Hauptmann von Köpenick zu militärisch!

Berliner Senat gegen Hauptmann von Köpenick als Weltkulturerbe: „Zu militaristisch“

Quelle: Berliner Zeitung, 02.03.19, von Mike Wilms.

Eigentlich strebt ein Verein, angeführt vom CDU-Bundestagsabgeordneten Niels Korte, schon seit eineinhalb Jahren an, den „Hauptmann von Köpenick“ als Weltkulturerbe zu etablieren.
Jetzt stößt der Plan jedoch erstaunlicherweise auf den Widerstand des Berliner Senats.
Die Berliner Stadtoberen begründen ihre Entscheidung, die Bewerbung für die nächste Ebene zu blockieren, damit, die ganze Geschichte sei zu militaristisch, wie die Berliner Zeitung berichtete.

Berliner Senat von Bewerbung nicht überzeugt

In einer Antwort des Senats an den Köpenicker SPD-Abgeordneten Robert Schaddach, der die etwas in Vergessenheit geratene CDU-Idee weiterverfolgt hat, heißt es: Man sei von der Bewerbung mit dem Titel „Der Hauptmann von Köpenick und die Köpenickiade“ nicht überzeugt.
Sie habe den Unesco-Kriterien für eine Eintragung in das bundesweite Verzeichnis nicht entsprochen.
Deshalb habe das Landes-Expertengremium die Sache abschlägig beschieden.
Ja aber der Stationierung von Atomraketen in Europa und Deutschland, der wurde und wird quasi widerspruchslos zugestimmt!
Bemerkt niemand die Ironie im Verhalten unserer Politiker?
Erkennt wirklich niemand wie weit sich bei ihnen Realität und politisches Denken, mit zunehmender Tendenz, voneinander entfernt haben bzw. immer weiter entfernen?
Der Hauptmann von Köpenich war sogar in der DDR angesagt und die war keinesfalls ein Freund der einstigen Kaisermonarchie und des preußischen Militarismus!
Der Hauptmann von Köpenick ist eine Parodie auf den Militarismus und den Untertanengeist der Kaiserzeit.
Schuster Wilhelm Voigt (1849–1922) hatte keinen Pass und vermutete, dass im Rathaus welche vorrätig sein könnten.
Er besorgte er sich eine gebrauchte Hauptmannsuniform.
Als Hauptmann verkleidet besetzte er, mit etwa 11 Soldaten, die er befehligte, das Köpenicker Rathaus, verhaftet den Bürgermeister und „konfisziert“ die Stadtkasse.
Pässe fand er nicht vor!
Ein historisch einmaliger Streich, der sogar von Kaiser Wilhelm II. „gnädigst“ mit einer Begnadigung gewürdigt wurde!

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