Tarifverhandlungen lediglich eine Show?

Tarifverhandlungen lediglich nur eine obligatorische Show von Gewerkschaften und „Arbeitgebern“?

Quelle:“RT deutsch, vom 11.03.2019.“ – Aus wichtigem Anlass aus dem Beitrag ausgekoppelt: Unsere Gesellschaft – System mit Zukunft?

Tarifverhandlungen!
Streiks – Totalausfälle bei Bus-, Bahn-, und Flugverkehr.
Eltern können ihre Kinder nicht in den Kitas abliefern, da geschlossen.
Schüler können nicht in die Schule gehen, da gestreikt wird!

Alle haben Verständnis für diejenigen, die für ihre Rechte auf die Straße gehen!

Doch was ist letztlich immer wieder Fakt?

Mit immer gleichen Argumenten und Gegenargumenten wird über ein paar Prozentpunkte an Brutto-Lohn- und Gehaltssteigerungen gefeilscht.
Am Ende steht das, was im Grunde jeder schon weiß, der beiderseits gewollte faule Kompromiss.
So belegen die Gewerkschaften ihre Existenzberechtigung.
Bis zur nächsten kompromissgetragenen Tarifverhandlung.

Die Beiträge für die öffentlich rechtlichen Rudfunkanstalten sollen ja zukünftig automatisch angepasst werden?
Ja wo ein Wille ist ist auch Weg!

Rundfunkgebühren als Wachstumsmarkt?

Ich denke, das sollte auch für die Tarifverhandlungen gelten!
Nicht enden wollende Streiks, die sowieso praktisch nicht von Nöten sind aber der „Tarifshow“ gerecht werden, könnten dann zur Ausnahme mutieren!
Rationalisierung in der Tarifpolitik!

Für eine wirkliche Erhöhung, in realistischen Größenordnungen sowie für die Rückkehr des Weihnachts- und Urlaubsgeldes etc. könnten ja die Massen dann trotzdem noch auf die Straße gehen!

Die kontinuierliche Absenkung des Lohnniveaus von Arbeitnehmern!

Nur ein aktuelles Beispiel – Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst (03.03.2019)

Die „Tagesschau“ der ARD tönte am 03.03.2019, um 20.00 Uhr (Quelle: Screenshot tagesschau.de, nachrechnen unerwünscht! Zu diesem Schluss kommen die beiden ehemaligen NDR-Mitarbeiter Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam angesichts der ARD-Berichterstattung über den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst. Ihr Fazit: Die ARD betreibt Augenwischerei, 11.03.2019,von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam):

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder können mit deutlichen Einkommensverbesserungen rechnen.
Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich gestern am späten Abend auf einen Tarifabschluss verständigt.
Danach sollen die Gehälter stufenweise im Umfang von insgesamt acht Prozent erhöht werden, mindestens aber um 240 Euro.
Pflegekräfte erhalten darüber hinaus 120 Euro monatlich.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von 33 Monaten.

Abgesehen davon, dass diese, mittlerweile zur Show verklärten, Tarifverhandlungen besser und vor allem effektiver gehandhabt werden könnten, sind diese Aussagen, wie auch die heute organisierten Arbeitsniederlegungen, bei näherer Betrachtung lediglich „Augenwischerei“.

Das tatsächliche Ergebnis fällt erheblich geringer aus.

Die Verfasser heben hervor, dass eine Unstimmigkeit sogar der Internet-Redaktionsgruppe der ARD-Aktuell aufgefallen ist.
Auf tagesschau.de hatte sie am Nachmittag des 3. März 2019 bereits vorgerechnet, dass für alle Beschäftigten nur 7,42 Prozent heraussprängen!

Ver.di und die Länder hatten zur Verbesserung der “Attraktivität des öffentlichen Dienstes” bereits im Vorfeld die Eingangsstufen für Neueinstellungen mit einem Plus von etwa zehn Prozent bedacht.
Es werden also Personen begünstigt, die zumeist noch gar nicht eingestellt sind.
Dem Gesamtvolumen wird dieser rein hypothetische Aufschlag aber zugerechnet .

Völlig vernachlässigt wurde in den vorgeführten Berechnungen, dass die Jahressonderzahlung, eine Kombination aus Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, für vier Jahre “eingefroren” wird.
Also noch ein Jahr über die Laufzeit des neuen Tarifvertrages hinaus – obwohl sie bereits seit 2015 stufenweise um durchschnittlich zehn Prozent gekürzt worden war.

Letztlich bleibt vom “Acht-Prozent-Gehaltssprung” höchstens ein Plus von sieben Prozent übrig.
Über die Laufzeit von 33 Monaten verteilt sind das nur 2,35 Prozent an echtem jährlichem Zuwachs.

Unberücksichtigt bleibt bei dieser Kalkulation, dass die Zehn-Prozent-Kürzung der Jahressonderzahlung dauerhaft ist und alle künftigen Zuwächse mindert!
Progressive Einkommenssteuer und vor allem die Preissteigerungsraten reduzieren die Bedeutung dieses Verhandlungsergebnisses weiter.

Hieß es bei den Ver.di-Demos nicht:“Wir sind es wert!”?
Die Mitarbeiter sind es ohne Zweifel aber Ver.di scheint das nicht ganz ernst zu nehmen?

Zudem sehe ich die Frage, was wir wert sind?
Lediglich ein paar Prozentpunkte, bei den jährlich ausgewiesenen Milliardengewinnen der meisten Großunternehmen?

Soweit ein Beispiel über die vorbildlich „blendende Zusammenarbeit“ von Arbeitgebern und Gewerkschaften!

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