Minister Spahn – Der neue Besen

Er ist jung, dynamisch und unerfahren!
Er sucht Anerkennung und den Erfolg!
Entscheidung nach Aktenlage!
„Schreibtischtäter“ in Aktion!

Er möchte eine Voruntersuchung für psychisch kranke!

Ist Herr Spahn völlig losgelöst von der Realität?

Mir ist „bekannt“, dass Herr Spahn „förderungsaktiv“ direkt von der Schule in sein Amt „geleitert“ wurde.
Es ist daher auch nicht schwer zu erraten was er an praktischen Erfahrungen mit in seinem Gepäck hatte.

Das scheint aber für Gesundheitsminister Tradition zu sein.
Denke da an Philipp Rösler FTP (2009 bis 2011) mit seinen beinahe tödlichen Reformen.
Dazwischen herrschte eigentlich Ruhe und dann kam am 14.03.2018 Herr Spahn.

Mir drängt sich nach den vielen Jahren, seit Ulla Schmidt SPD (2001 bis 2009) die Frage auf, ob sie im Dienste des Finanzministers stehen?
Das Handeln von Frau Schmidt würde ich ja noch verstehen!
Waren damals wirklich schlechte Zeiten.
Ihre Nachfolger jedoch?

Knabbern alle mal wieder an den Auswirkungen rum.
Wie wäre es endlich damit, die Ursachen anzugehen?

Dejavus Parteinachwuchs und Gesundheitswesen

Er kam sah und wollte siegen!
Auf ganzer Ebene auch als Parteivorsitzender.

So fing es an:

  • Hartz IV bedeutet nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut
  • Wer nicht ausdrücklich Nein sagt hat zur Organspende Ja gesagt!
    • Das grenzte schon an freiwilligem Zwang.
      Ich persönlich halte es seinem Profilierungsdrang und seiner Unerfahrenheit zu gute!
  • Herr Spahn will nur Billigimporte
    • Importarzneimittel müssen anstatt wie vorher 15,00 Euro, nunmehr 15 % billiger sein als inländische Bezugsarzneimittel.
    • Dass aufgrund dieser Regelung Arzneimittelfälschungen angekurbelt werden könnten wird nicht berücksichtigt!
    • Landesapothekenkammer, DAV und AOK haben sich für eine Abschaffung der Importklausel stark gemacht.
    • Herr Spahn hört jedoch nicht zu.
    • Ist die Frage, welche Arzneimittel er im Krankheitsfall bekommen würde?
  • Herr Spahn will, dass speziell ausgebildete Experten darüber entscheiden wer in Deutschland eine Psychotherapie bekommt und wer nicht.
  • Herr Spahn will Biotech-Medikamente fördern.
    • Und zwar so, dass sie billiger werden!
      Bedeutet, die Apotheken geben für innovative Therapien gegen Krebs und Rheuma günstigere Nachahmerpräparate aus.

So weit geht der Profilierungswille eines jungen dynamischen Ministers also.
Kosten durchsehen und die Medikamente und Vorgehensweisen verändern, die höhere Kosten verursachen.

Merkt wirklich niemand wie gefährlich seine Aktivitäten werden könnten?
Ich kann nur hoffen, dass alle seine Vorlagen kritisch bewertet werden!

Habe ich von ihm in letzter Zeit etwas von Pflegenotstand oder Mangel an medizinischen Personal in Krankenhäusern und Pflegekräften in Pflegeeinrichtungen gehört?

Oder, dass Gelder bereitgestellt werden, die gewährleisten, dass dieses Personal ordentlich entlohnt wird?
Dass die Ausbildung benötigten Fachpersonals gesichert wird?

Oder über die wirkliche Durchsetzung von Hygienebestimmungen zur Keimbekämpfung und dem kontrollierten Einsatz von Antibiotika in Krankenhäusern?

An diesen Stellen sollten Sie ansetzen, Herr Spahn und so lange dranbleiben bis diese Misstände endlich beseitigt sind!

Grundsätzlich war ich einmal der Meinung, dass Herr Spahn eventuell für jüngere Menschen ein Lichtfunke am grauen Kandidatenhintergrund wäre!
Jetzt aber muss ich einschätzen, dass er eben doch nur ein bürokratischer Emporkömmling zu sein scheint.

(Quelle: Spiegel online – Julia Köppe- 12.12.18, Apotheke adhoc – 16.11.18 und Handelsblatt – 21.12.18 – Georg Waschinski)

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