwischen das Programm zu schalten.
Bislang gültige Beschränkungen für Produktplacement sollen zum größten Teil entfallen.

Auf eine Liberalisierung der Fernsehwerbung gedrängt habe vor allem die Bundesregierung, sagten EU-Diplomaten.
In Brüssel wird daher erwartet, dass Deutschland die neuen EU-Vorschriften zur TV-Werbung in nationales Recht umsetzt – und zwar freiwillig.

Quelle:“Aktuelles – Europäisches Parlament – 02.10.2018 – Neue Regeln für audiovisuelle Mediendienste.“

Neue Regeln für Werbezeiten!
Nach den neuen Regeln kann die Werbung maximal 20% der täglichen Sendezeit zwischen 6.00 und 18.00 Uhr einnehmen.
Die Länge der Werbeblöcke lässt sich freier gestalten.
Außerdem wurde ein Prime-Time-Fenster zwischen 18:00 und 0:00 Uhr festgelegt, in dem die Werbung ebenfalls nur maximal 20% der Sendezeit einnehmen darf.

Bedeutet!

  • 06.00 bis 18.00 Uhr = 12 Stunden x 20 % = 2,4 Stunden Werbung
  • 18.00 Uhr bis 00.00 Uhr = 6 Stunden x 20 % = 1,2 Stunden Werbung
    • Zusammen: 3,6 Stunden TV-Werbung, die uns natürlich zur besten Sendezeit serviert wird.

Wir können also davon ausgehen, dass RTL, ProSieben und Co. uns, vor allem in der aus Quotensicht lukrativen Primetime, mit längeren Werbeblöcken erfreuen werden.

Hier einmal ein Beispiel, das jeder für sich nachrechnen, anpassen oder auf seine persönlichen Seh- oder Hör-Gewohnheiten zuschneidern kann.

Die Deutschen sehen im Durchschnitt 3,5 Stunden fern.
Davon sind, je nach Fernsehzeiten und Gewohnheiten, angenommene 1,5 Stunden Werbung enthalten.
Die öffentlich-rechtlichen Sendern dürften ja nur zwischen 18 Uhr und 20 Uhr und nicht mehr nach 20 Uhr Werbung ausstrahlen.
Also denke ich, dass ich mit den 1,5 Stunden pro Tag in etwa richtig liege.

1,5 Stunden x 365 Tage = 547,5 Stunden nutzlose Werbung und Zuschauerqualen pro Jahr und Person.

Bei einem angenommenen 40″- LCD-TV-Gerät mit einem Verbrauch von etwa 80 W wird der 1-KWh-Verbrauch in 12,5 Stunden erreicht.
547,5 Stunden : 12,5 Stunden/KWh = 43,8 KWh Verbrauch pro Jahr.
Preis pro KWh (2019): 30,5 Cent.
43,8 KWh x gerundet 0,31 Euro = 13,58 Euro/Jahr und Person nutzloser Energieverbrauch!

Anteil der Fernsehzuschauer an der Gesamtbevölkerung für 2018 = 70,1 % – Quelle:“Statista 2919″
Gerundet 83 Millionen Bewohner in Deutschland x 70,1 % = 58,2 Millionen Zuschauer.

13,58 Euro/Jahr x 58,2 Millionen Zuschauer = 790,36 Millionen zusätzliche Einnahmen an Energiekosten pro Jahr!

Fehlt noch die Energieverschwendung durch Rundfunkwerbung.
Auch kostenlose Spieleangebote, die am TV-Gerät gespielt werden, sind nicht zu vernachlässigen!

Kurzum, die Werbekosten werden grundsätzlich auf die Produkte umgelegt.
Erwerben wir sie, kompensieren wir gleichzeitig auch den Aufwand, der für die Werbung entstanden ist.
Die öffentlich rechtlichen dürfen zusätzlich sogar noch Gebühren einziehen.
Schließlich, wenn wir vorhaben uns am Abend vor der „Glotze“ zu entspannen, wird uns im so genannten „Primemodus“ auch noch das Geld aus der Tasche gezogen.

Getrickst wird auf vielen Ebenen – die (Normal)-Verbraucher sind immer wieder die „Deppen“!

Das geschieht jedoch nicht nur mit den Stromkosten!
Wir werden auch von den Online Shops (Bsp. Amazon) mit Dynamic Pricing bzw. unterschiedlichen Preisen je nach Gerätenutzung, PC, Tablet, Notebook und Wohngegend, über den Tisch gezogen.
Mogelpackungen, Ersatz von Inhaltstoffen, Inhaltsverkleinerungen, XXL-Packungen mit, im Vergleich zur kleineren Packung, höheren Einzelpreisen, Bankgebühren, Begrenzungen der Lebensdauer von Geräten oder ähnlichen Qualitätsabstrichen indirekt zur Kasse gebeten.

Ist das wirklich angemessen für die Politik und Wirtschaft von Staaten und letztlich für Gesellschaften, die sich freiheitlich und demokratisch nennen?
Oder ist dieses Verhalten eher ein tendenziell politisches, wirtschaftliches und letztlich gesellschaftliches Problem in der Form von: „Jeder ist sich selbst der Nächste!“, „Bereichere sich wer kann!“, „Den Letzten beißen die Hunde!“ oder „Am Rande der Legalität ist auch legal!“?

Merkwürdig ist jedenfalls, dass diese „unseriösen Verfahrensweisen“, von denen es noch diverse andere gibt (Bsp. Autoindustrie, Bank- und Versicherungsgeschäfte) zum rechtlichen Graubereich gehören und die Politik nichts unternimmt um ihn rechtlich auszuhellen, also rechtssicherer für die Verbraucher zu gestalten.

Verbraucherschutzorganisationen sind hilfreich „kämpfen“ aber praktisch gegen Windmühlenflügel und sind (eventuell) beeinflussbar!

Quelle:“Anwalt.org – Verbraucherschutzorganisation: Im Interessen der Verbraucher“

Die Theoretische Aufgabe dieser Organisationen:

Die nachfolgende Auflistung zeigt eine Auswahl relevanter Themen für die Arbeit im Verbraucherschutzverband:

    • Bekämpfung von Betrug
    • Verbesserung der Produktsicherheit
    • Verbreitung von Produktwarnungen und Produktrückrufen
    • Schutz vor falscher oder täuschender Werbung
    • Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung
    • Durchsetzung grenzüberschreitender Sicherheitsbestimmungen

Die obersten Ziele einer Verbraucherschutzorganisation sollten die Wahrung sowie Verbesserung des Verbraucherschutzes und die Stärkung der Verbraucherrechte sein.
Um diese zu erreichen, kann ein Verbraucherschutzverein verschiedene Maßnahmen ergreifen.

Zudem hat ein Verbraucherbund oder -verein die Möglichkeit, sich in der Politik für die Belange der Verbraucher stark zu machen.
Dieser Einsatz kann unter anderem dazu führen, dass für die Beschreibung von Lebensmitteln strengere Vorschriften gelten oder Sie Ihren Onlineeinkauf vor dem Abschicken der Bestellung noch einmal prüfen können.

Die Finanzierungsmöglichkeiten dieser Organisationen:

Häufig finanzieren sich Verbraucher­organisationen über Spenden und Mitgliedsbeiträge.
Darüber hinaus können Sie eigene Einnahmen erzielen.
Möglich ist dies unter anderem durch das Angebot einer individuellen Rechtsberatung als Bestandteil der Verbraucherberatung.
Ebenso lassen sich mit dem Verkauf von Zeitschriften oder Büchern Gewinne erzielen.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein Verein, der sich für Verbraucherschutz einsetzt, vom Bund oder den Ländern eine Förderung erhält.
Ebenso können zum Beispiel auch Spenden der EU-Kommission die Finanzierung von Projekten ermöglichen, welche dazu dienen, die Rechte der Verbraucher zu stärken.

Erhält eine Verbraucherschutzorganisation Spenden von verschiedenen Unternehmen, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass dies zu einem Verlust der Objektivität führt und der Glaubwürdigkeit schadet.
So musste sich die Deutsche Umwelthilfe zum Beispiel wegen der finanziellen Unterstützung von einem Autohersteller erklären.

Fazit!
Die staatlichen Stellen der Bundesregierung, die dafür verantwortlich zeichnen (Ministerien) haben grundsätzlich auch zu sichern, dass die Verbraucher geschützt sind und nicht übers „Ohr“ gehauen werden!
Das ist die Aufgabe, die sie immer wieder mit der Berufung auf das geltende Recht weit von sich schieben!
Sie sind es aber, die rechtlich durchgreifend gegen Verstöße, mangelnde Produktsicherheit oder ähnliche Dinge vorgehen können und vorzugehen haben!
Und zwar sofort dann wenn sie festgestellt werden!
Ihnen obliegt es nicht, „Flickwerk“ zu veranlassen und Missstände lediglich zu zerreden oder praktisch auszusitzen!

Das trifft übrigens auch für den Einsatz von Plastik zu!!!

Bei der Durchsetzung der hygienevorschriften klappt das doch auch!
Fragt sich nur warum es an dieser Stelle klappt und gegenüber der Hersteller- bzw. der Handelslobby nicht funktioniert?

Die Verbraucherschutzorganisationen haben gewiss eine Berechtigung aber wirklich hilfreich sind sie meines Erachtens nicht, weil ihnen praktisch die Macht zur Durchsetzung fehlt!
Oder auch der Einfluss von außen einfach zu groß ist und als Bremse für den „Durchsetzungswillen“ wirkt?

Es gibt noch weitere dieser Organisationen wie beispielsweise die Deutsche Umwelthilfe, dem BMVW, der IHK, dem NABU, der BIVA und viele mehr.
Sie alle haben ein positives Anliegen und finanzieren sich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
Bei der DHU ist eine Finantquelle sogar geheime Verschlusssache (Quelle:“FOCUS-Online-Redakteur Sebastian Viehmann, vom 08.01.19″)!
Der FOCUS vom 04.03.19 hatte sogar diese Schlagzeile:
Neuer Geldsegen für die Umwelthilfe: Auch 2019 Millionen-Aufträge vom Bund!“

Meine Meinung!
Die DUH hat mit ihren Diesel-Fahrverbotsforderungen von der Pflicht der Fahrzeughersteller abgelenkt den Schaden, den sie verursacht hat, finanziell wieder gut zu machen!
Sehr im Interesse der Bundesregierung, die in der Zwischenzeit dafür Steuergelder bereitstellte.
Womit die Hersteller praktisch aus dem Schneider sind!
Die Anhebung der Schadstoffobergrenze durch Verkehrsminister Scheuer ist der nächste Schildbürgerstreich.

Grundsätzlich ist es so, dass diese Organisationen und Verbände gutes bewirken wollen, ihnen für die wirkliche, direkte Einwirkung aber praktisch die Macht fehlt.
Erhalten sie Zuwendungen, wie die DUH, ist ihr Anliegen ihrer Tätigkeit bzw. die Zielrichtung ihres Wirkens bereits als fraglich einzustufen.

Werbeunterbrechungen werden uns aufgezwungen!
Wir sind es, die draufzahlen!

Letztlich aber wären die TV- und Rundfunkmedien aufgeschmissen, wenn wir auf ihr „Werbegezwitscher“ pfeifen und beispielsweise andere „Entspannungsmöglichkeiten“ jeder Art nutzen würden.
Mehr lesen, spazieren gehen, Freunde besuchen, Musikstreaming, Videostreaming oder und oder!

Während der Ausstrahlungen der Sendungen sind wir gewissermaßen gezwungen Werbeunterbrechungen in Größenordnungen hinzunehmen.
Auch ein weg- und zurückzappen ändert nichts daran, dass unsere TV-Geräte während der Werbeunterbrechungen nutzlos Energie verbrauchen.

Natürlich obliegt es unserer Entscheidung eventuell nicht mehr fern zu sehen oder das Gerät während der Werbung auszuschalten!

Werbeunterbrechungen für Toilettengänge oder andere Vorhaben zu nutzen sind auch aus der Mode gekommen.
Technisch ist es durchaus möglich Sendungen, für derartig notwendig gewordenen Vorhaben, über die Fernbedienung anzuhalten und danach wieder zu starten.

Die Werbeexperten, Politik und Wirtschaft sollten sich, aber auch wir Konsumenten sollten uns, wieder darauf besinnen, dass sie uns, wir aber nicht unbedingt sie brauchen!
Da wären weniger aggressives Vorgehen und mehr Rücksicht ihrerseits doch sicher angebrachter, oder?

Letztlich bleibt nur noch eine Aussage!
Die ausgestrahlte Werbung über TV und Co. ist nicht immer aber dennoch zumeist ätzend, dumm und verursacht zudem noch zusätzliche Energiekosten.
Diese werden von den Energielieferanten als zusätzliche Gewinne verbucht.
Zum weiteren Ausbau ihrer Gewinne erhöhen sie nebenbei zudem auch immer mal wieder die Energiepreise.
Weiterhin werden sie immer noch für Windräderstillstände und Abschaltungen in Größenordnungen entschädigt!

Strom wird 2019 deutlich teurer

Wäre nocht die Frage offen inwieweit Rundfunk und TV auch davon partizipieren, da sie ja die Voraussetzungen für die zusätzlichen Gewinne schaffen?
Fragt sich auch ob oder wer, bei dem gezeigten Interesse an der Durchsetzung der Liberalisierung der Fernsehwerbung in der EU, von der Bundesregierung davon profitiert?

 

 

 

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