Porto Reset

Also Sie möchten einen Brief innerhalb einer Stadt versenden.
Noch dazu einen „Frist geplagten“?
Machen Sie nur keinen Portofehler!

Fakten der Verfehlung:

Der Brief besteht aus 4 DIN A4-Seiten.
Normales Druckerpapier.
Damit die Seiten nicht zu oft geknickt werden müssen greifen Sie auf einen DIN A5-Umschlag zurück.
Gesamtgewicht 26 g.

Oh Porto – Schreck lass nach!

Nachgeschaut im Internet:
Kompaktbrief mit bis zu acht DIN A4-Seiten, Gewicht bis 50 g,
Preis 0,85 Euro.

Stimmt aber nicht!

Denn dieser Brief fällt unter Großbrief und kostet 1,45 Euro!
OK!
Selber schuld!
Besser informieren ist angesagt!
Es geht also nicht so sehr um das Gewicht sondern mehr um das Briefformat.

Resultat!
Sie haben die Frist versäumt!
Auswirkungen!
Sie könnten von existenzieller Natur sein!

Der Umschlag weicht in der Breite um 3,5 cm ab und schon kostet der Brief 0,60 Euro mehr.

Porto Reset | Bernhard Kohlraabes Dejavus

Nun kommt aber der Hammer!

Der obige Aufkleber klebte bei einem meiner Leser quer über der handgeschriebenen Adresse.
Der Aufkleber ließ sich zwar leicht abtrennen aber ein Streifen von etwa 6 x 1,2 cm blieb zurück.

Hinzukommt, dass lediglich aufgefordert wird 0,60 Euro Porto nachzukleben.
Anschließend, versehen mit der richtigen Portohöhe, würde der Brief dann auch versandt und dem Empfänger zugestellt werden.

Folgendes ist also passiert!

  • Der Brief wurde zum Postkasten transportiert und eingeworfen.
  • Der Brief wurde zum Briefzentrum transportiert.
  • Der Brief wurde gewogen und mit dem Aufkleber versehen.
  • Der Brief wurde an den Absender zurückgesandt.
  • Der Portobetrag wurde ergänzt.
  • Der Brief wurde erneut in den Postkasten gesteckt.
  • Der Brief wurde erneut zum Briefzentrum transportiert.
  • Der Brief wurde zugestellt.

Die Auswirkungen – Fristverzug!

Stellt sich nun die Frage nach Bürokratie und dem Aufwand für beide Seiten.
Aber auch nach einem gewissen uniformierten eingeschränkten Kastendenken!

Der einfachere Weg, zumal es sich um eine Zustellung innerhalb einer Stadt handelt, den Brief einfach zuzustellen.

Eventuell sollte in derartigen Fällen zugestellt und das Porto beim Absender in Rechnung gestellt werden.
Oder wie es einmal war, das Porto vom Empfänger eingefordert werden.

Es könnte auch auf die Bürokratie verzichtet und gängige Zwischengrößen eingeführt werden.

Hier wäre allerdings Flexibilität gefragt und die besitzt die Deutsche Post eben nur wenn es um Portoerhöhungen geht!

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