Kevin Kühnert – der kühne Recke!

Kevin Kühnert, wat is et doch mutig, dat Jüngelchen!

Er ist einer von sehr wenigen und das besonders aus den Reihen der Politiker, die wirklich noch in der Lage sind über den Tellerrand hinausschauen zu können!

Schließen wir einmal einige wenige Politiker der Linken von dieser Verallgemeinerung aus!

Kevin Kühnert ist also einer, der nicht nur als Fettauge genüsslich und selbstverliebt auf der Wohlstandssuppe herumschwimmt.
Er hat es tatsächlich geschafft den Tellerrand zu erklimmen und über diesen einen Blick in die reale Gegenwart und sogar in die zu erwartende Zukunft zu erhaschen!
Alle Achtung in der heutigen Zeit bedarf das schon eines gehörigen Maßes an Eigeninitiative und eines hellen Köpfchens.
Zudem gehören auch noch eine gewisse Portion Individualismus, Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht dazu!

Zumal selbst der Herr Merz – CDU/CSU – vor der deutschen Wohlstandsillusion warnt und der muss es ja wissen!
Der Kapitalismus unterliegt nun einmal regelmäßigen und gesetzlichen wirtschaftlichen Schwankungen, die ganz schnell zum Chaos führen können!

Nebenbei bemerkt, ich war zu meiner Zeit ähnlich wie Herr Kühnert „gebacken“, diskutierte viel, zog mir den Zorn von Partei und Vorgesetzten zu, konnte mich teilweise sogar durchsetzen und wurde dennoch nicht von der Stasi verfolgt!

Sakrileg rufen die Einen, Nestbeschmutzer die Anderen.
Schließlich gibt es noch die, die aus Profilierungsgründen lauthals  gegen alles „feuern“ was ihrem eigenen Image nützen und der gegnerischen Partei schaden könnte.
Nicht konstruktive Gespräche, im Interesse der deutschen Volkes sondern Phrasendreschereien sind angesagt.
So geht das mittlerweile schon über Jahrzehnte hinweg!
Und die öffentlichen Medien immer mitten drin!

Die Parteien sind in den Bundestag eingezogen um konstruktiv miteinander zu debattieren und sich nicht gegenseiteg mit hohlen Phrasen den Boden unter den Füßen wegzureißen.
Das sollte zumindest als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Politik angenommen werden!
Die gemeinsame Problemlösung im Bundestag!
Jedoch Fehlanzeige!
Denn die Strategie der heutigen Politik scheint von den Prämissen der gegenseitigen Schuldzuweisungen und des Erhalts der eigenen Macht regelrecht „begeistert“ zu sein!

Letztlich sollten nicht diejenigen vergessen werden, die sich zwar zu Wort melden aber so richtig gar nicht wissen was sie eigentlich sagen möchten, weil sie die Zusammenhänge nicht begreifen.

All jenen ist gemein, dass sie im Gestern des einstigen, so genannten Wirtschaftswunders leben und nicht mitbekommen, dass genau dieses kapitalistische „Wundersystem“ kein „Wunderland“ und schon gar nicht zukunftsträchtig ist.

Stephen Hawking war mit seinen Gedanken schon einen Schritt weiter

Noch 100 Jahre für die Menschen!!!

Ich möchte an dieser Stelle kurz noch einen Kurzbeitrag über Äußerungen von Stephen Hawking zitieren, in dem der Autor letztlich die falschen Schlüsse zog, weil er die gesetzmäßig, real vorhandenen Eigenschaften des Kapitalismus und die „angeborene Dummheit“ von uns Menschen außer Acht ließ:

Lesen Sie auch: Stephen Hawking: Die Dummheit der Menschen ist endlos

Als der Wissenschaftler Stephen Hawking einst gefragt wurde, ob wir jemals unsere Umweltprobleme lösen werden und die damit verbundenen Konflikte, gab er sich pessimistisch und deutete an, die Tage der Menschheit auf der Erde seien gezählt.

„Ich fürchte, die Evolution hat uns Habgier und Aggression in unsere DNA gebracht.
Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Konflikte abnehmen und die Entwicklung von militärischer Technologie und Massenvernichtungswaffen könnte so zu einem desaströsen Ende führen.“

Es gäbe noch einen Weg, die Zukunft der Menschheit zu retten, so Hawking damals: „Die vielversprechenste Hoffnung für das menschliche Überleben liegt darin, woanders unabhängige Kolonien aufzubauen.“

Der Autor kommentiert und ergänzt:

Diese Vision von Hawking könnte schon bald wahrwerden.
Elon Musk etwa arbeitet mit SpaceX unaufhaltsam an der Kolonialisierung des Mars. Schade, dass Hawking es nicht mehr erleben wird.
Aber seine weisen Worte sollten wir in Erinnerung behalten. 

Der Autor irrt darin, dass die Aktivitäten von Mr. Musk und neuerdings auch Amazongründer Mr. Bezos unabhängige Kolonien aufbauen werden!
Diese Herren sind Unternehmer mit Visionen und investieren lediglich in ihren zukünftig geplanten Profit!

Rufen Sie sich die Entdeckung Amerikas mit all seinen Folgeentdeckungen sowie Versklavungen der Urbevölkerungen, der Entstehung von Kolonialmächten etc. in Erinnerung.
Nicht anders ist das Handeln dieser Herren einzuordnen.
Fehlt nur noch die Kirche um den neuen Boden zu weihen!

Wer zuerst kommt profitiert zu erst!

Sie werden nichts anderes tun als das bisherige, praktisch marode kapitalistische System auf neue bisher unberührte Planeten des Universums zu exportieren, auf denen es dann so weitergeht wie bisher auf der Erde.
Rohstoffabbau und Tourismus sind sehr vielversprechend und jeder möchte doch vor all den anderen ein Scheibchen von dem Kuchen abhaben.

Ist das nicht irre?
Ein gemeinsames gleichberechtigtes Weltraumprojekt, getragen von vielen Ländern, könnte Ressourcen bündeln, Technologien vereinen und Kosten senken!
Alle Nationen könnten daraus ihren Nutzen ziehen!
Aber nein – gegeneinander, im Alleingang und unter dem Motto, „Alles ist mir – Meiiiiiin Schaaaaatz“, ist eben angesagter, praktisch wie im Kindergarten … Das sind meine Puppenlappen …!

Unabhängige Kolonien werden sie nicht aufbauen und wenn doch ist es fraglich ob die sich in ihnen entwickelnden Gesellschaften dem Kapitalismus abschwören oder ihre Entwicklung ebenfalls in den alt eingefahrenen Gleisen menschlicher Gier fortsetzen würden!

Ich denke letzteres würde geschehen, wenn wir unsere DNA, in der Zwischenzeit und auf der ganzen Welt, nicht freiwillig auf sozial-human umtrimmen werden!
Soviel zu meinen kleinen ausflug zu Stephen Hawking und der Fehlinterpretation zeitgenossenschaftlicher Aktivitäten.

In der Gegenwart gehen die Politiker von anderen Prämissen aus

Scheuklappenorientiert ignorieren sie wahrscheinlich deshalb auch lauthals und phrasentreu, dass es an der Zeit ist neue, sozialere und auch klimaneutralere Wege zu beschreiten.
Und das nicht nur national sondern weltweit und folgerichtig auch unter der Auflage einer besseren Klima-, Friedens- und Umweltpolitik!

Was derzeit auf der ganzen Welt, auf politischen, militärischem und wirtschaftlichem Gebiet, inszeniert und in Bewegung gesetzt wird ist mehr als fragwürdig und vor allen Dingen nicht im Sinne des Fortbestehens des Lebens, inklusive der Menschheit, auf unserem Planeten!

Die US-Administration sucht regelrecht nach Konfliktherden um endlich Gründe dafür zu finden, mit deren Hilfe sie ihren angestauten Aggressionsdrang freien Lauf lassen zu können.
Denke da nur an die George W. Bush Administration und den Irak-Krieg!
Falsche Gründe könnten ganz schnell zum weltweiten Chaos führen!

Es müssen unbedingt neue Wege beschritten werden!

Wege, die erforscht werden und zu denen im Vorfeld Strategien erarbeitet werden müssen.
Dazu gehört auch das Erarbeiten wirkungsvoller Maßnahmen und Gesetze.
Das sollte nicht losgelöst, im stillen Kämmerchen erfolgen sondern muss, wie in einer wirklichen Demokratie üblich, von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik als gangbarer Weg und mit hohem positiven Engagement disskutiert und anschließend mit Nachdruck durchgesetzt und umgesetzt werden.
Natürlich und das wäre eine Grundbedingung, unter Berücksichtigung der Wünsche des gesamten Volkes, über eine bundesweite Volksbefragung oder ähnlichem.
Aus diesen Aktivitäten könnte auch endlich eine deutsche Verfassung resultieren, die vom Volk abgesegnet werden könnte!

Wir erinnern uns, die DDR hatte sich einst als Staat dem Frieden verschrieben!
Und die DDR hatte eine eigene Verfassung!

Die Frage ist nur ob die derzeitige Demokratie überhaupt noch dazu in der Lage ist konkrete Festlegungen, Maßnahmen und vor allem deren Umsetzung durchzusetzen?
Ich denke eher nicht, da sich in unserer Gesellschaft derzeit die Politik des Zerredens durchgesetzt hat.
Diejenigen, die am lautesten schreien, am besten lügen, gut aussehen und redegewandt sind, alles aussitzen oder einfach abwiegeln sowie die Kunst des Schönredens beherrschen, sind derzeit in Politik und Medien angesagt.
Wenn ich das richtig sehe, ist dieser Trend derzeit weltweit zu verzeichnen!

Frankreich und akut auch Venezuela bilden da wohl eine gewisse Ausnahme?
Es kommt eben auch auf die „Ausgeschlafenheit“ des Volkes an!

Für die heutigen Wähler scheint es ausreichend zu sein wenn die Kandidaten für die Bundes- oder Landeswahlen jung und dynamisch sowie sympathisch oder wortgewandt sind und irgendwelche politischen Ziele von sich geben, die sie sowieso nicht oder kaum realisieren können.
Manche Parteien erfinden sich auch einfach wieder neu – mit Erfolg wie wir bei den vorangegangenen Wahlen sehen konnten.
Alter Inhalt, neu verpackt, mit neuen Gesichtern, das ist das moderne Wahlmanagement!

Für diese „Blendetuten“ sind derartige Zukunftsparolen ja auch recht einfach und praktisch ohne ernste Folgen zu verbreiten.
Sie müssen ja schließlich unter dem Strich nichts abrechnen!
Das sind die neuen Politik-Helden, die in gewissen Kreisen auch Idole genannt werden.
Es sind zumeist auch diejenigen, die schließlich nur Verdruss und Unzufriedenheit produzieren, weil sie, einmal an der Macht, doch wieder in die Fußstapfen ihrer Vorgänger schlüpfen!
Das ist, mit offenen Augen betrachtet, die derzeit gängige Praxis der Parteien und Bundespolitik!

Es gibt aber auch einige verantwortungsbewusste Politiker, die abseits der eingefahrenen Politikwege agieren.

So sind auch verantwortungsbewusste Stimmen aus der Politik zu vernehmen, die Kevin Kühnert, zumindest in der ersten unbefangenen Regung, doch irgendwie zugestimmt haben!

Auffällig ist, dass „Die Linke“ sich bisher komplett rausgehalten hat!
Bis heute – 09.05.2019!

Quelle:“RTdeutsch vom 09.05.2019 – Sahra Wagenknecht zu Kevin Kühnert.“:

Meine heutige Rede im #Bundestag in der Aktuellen Stunde zur Sozialen Marktwirtschaft: „Wir müssen über #Enteignung reden – und zwar über das, was Sie mit Ihrer Politik verursacht haben, die Enteignung von Millionen von Arbeitnehmern“ https://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2868.sie-haben-die-mehrheit-enteignet.html …“

Was Kühnert angesprochen hat, war nun wirklich nichts Neues.
Dass Produktiveigentum denen gehören sollte, die es erarbeiten und nicht Hedge Fonds oder Erben-Dynastien, ist eine alte sozialdemokratische Position, die früher sogar von vielen Liberalen geteilt wurde.
Schauen Sie mal ins Freiburger Programm der FDP.
Ich würde mir wünschen, dass die SPD-Spitze solche Debatten nicht ihrem Juso-Chef überlässt.

Ich kann dem nur zustimmen!
Was Frau Wagenknecht doch noch recht diplomatisch zum Ausdruck bringen möchte ist:
„SPD und FDP – meckert nicht rum, Ihr hattet einst ähnliche Positionen!
Wenn derzeit bereits kontinuierlich jemand enteignet wird, dann sind es die Arbeitnehmer, die für ein „Butterbrot als Entgelt“ Profit für die erwirtschaften, die es massenhaft in ihre privaten Taschen stecken und sich darüber hinaus noch ganz legal vor den Steuern drücken können.“

Herr Kühnert hatte in einem Interview mit der „Zeit“ gesagt, dass er große Firmen kollektivieren möchte.
Die Kollektivierungen, wie beispielsweise des Unternehmens BMW, sollte seines Erachtens auf demokratischem Wege erfolgen.
Er fügte hinzu, dass ohne Kollektivierung eine Überwindung des Kapitalismus nicht denkbar sei.

Quelle:“Spiegel Online vom 03.05.19 – Schlagzeile: Sozialismus-Thesen Kühnert legt nach“:

Juso-Chef Kevin Kühnert fordert seine Partei auf, die von ihm angestoßene Debatte über eine Überwindung des Kapitalismus in seiner jetzigen Form offensiv zu führen.
„Ich habe keine Lust mehr darauf, dass wir wesentliche Fragen immer nur dann diskutieren, wenn gerade Friedenszeiten sind, und im Wahlkampf drum herumreden“, sagte Kühnert dem SPIEGEL.
Wenn man ernsthaft einen anderen Politikstil wolle, „dann können wir uns nicht immer auf die Zunge beißen, wenn es um die wirklich großen Fragen geht“.
Damit reagierte er auf den Vorwurf, er habe wenige Wochen vor der Europawahl den falschen Zeitpunkt für seinen Vorstoß gewählt.

Ich denke seit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sind das endlich einmal Signale und vor allem Worte, die von seinen SPD-Genossen ernst genommen werden sollten!
Sie deuten auch darauf hin, dass die SPD ihrem Statut nach eine sozialdemokratische Partei sein könnte!
Ansonsten hat sich diese Partei immer mehr dem vorherrschenden politischen Trend, sprich der Industrielobby (herrschenden Liga), angebiedert.
Der „Arbeiterklasse“ oder besser den Arbeitnehmern, die ja ihre eigentliche Zielgruppe ist, fühlt sie sich anscheinend immer nur dann verpflichten, wenn ihre Wahlergebnisse rückläufig sind.
Auch das Wort „sozial“ scheint für sie zu einem „Wahlversprecher-Fremdwort“ mutiert zu sein.

Macht und Geld verdirbt eben den Charakter.

In ihrem Programm ist merkwürdigerweise niedergeschrieben, dass ihre Mitglieder den Menschen verpflichtet seien und in der stolzen Tradition des demokratischen Sozialismus stehen würden! 😳

Die Anbiederei der Partei bei der Elite, gegen die Interessen der Arbeitnehmer und sozial Schwachen, ist ja auch nicht erst seit gestern Tradition.
Beispielsweise 1885 weigerte sich die SPD-Führung, den weltweit von Arbeitern geforderten Achtstundentag ins Programm aufzunehmen.
1914 stimmte sie den Krediten für den Ersten Weltkrieg zu.
Vier Jahre später ließen ihre Führer, Friedrich Ebert und Gustav Noske, die Novemberrevolution blutig niederschlagen und Tausende Arbeiter auch mit Hilfe faschistischer Freikorps ermorden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ersetzte die SPD-Führung ihre eigene Ideologie peu a peu durch die immer stärkere Annäherung an führende Wirtschaftsunternehmen und Lobbyisten.
2003 wurde Hartz IV verabschiedet was schließlich bewirkte, dass der Staat Millionen Erwerbslose mit harten Sanktionen in den Niedriglohnsektor zwingen und so das Lohngefüge drücken konnte.

In Deutschland ist vieles erlaubt, aber an den Wurzeln des Kapitalismus zu knabbern und die eingefahrenen Modelle in Frage zu stellen, das ist nun wirklich ein glatter Schlag ins Gesicht der Wohlstandspolitiker, in unserer in Armut und Reichtum geteilten „Wohlstandsgesellschaft“!

Der Sozialismus gehört nicht in die Mottenkiste sondern könnte in modifizierter Form eine Alternative für das Überleben der Menschheit bieten!

Quelle:“Spiegel Online vom 03.05.19 – Schlagzeile: Sozialismus-ThesenKühnert legt nach“:

In der SPD stoßen Kühnerts Forderungen auf überraschend viel Zustimmung.
„Wir müssen die Debatte aufnehmen. Wir brauchen ein grundlegend neues Wirtschaftsmodell“, sagte Sebastian Hartmann, Chef der wichtigen nordrhein-westfälischen SPD.
„Der ungeregelte Markt ist unser Gegner. Ungleichheit ist der Sprengstoff unserer Zeit.“

Auch die Bielefelder Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar, Mitglied im SPD-Bundesvorstand, lobte Kühnert: „Wenn wir glaubhaft von Erneuerung sprechen wollen, müssen wir über den Widerspruch von Arbeit und Kapital reden“, sagte sie.
Seit Jahren erstarke der Neoliberalismus und wachse die Ungleichheit zwischen Arm und Reich: „Da kann sich die SPD nicht mit dem Status quo zufriedengeben.“

Das sind die Meinungen echter Sozialdemokraten, die aber nach und nach von anderen Meinungen aufgefressen werden könnten!
Das könnte beispielsweise in Form von Parteidisziplinierung und einer Art „Massenzwang“ geschehen.

Ausgerechnet der „Krawallo“ der SPD, Siegmar Gabriel, verglich die „Methoden“ von Kevin Kühnert mit denen von Donald Trump.
Völlig irre und zudem noch falsch analysiert bzw. interpretiert!
Denn Mr. Trump ist ein Beispielvertreter aus den Kreisen rechtsgerichteter, superreicher, verzogener, halbgebildeter Zöglinge, die aufgrund des Reichtums ihrer Eltern gewöhnt sind ihren Kopf durchzusetzen und zudem noch arrogant und ignorant sind!
Derzeit scheint diese Herangehensweise in der US-Administration auch eine ansteckendes Krankheitsbild wiederzuspiegeln!

Der BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch stellte sogar fest, dass die SPD für Arbeiter deutscher Unternehmen nicht mehr wählbar sei.
Das trifft durchaus auch zu, aber nicht aufgrund der Vorschläge von Herrn Kühnert!
Denn diese orientieren letztlich auf das Wohlergehen dieser Arbeitnehmer!
Aber das kann Herr Schoch nicht wissen, denn er ist ja nur Vertreter der Arbeitnehmer!
Das aber sicherlich nur am Rande, denn in der Zwischenzeit gehört er doch sicher schon zur Führungselite von BMW?

Noch ein paar deftige Gegenargumente anderer Gegner des Vorpreschens von Herrn Kühnert:

  • Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer kritisierte, dass die SPD seine Bemerkungen verharmlose.
  • Sachsen-Anhalts CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff zeigte sich darüber entrüstet, dass Herr Kühnert die Ideen aus der marxistischen Mottenkiste holen würde.
  • FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg warf Kühnert „erhebliche Arroganz“ und „marktwirtschaftliche Dummheit“ vor.
  • Die SPD müsse sich „deutlich von solchen Hirngespinsten distanzieren“, forderte schließlich auch CSU-Chef Markus Söder.
  • Die AfD in Gestalt von Frau Weidel setzte noch eins oben drauf!
    Sie erklärt Herr Kühnert und die Jusos zum Fall für den Verfassungsschutz.
    Private Vermieter zu enteignen und Autokonzerne vergesellschaften zu wollen, sei an Arbeitnehmerfeindlichkeit nicht zu überbieten!
    Weiterhin warnte sie auch vor einer Neuauflage der DDR.
    Für sie sei das eine Frontalattacke auf zentrale Grundwerte der Verfassung!

Bla bla bla, nicht einer von ihnen brachte themenbezogene Gegenargumente oder hat das wirkliche Anliegen von Herrn Kühnert erkannt!
Sie zeugen allesamt davon, dass sie, die wohlwollenden Kritiker, genau wie bei den Klimademonstrationen der jungen Menschen im „Sog“ von Greta Thunberg, nichts verstanden haben oder auch nicht verstehen wollen.

Klima-Aktivistin Greta Thunberg im Visier

Die Verbesserung des derzeitigen kapitalistischen Systems, mit all seinen Begleit- und Folgeerscheinung, hätte faktisch nur insofern mit der DDR zu tun, dass ihr praktisch erprobtes System des Sozialismus, in Form von praktischem Wissen und praktischen Erfahrungen, als Basis dienen könnte!
Aber sage das einmal selbstgefälligen Ignoranten, die nicht wirklich wissen wovon sie sprechen und ledigich ihre eigenen Vorteile im Auge haben.

Nicht zu unterschätzen ist die enorme Angst von Politik und Wirtschaft, Machtpositionen aufgeben zu müssen!
Das war übrigens schon immer der Grund für hysterische Reaktionen in den kapitalistischen Gesellschaften, voran von den USA!

Ehrlich, als überreicher „Oligarch“ oder machthungriger Elite-Unternehmer kapitalistischer Prägung würde ich sicher auch alles tun um mir den Sozialismus vom Halse zu halten.
Will dieser doch, dass ich meinen schönen Besitz an Produktionmitteln und Teile meines überflüssigen Reichtums mit der Gesellschaft teile.
Alles zusammen angesammelter Besitz, den die Gesellschaft, sprich die Arbeitnehmer, für mich als Unternehmer, für ein Butterbrot an Bezahlung, erarbeitet haben.

Aber Herr Kühnert schlägt eine demokratische Kollektivierung vor!
Bedeutet, auf den angesammelten Reichtum würde sogar Rücksicht genommen werden!

Noch ein paar allgemein von Politikern genutzte Phrasen, die jeden weiteren Gedanken an weiteren Überlegungen zu Herrn Kühnerts Vorschlägen „abtöten“ sollen:

  • Phrase 1 – Enteignungen gefährden Jobs!
    • Kein Argument, denn Produktionsverlagerungen, Digitalisierung und Robotertechnik tun es bereits und werden zukünftig Arbeitsplätze in Größenordnungen abschaffen!
      Wenn die großen Unternehmen es vorhaben Arbeitsplätze abzubauen tun sie es, wie es auch regelmäßig geschieht, ja sowieso!
      Es gab Zeiten, da wurden Arbeitnehmer zu Lasten des Rentensystems in Frührente geschickt!
      Übrigens ist die durch den Einsatz von Digitalisierung und Robotern aufkommende „Billigproduktion“ ein immenser Störfaktor für das Profitbestreben der Unternehmen, was zu neuen Problemen und Auswirkungen auf dem globalen Wirtschaftsmarkt führen wird!

      • Was machen die oben aufgeführten Phrasenpolitiker mit all den frei werdenden Arbeitskräften?
  • Phrase 2 – Die DDR als abschreckendes Beispiel
    • Eine propagandistische Fehlinformation!
      Quelle:“RTdeutsch, vom 07.05.2019, von Susan Bonath“:
      „Dazu ein kurzer Blick auf die Geschichte der Besatzungsmacht Sowjetunion: Lenin sagte vor der Oktoberrevolution 1917 einmal, innerhalb der imperialistischen Weltordnung könne zwar ein Land damit beginnen, den Sozialismus aufzubauen.
      Zögen andere Staaten nicht nach, könne sich dieser aber nicht entwickeln.
      Denn aus den Fängen des globalen Marktes könnte sich das Land nicht befreien.
      Lenins Nachfolger Stalin dachte jedoch ganz anders darüber.
      Und das beeinflusste natürlich auch die DDR.“
      Hinzu kommt: Während die USA in den westlichen Besatzungszonen, der späteren BRD, die Supermarktregale auffüllten und Wirtschaftshilfe leisteten, erging es dem zerstörten Osten anders.
      Die Sowjetunion hatte selbst mehr als 20 Millionen Kriegstote und massive Zerstörungen zu beklagen.
      So musste die junge DDR den Wiederaufbau weitgehend allein stemmen.
    • Wichtig wäre zu publizieren und dafür, dass es nichtgeschieht, tun Medien und Politik alles in ihrer Macht stehende, dass die DDR sehr wohl eine einzigartige Entwicklung vollzogen hatte!
      Dass sie mit ihren Sozialstandards das westliche Deutschland übertreffen konnte, hatte nämlich einen wichtigen Hintergrund:
      „Sie vergesellschaftete große Betriebe sowie Grund und Boden“.
      Es floss kein Profit mehr, zumindest nicht wie derzeit in den kapitalistischen Systemen, in die Taschen privater Unternehmer.
      Das Geld wurde frei für die Gesellschaft und genau das argumentiert oder meint Kevin Kühnert.
  • Phrase 3 – Der Mauerbau, die Staatssicherheit und der wirtschaftliche Niedergang der DDR
    • Der Mauerbau war vorrangig nötig um die Auswanderung, von in der DDR teuer und hervorragend ausgebildeten Fachkräften, in die BRD einzudämmen, wirkte sich aber politisch negativ aus.
    • Die übertriebene „Schnüffel-Tätigkeit“ der Stasi wirkte sich negativ aus.
    • Die Staatsverschuldung der DDR lag 1990 bei 86,3 Milliarden D-Mark.
      Zur selben Zeit war die BRD mit rund 930 Milliarden D-Mark verschuldet.
      Die gesamte Staatsverschuldung des wiedervereinten Deutschland ist inzwischen auf rund zwei Billionen Euro angewachsen.
      Sie hat sich somit seit 1990 vervierfacht.
      Die nächte Rezession klopft bereits an die Tür!

Wiedervereinigung aus historischer Sicht

Unsere Gesellschaft – System mit Zukunft?

Gesellschaft der DDR

Kevin Kühnerts Vorschläge sind zukunftsweisend!
Er hat angesprochen, was viele Menschen aus der Bevölkerung schon lange wissen – Der Kapitalismus muss reformiert werden!

Dieses Wissen spiegelt sich derzeit indirekt oder auch direkt im Wahlverhalten der Wählerinnen und Wähler wieder!
Die offizielle Poltik verschließt jedoch davor die Augen und versucht lediglich mit kosmetischen Mitteln den Schaden zu begrenzen.

Das Verhalten der verantwortlichen Politiker ist vom praktischen und kontinuierlichen Ignorieren der Wünsche großer Bevölkerungsteile nach Veränderungen geprägt.
Die Reaktionen der Bundesregierung und der etablierten Parteien sind lediglich machterhaltender Natur, was an Arroganz kaum noch zu überbieten ist!
Das politische Berlin trägt mit seinem inaktiven Verhalten die Verantwortung für einen Rechtsruck und für die weitere Radikalisierung bestimmter Kräfte in Deutschland!
Und nicht nur das, es trägt auch die Verantwortung für die steigende Gefahr der Heraufbeschwörung eines nuklearen Krieges in Europa!

Die deutsche Politik macht also auf einem „recht niedrigen“ Niveau einfach so weiter, ignoriert praktisch den Willen großer Teile des Volkes, möchte zusammen mit Frankreich in Europa militärische Führungsstärke erreichen und schafft es einfach nicht sich von den USA abzunabeln.
Währenddessen erhöhen die USA weltweit ihren Druck auf viele Staaten, so auch auf Deutschland und drohen mit Zollsanktionen.

Wäre nicht endlich die Devise:“Europa firts“ angebracht?

Nehmen wir die Europawahl 2019.
Plötzlich erblicken irgendwelche Kandidaten das Licht der Öffentlichkeit.
Der Spitzenkandidat des CSU, Herr Weber, ist ähnlich wie einst Herr Schulz bei der Bundeswahl, ein unbekanntes „Greenhorn“ und soll sogar für einen Vorsitz im Europaparlament kandidieren!

Wer ist Herr Weber?

Ich habe Reden von ihm gehört und auch seine unqualifizierten Äußerungen zu Nord Stream 2 wahrgenommen.
Abgesehen von der anscheinend „fehlenden Allgemeinbildung und mangelnden Fähigkeit zur Artikulation“ wäre dieser Kandidat nicht nur für Europa eine glatte Fehlbesetzung.

Was wir brauchen sind Politiker mit neuen Visionen und dem Drang nach positiven Veränderungen und keine verstaubten Artefakte aus alten bayerischen oder Nachkriegszeiten!

Wahrscheinlich möchte niemand die DDR zurück haben.
Wenn doch, dann sicher ihre soziale Seite!

Vorschläge zur Enteignung oder Vergesellschaftung von Konzernen mit leidigen Phrasen abzuwehren, ist aber auch nicht vorteilhaft und schon gar nicht konstruktiv!
Die Grünen wollten doch auch die Immobilienkonzerne enteignen, was jedoch wirklich ein Schuss ins Blaue war, denn hinter der Wohnungsknappheit und steigenden Mieten steckt eindeutig eine verfehlte Wohnungsbau- und Förderpolitik!

Der derzeitige kapitalistische Markt konzentriert den Reichtum in immer weniger Händen.
Automatisierung und Robotertechnik werden Arbeitskräfte in Größenordnungen freisetzen und zum Leidwesen der unternehmerischen „Profitjäger“ die Produktionskosten senken!

Ökonomie für Dummies

Planwirtschaft?

Die meisten Familien, die kleinsten Zellen der Gesellschaft, planen ihre Mittel, den Nachwuchs, den Urlaub, eventuelle Bauvorhaben etc.
Planen gehört praktisch zum Lebensalltag!

Großunternehmen und auch kleinere planen ständig und sehr umfangreich für die Kontostände ihrer Eigentümer.
Sie planen auch für das Wohl ihrer Aktionäre, auch wenn es zu Lasten der Bevölkerung geht!
Um bedarfsorientiert wirtschaften zu können, geht es nicht ohne Plan!
Dazu gehören unter anderem auch Werbestrategien, die bis hin zur Manipulation von Kunden gehen.
Auch sie werden sorgfältig geplant!

Mit der heutigen Technologie wäre eine umfangreichere, unternehmensübergreifende Planung problemlos möglich.
Der ehemaligen DDR fehlten für eine erfolgreichere Planung diverse Voraussetzungen, die unter den heutigen Bedingungen durchaus gegeben wären!
Planwirtschaft als überholt oder sozialistischen Makel darzustellen ist nicht nur naiv sondern zeugt zudem von mangeldem ökonomischem und wirtschaftlichem Verständnis!

Politik und Medien „hacken“ mit Leidenschaft auf dem DDR-System herum und vergessen bzw. übersehen geflissentlich die gravierenden Fehler unseres derzeitigen kapitalistischen Gesellschaftssystems, in dem die Mehrzahl der Menschen für immer weniger Lohn mehr arbeiten muss!

Die weltweit offensichtlichen Auswirkungen:
Die kontinuierliche Ausrichtung der Weltwirtschaft auf Profitmaximierung sowie die sich Mensch und Natur einverleibende rücksichtslose Ausbeutung aller Ressourcen, Massenarmut und Erwerbslosigkeit, die der Mehrheit der Menschen, dem Klima und der Umwelt mehr als schadet.
Nicht zu vergessen, die auf Konfrontation ausgerichtete Militärpolitik der angeschlagenen USA-Administration und ihrer Verbündeten.

Die Hysterie, die der Vorschlag des 29-jährigen Jungssozialisten Kevin Kühnert ausgelöst hat, macht eins sehr deutlich:
„Die bisherigen Kuscheldebatten besonders von der Politik und verbreitet in den Medien werden keine Veränderungen bewirken!“

Das hat zumindest Herr Kühnert für seine Partei erkannt!

Hier noch meine Aktualisierung vom 10.05.2019!

vom

Enteignung als „linkes Instrument“: SPD in Umfragen noch schlechter als zuvor

Die SPD ist in einem Stimmungs- und Meinungsloch.
Dies könnte nach Meinung von Beobachtern die Motivation für Kevin Kühnert gewesen sein, die radikale Enteignung zu fordern.
Denn die reine Rentenreform, mit der sich die SPD nach vorne bringen wollte, hat nicht gereich.
Noch immer verharrt das sozialdemokratische Lager bei weniger als den 20 %, die bei der letzten Bundestagswahl zu Buche standen.
Doch auch Kevin Kühnert scheint den Nerv der Zeit nicht getroffen zu haben, wie ein Schwesterportal berichtete.

Warum „linkes Instrument“ wenn es eine Möglichkeit ist, den jetzigen Kapitalismus sozialer und gerechter zu machen?

Wie ich weiter oben schon darlegte wird schnell versucht bestimmte Argumentationen, die nicht der ideologisch vorgegebenen Linie unserer Gesellschaft entsprechen, mit derartigen Phrasen ins Aus zu befördern.

Ein ganz normaler und interessierter Bundesbürger, wie Sie und er, dem es gut geht und der sein Geld angelegt hat, bekommt folgende Ergebnisse vorgesetzt:

RTL/n-tv Trendbarometer weist schlechtere Ergebnisse aus

Nach den Umfragen für das jüngste RTL/n-tv Trendbarometer hat die SPD gleich zwei Prozentpunkte gegenüber der vorhergehenden Woche verloren.
Die Zustimmung fällt auf 15 %.
Umgekehrt hat die Union mit 29 % in dieser Umfrage immerhin zwei Prozentpunkte dazugewonnen.
Die Grünen kommen wie in der Vorwoche auf 20 % und würden sich gegenüber der Bundestagswahl um rund 11 Prozentpunkte verbessern.
Die AfD erhielte 13 % und hat sich gegenüber der Umfrage der Vorwoche gleichfalls nicht verbessert.
Die Linke würde von 9 % der Menschen gewählt, auch dies stellt keine Veränderung dar.
Schließlich könnte die FDP 8 % für sich verbuchen.

Was wird geschehen?
Die Veröffentlichung dieser Werte, die sich jederzeit ändern können, manipulieren, je nach Mentalität und Einstellung, die Gedanken der Wähler, also auch seine!

Die Gewohnheitwähler der SPD werden verunsichert, da ihre „Lieblingspartei“ jetzt eventuell wurmstichig geworden ist und nach links tendieren könnte.
Hat sich doch die Parteiführung kaum von Herrn Kühnert distanziert!
Diejenigen, die die SPD aus politischen, programmbestimmten Gründen wählen werden ebenfalls verunsichert.
„Die wollen uns unsere Immobilien, Unternehmen und unsere Ersparnisse wegnehmen – diese linken „Lumpen“!“

Wiederum lohnt sich der Blick auf die Union, die Grünen und die AfD – es wird der Gedanke suggeriert doch lieber eine von diesen Parteien zu wählen, die ja anscheinend in Richtung „Siegertyp“ tendiert.
Das nennt sich auch „Rudel- oder Massenmentalität“!

Kurzum, die SPD-Wähler werden von diesen Ergebnisvorhersagen nicht nur verunsichert sondern auch anderen Parteien in die „Hände“ gespielt oder auch gespült.

Mit der von Herrn Kühnert angeregten Debatte hat das nichts mehr im geringsten zu tun!

Die SPD hat sich mit ihrer Anbiederungspolitik schon vor langer Zeit selber ins Aus befördert!

Dennoch wirken sich diese destruktiven Nachrichten, dieser Meinungsmacher, negativ auf das Beschreiten neuer Wege in Politik und Wirtschaft und letztlich, da nicht alle Wähler auf diese Manipulationsversuche reinfallen, auch negativ auf deren Wahlverhalten aus.
Sie greifen bei der Wahl einfach zu „Notoptionen“!
Politik und Medien ignorieren diesen Zusammenhang schon seit langem und werden es sicher so lange tun, bis der Krug wirklich bricht und dann wird das sinnlose Geschrei, wie immer, wieder groß und sehr schlagzeilenintensiv sein!
Wir haben doch Pressefreiheit!

 

 

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