Spiegel Journalist Relotius

Haben Münchhausens Geschichten wieder Zukunft?
Sage deinem König immer das, was er auch wirklich hören möchte!
Verkaufe öffentlich das was die Obrigkeit lesen möchte!
Spiegel Journalist Claas Relotius hat das seit 2015 jedenfalls beherzigt!

Verkaufe das was die Gesellschaft hören soll!

Medien als Meinungsmacher

In der damaligen Zeit der Könige und Fürsten, plus minus Mittelalter, ein kluger Spruch und vor allem überlebenswichtig!

Was er auch noch heute ist!
Trotz Demokratie!
Für das Erklimmen der Karriereleiter und den ins Auge gefassten Statusgewinn praktisch unerlässlich!

Ich kann mich noch an statistische Meldungen in der ehemaligen DDR erinnern.
Der spitze Bleistift war für gewisse Berichterstatter praktisch Pflicht!
Jedenfalls für diejenigen von ihnen, die weiterkommen oder ihren Stuhl behalten wollte.

War bestimmt im Dritten Reich auch so.

Auch in unserer Gesellschaft ist es wichtig, das zu verkaufen was die die Vorgesetzten hören wollen.
Und wenn die Karriereambitionen weiter nach oben orientieren, muss natürlich auch der politisch ideologische Trend im Auge behalten werden.

Sozusagen nach oben zu Munde reden oder schreiben und dabei immer die eigenen Interessen im Auge behalten.

Wichtig ist glaubwürdig zu bleiben!
Es gibt nämlich auch Neider und Konkurrenten, die nur darauf warten, die mühselig erarbeitete Strategie auffliegen zu lassen, um selber partizipieren zu können.

Spiegel Journalist Claas Relotius hatte ein Gespür für ideale Geschichten!

Er formulierte in Vollendung das was seine Vorgesetzten und die Juroren lesen wollten.

Er formulierte was die Bundespolitik und Medien der Gesellschaft gerne suggerieren möchte.
Alles paletti!

Münchhausen traf auf zeitgemäßes Wunschdenken und traf den Nerv derjenigen, die genau so etwas lesen wollten.

Er schrieb rührende Geschichten über Asylbewerber, über syrische Flüchtlingskinder, ja er ließ 2018 sogar die aktuelle Innenpolitik von dem 99 Jährigen noch lebenden Mitglied der „Weißen Rose“ kommentieren.
Die ehemalige Freundin von Hans Scholl warnte im Interview vor der AfD und prangerte den Rechtsradikalismus an.

Allerdings hatte sie kaum die Möglichkeit, die aktuelle Politik zu verfolgen und auch keinen Internetanschluss.
Den Namen AfD wird sie wohl nie oder erst viel später einmal gehört haben.

An dieser Stelle muss ich fragen, wie die heutigen Journalisten ihre „Stories“ recherchieren?
Wie kann es einem „Inhaltserfinder“ gelingen, sich dermaßen in den Vordergrund zu mogeln?

Manchmal verheddern sich Journalisten auch in ihrem eigenen Mitteilungsgespinst!

Vor kurzem, am 08.01.19, hat sich einer dieser Negativ-Journalisten, Bild-Chef Julian Reichelt, bei dem Hacker-Angriff von Hacker „G0d“ mit seiner Russen-Theorie „verpokert“ und selber entlarvt, als er Russland die Schuld in die Schuhe schieben wollte!
Ist doch peinlich, oder?
Aber dennoch Gang und Gäbe in der Medienwelt.
Vielleicht den bunten Lügenzeitschriften abgeschaut?
Für mich mehr als sehr aussagekräftig!

Sitzen die meisten Journalisten tatsächlich auf ihrem Allerwertesten und warten auf Informationen, die sie zu Parteilinien konformen Stories umdenken können.

Oder greifen sie tatsächlich Themen auf, die sie zunächst tiefgründig recherchieren und aus denen sie anschließend ihre Storys formulieren

Ich denke wohl eher ersteres!

Wenn falscher Eifer zur Sucht wird!

Die neuen Reportergenerationen fühlen sich nur noch selten der objektiven Berichterstattung sonder ihrem Geltungsbedürfnis verpflichtet!
Ein allgemeines Grundübel an dem praktisch unsere gesamte Gesellschaft erkrankt ist.

Das Interview der „Neue Züricher Zeitung“ mit Springer-CEO Mathias Döpfner:

Komplettes Interview:“Springer-CEO Mathias Döpfner im Interview“

Nach dem Mainstream befragt antwortete Herr Döpfner (Zitat):

„… Und da liegt das Problem. Viele Journalisten sind getrieben davon, bei den Kollegen gut anzukommen. Sie verhalten sich damit zutiefst unjournalistisch: Sie wollen das Juste Milieu ihrer eigenen Branche bedienen, anstatt nonkonformistisch die andere Seite der Medaille zu beleuchten. Man will der eigenen Crowd gefallen, und das führt zu Herdenverhalten, Mainstream-Denken, Konformismus in der journalistischen Darstellung und immer mehr auch zu Intoleranz gegenüber Freidenkern …“

Ich denke, dieser Auszug aus dem Interview gibt meinem Denken Recht und sagt viel aus über den derzeitigen Journalismus!

Würden sie nämlich vorrangig Eigeninitiative zeigen würden die Nachrichten wesentlich vielfältiger ausfallen.
Die Medien würden nicht so gleichgeschaltet berichten!

Sie wären weniger linientreu und würden eher das wiederspiegeln was in unserer Gesellschaft tatsächlich geschieht und wo die Trends wirklich hingehen.
Innenpolitisch und außenpolitisch!

Journalisten im Dienste der Propaganda

Was Herr Relotius getan hat ist, denke ich, nur die Spitze vom Eisberg!
Das ihm seine Vorgesetzten und Preisjuroren das abgenommen haben ist mehr als verwerflich!

Zeugt es doch von einer Informationspolitik, die lediglich darauf orientiert politisch vorgegebene Propaganda zu untermauern.

Jeder Bürger, der sich ein wenig mit den tatsächlichen Verhältnissen in der Gesellschaft beschäftigt wird erkennen, dass die Medienpolitik eine verschleiernde Informationspolitik betreibt.

Das wissen auch die Chefredakteure!

Warum also lassen sie einen Claas Relotius gewähren?

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