Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (2) Die Gestenshow geht weiter - Die Experten finden noch mehr Nebensächlichkeiten - Satire bei phoenix

Inhaltsverzeichnis

TV-Dokumentation „Die Gesten der Mächtigen II“ – ein Hauch von Überflüssigkeit (2)

Zum ersten Teil: Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (1)

Teil II – Die mächtigen Gesten vom Obersten Führer/Generalsekretär Kim Jong-Un, von Präsident Erdogan und Präsident Macron

Voreingenommenheit, anerzogene, gesellschaftlich gewachsene Überheblichkeit oder eine von Arroganz getriebene Überlegenheit?
Herangezüchtet und gewachsen in Gemeinschaft mit einem „trügerischen“ Wohlstandsgefühl?
Geblendet von ständig wachsenden „Überfluss“ innerhalb des deutschen Wohlstandsstaates?
Trotz der sich öffnenden „Standesschere“, im überlegenen Auftritt des „besser seins“, nach außen hin?

Gepaart mit einer Überbewertung der eigenen Persönlichkeit sowie eine aus dem Selbstverständnis der Gesellschaft resultierenden Selbstüberschätzung?
Verbunden mit einer kontinuierlichen von den Medien vollzogenen „Gehirnwäsche“?
Resultierend aus der Dauerberieselung, in Form psychologisch, inhaltlich aufbereiteter Informationen und Nachrichten, kombiniert mit beinahe ununterbrochenen Werbeattacken – auch an Feiertagen?
Letztlich Stress pur für die bereits physisch und mental sehr angespannten Nerven der Bevölkerung – mittlerweile als normal akzeptiert.

Die deutsche Parteienlandschaft hat sich in der Zwischenzeit zu einem Einheitsbrei vermischt – Jeder kann praktisch mit jedem – und was der eine verspricht will auch der andere halten?
Vor einigen Jahren beinahe undenkbar.
Da gab noch inhaltlich unüberbrückbare Unterschiede, wie beispielsweise in der Sozialpolitik.
Inzwischen sind die Unterschiede zwischen Grünen und CDU, zwischen SPD und CDU, zwischen Grünen und FDP geradezu ausgewogen.

Alternativen in Richtung AfD könnten ins rechte „Problemland“ führen, die in Richtung Linke ins linke „Niemandsland“ – die Linke hat anscheinend keine Meinung mehr?

Besonders von den öffentlich rechtlichen Medien wird berichtet und dokumentiert was der politischen Linie, strategisch globalen Zielen und vorrangig den Interessen der Eliten dient.
Nicht ins Konzept passende oder störende Nachrichten werden kaschiert oder einfach weggelassen.
Auch ohne die Vorlage nachvollziehbarer Beweise wird „traditionell“, öffentlich gegen diejenigen Position bezogen, die als strategische Feinde oder seit Bush, als die „Bösen“ dieser Welt abgestempelt werden.
Gegenargumente inklusive der Vorlage von Beweisen, seitens der „Bösen“, werden weitgehend ignoriert oder entsprechend in Gegenargumente umgewandelt.
Ganz offiziell werden Lügen und Halbwahrheiten verbreitet.
Das Ganze wird Propaganda genannt, aber da der Begriff im Dritten Reich gelitten hat, aktuell mit Public Relation – PR – oder Öffentlichkeitsarbeit, umschrieben.

Mike Pompeo – Wir logen, betrogen, wir stahlen

Seitens Medien oder Politik findet vor der Veröffentlichung oder Ausstrahlung von Nachrichten und Informationen eine Art interessenorientierte Zensur statt.
Aber in Deutschland gibt es keine Zensor!
OK! Also nachdem sie die „Korrektur-Enigma“ durchlaufen haben sollen sie dem deutschen Bürger begreiflich machen wer oder was in der Welt als gut gilt oder als böse einzuschätzen ist.

Feindbilder oder Sündenböcke werden erzeugt – oder es wird suggeriert, dass es eben so ist, wie es ist!

Die einstige DDR-Propaganda stützte sich einst zumeist noch auf Fakten oder zumindest nachvollziehbare Argumentationen – reagierte direkt auf Anfeindungen, Beschuldigungen oder Ereignisse.

Die Meinungsmacher, des wieder vereinten Deutschlands, halten sich wohl eher an die propagandistischen Lehren und Hinterlassenschaften ihrer US-Amerikanischen Vorbilder?
Ganz im Geiste Gustave Le Bons? Siehe Teil 1 meiner Ausführungen!
Immerhin hatten sie ja, während die DDR noch existierte, 40 Jahre Zeit zum Üben und praktizieren nunmehr in Perfektion.

Die in diesem Beitrag von mir analysierte TV-Dokumentation – Die Gesten der Mächtigen II  – ein Film von Klaus Kastenholz – weist aufgrund fehlender Substanz an sachlichen Fakten genau in diese  Richtung.

Leiden die Macher unter einem verordneten Realitätsverlust?

Von einem Journalisten der auszog der Wahrheit das Fürchten zu lehren: Scheinwirklichkeit durch Journalisten
Oder wie der „Druck“ von Vorgesetzten und Konsumenten zu Traumberichten führen kann – sozusagen von Träumern für Träumer oder aus der Inszenierung heraus direkt in die Traumrealität?

Unter dem Motto, es gibt nur die einzig wahre Meinung und die verkünden wir – alle anderen, die nicht unserer Meinung sind, sind gegen uns und unsere „Wertevorstellungen“.

Die Worte „Wertevorstellungen“ oder „Wertegemeinschaft“ sind trügerisch!
Denn jeder und so auch jede unabhängige Nation wird darunter, ähnlich wie unter dem Begriff „Demokratie“, etwas anderes verstehen.
Wir aber reden von DER „Wertegemeinschaft“ deren genaue Definition wohl nur der Bundeskanzlerin bekannt sein dürfte?

Was darüber hinaus an Meinungen, Tendenzen oder Entwicklungen vorhanden oder im Entstehen begriffen ist wird vorzugsweise als „unpassend“ angesehen?
Es sollte daher, so ist wohl die öffentliche politische Meinung und auch die der Medien, bekämpft, verunglimpft oder letztlich eliminiert werden?

Die Angst hinter diesem Vorgehen?
Andere Systeme, Entwicklungen oder Trends könnten ja letztlich besser sein als die von uns popularisierten?
Eventuell könnten Teile der Bevölkerung auf die Idee kommen dass wir, als Gesellschaft, von denen lernen oder unser eigenes System gar in Frage stellen könnten?
Das würde ja nun gar nicht gehen – oder?

Demagogie a la DDR, von ihr abgeschaut oder schon seit Jahrzehnten unbemerkt in abgewandelter Form auf einem „optimierteren“ Level, still und heimlich, selber praktiziert?
Als gestandener, ehemaliger DDR-Bürger würde ich auf letzteres tippen.

Viele von uns folgen dem von Bundeskanzlerin Merkel indirekt oder auch direkt vorgegebenen Motto: „Der Bürger, der dem Mainstream folgt, macht alles richtig!“
Na dann, was sollte da noch schief gehen?

Alles in allem eine Maschinerie die nur dem einen Zweck dient Menschen auf der ganzen Welt, im Sinne der Ziele anderer, zu manipulieren und zu beeinflussen.

George Orwell (1903 bis 1959) hatte dafür bereits ein gewisses Gespür:

Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.

Manipulationen oder Propagandaeinflüsse werden zumeist von den Konsumenten ungeprüft verinnerlicht.

Im ersten Teil –  Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (1) – habe ich bereits auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Gustave Le Bon 1895 hingewiesen.

Interessant ist, dass sich ein gewisses „vertrauensseliges und bereitwilliges“ Verhalten immer wieder seinen Weg an die Oberfläche bahnt.

Eine Begründung dafür wäre das egogeprägte Prestigedenken, das die Entwicklung der Menschen schon immer, sowohl negativ als auch positiv, beeinflusst hat.
Es äußert sich zumeist in einem gewissen Statusdenken, das Menschen in der Gesellschaft in privilegierte und weniger privilegierte aufteilt.
Als zweites wäre das „Mitläufersyndrom“ zu nennen, das Individualität und individuelles Denken in eine Art „inerte Masse“ einbindet und somit gezielt beeinflusst oder unterdrückt.

Beide folgen sie gewissen Zwängen, die zum einen in der Gesellschaft historisch gewachsen sind und zum anderen immer wieder aufs neue inszeniert werden.
Vorgegeben und geleitet von bestimmten Interessen und Strategien, von Menschen erdacht und angewandt, die andere Menschen, zu ihren Gunsten, beeinflussen sollen.
Sie zu willigen, gefügigen „Arbeitsameisen“ und Konsumenten formt und in ihren Bann zieht.

Einmal im Strom dieser Einflüsse gefangen gelingt es nur sehr wenigen daraus wieder Auszubrechen oder ihm zu entkommen.
Oft sind es schwerwiegende Vorgänge wie Rezessionen, Pleiten, der Verlust der Arbeit oder ähnliche, die mit sozialen Abstiegen und damit auch mit einer gewissen Zugänglichkeit des Verstandes für individuelle Einflüsse einhergehen.

Diese Art „Volksmasse“ hat es aus historischer Sicht schon immer gegeben – besonders auch in Deutschland.
Es ist aus historischer Sicht erwiesen dass es grundsätzlich der Masse dieser Bürger geschuldet war, dass es aufgrund ihres inerten Verhaltens zu gewissen unrühmlichen Entwicklungen kam, die letzten Endes im Chaos endeten.

Immer wieder gepaart mit der Anfälligkeit und Zugänglichkeit besonders junger Menschen, gegenüber Mainstreamideologien oder anderen politischen und gesellschaftlichen Einflüssen.
Sie sind ihnen praktisch immer wieder hilflos ausgeliefert.
Weil ihnen weder die Gesellschaft, noch die Politik und vielfach auch das Elternhaus keine ausgewogene Erziehung, Geborgenheit und Perspektiven bieten können oder gar wollen.

Junge Menschen und Politikversagen

Unbedachtes Konsumieren von Informationen macht blind gegenüber Manipulationen und schleichenden Veränderungen.

Ungebremstes Konsumdenken, die Suche nach Fun, Gemeinschaft und Geborgenheit lenkt von den eigentlichen Ursachen ab und schafft diverse Angriffsflächen für „wohlwollende“ oder „verführerische“ Angriffe oder negative Einflüsse von Außen.

Gewisse Statistiken belegen es!

Wie hoch ist der Anteil an Zuschauern der die hintergründige Propaganda oder Manipulation, die sich hinter diversen Medienausstrahlungen verbirgt, überhaupt noch bemerkt?
So auch in Hinblick auf die genannten TV-Dokumentationen.
Die meisten der Zuschauer werden wohl über die gezeigten und kommentierten Oberflächlichkeiten der Mächtigen mehr oder weniger belustigt sein?
Andere wiederum fühlen sich in ihrer Meinung bestätigt oder schalten einfach auf ein anderes Programm um.

Wer von ihnen aber hinterfragt in etwa so: „Na hallo? Was interpretieren die denn da für ein sinnloses Zeug in die Videos hinein und vor allem wen interessiert wirklich warum einer der Politiker lächelt und der andere nicht“?

Warum hinterfragen sehr viele nicht?
Kein Interesse – einfach nur Glotze an und reinschauen – wenns nicht passt weiter zappen?
Die Hauptbeweggründe der Zuschauer – neben Sky, Netflix und Co.?
Zusehen, zuhören, leidenschaftslos, oberflächlich verinnerlichen was einem von den Medien vorgesetzt wird.

Mehr Werbung als Film – egal?
Dann wird eben gestreamt – ohne News – wozu gibt es soziale Medien?
Zumindest eine Alternative!

Erklärt sich damit auch die Frage warum die TV-Sender kaum qualitativ hochwertige Sendungen auszustrahlen?
Vielseitigere Informationsangebote – über DPA und Co. hinausgehend – vor allem unabhängiger berichtet oder kommentiert?

Mein Anliegen wird es auch in diesem Beitrag sein, die diversen oberflächlichen Analysen und Kommentare in – Die Gesten der Mächtigen II  – sachlich ins Reich der „Überflüssigkeit“ zu befördern.

Es gibt meines Erachtens nichts schlimmeres oder auch kaum etwas verführerisches als dem oberflächlichen Äußeren zu verfallen – also auf den Leim zu gehen?
Alleine schon die Partnerwahl kann hinsichtlich Fehlbewertungen, die aus dem Äußeren des jeweiligen Gegenübers resultieren, zu einer Irrfahrt der Gefühle werden.

Die leichtgläubige Bevorzugung von Äußerlichkeiten, Oberflächlichkeiten oder Nichtigkeiten endet zumeist in Enttäuschungen – zusammengefasst in mehr Schein als Sein.
Sie führt zu Fehlinterpretationen, dem Festhalten oder gar anklammern an falsche Ideale oder dazu sich auf irreführende Standpunkte oder Meinungen einzulassen und zu versteifen.
Schlimmstenfalls führen sie in schlimme Abhängigkeiten.

Im Umkehrfall können sie aber auch, wenn einige dezent mit der Nase drauf gestoßen werden oder es gelingt ihre Blicke über den Tellerrand schweifen zu lassen, zu neuen oder ganz anderen Erkenntnissen führen?
Was für sehr festgefahrene „Mainstream-Meinungen“ sehr hilfreich und erlösend sein könnte?
Mut haben- einfach mal testen und dann raus aus der Mainstream-Blase!

Es ist möglich! Habe es selber praktiziert und bin keine Ausnahme!  

Also genießen wir alle das im Grundgesetzt verankerte Recht der Meinungsfreiheit (gemäß Artikel 5), so, wie die Medien es mit der Medienfreiheit tun.

Vorher definierte Resultate werden in vorhandenes (stilles) Archivmaterial hineininterpretiert

Da ich im ersten Teil meiner Ausführungen –  Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (1) – bereits ausführlich auf diverse Zusammenhänge, zwischen strategisch politischen Zielen sowie des engen Zusammenwirkens von Politik und Medien eingegangen bin, werde ich versuchen Ihnen und mir das im zweiten zu ersparen.

Voreingenommenheit, egal ob aus persönlicher Überzeugung oder nicht, führt im Journalisten-, Redakteurs- oder Reporteralltag zu subjektiv beeinflussten Artikeln, Nachrichten oder Kommentaren.
Finanzielle, politische Abhängigkeiten oder auch die „Befehle“ der Vorgesetzten schaffen dafür ideale und direkte Voraussetzungen.
Diejenigen Reporter, Journalisten, Redakteure oder Dokumentaristen, die sich auf dieses Glatteises begeben, berichten faktisch kaum noch objektiv!

Die wenigsten Journalisten recherchieren noch selber oder bekommen ihre Informationen von unabhängigen Informanten.
Und wenn doch sehen sie sich gezwungen die subjektiven Zwänge, die auf sie einwirken und ihre Existenz gefährden könnten, zu berücksichtigen.
Daher berichten sie, auch wenn sie selber vor Ort recherchieren, linientreu angepasst aus den Ländern die in der Kritik stehen oder eben Sachverhalte ähnlicher Natur.
Warum?
Weil sie ansonsten nicht abgenommen, honoriert oder gesendet werden – kein Lohn!

Diese Prämissen stehen auch im Vordergrund wenn von den Machern, aus vorhandenem Videomaterial, Dokumentarberichte erstellt werden.
Das Ziel wird automatisch sein sie, Getreu der Vorgaben der Sender, in das „Korsett“ medienwirksamer und linienkonformer Beiträge einzupassen.
Nur so lassen sich die Beiträge vermarkten – nur so  konnten einst in der DDR Filme und Musik produziert werden – diese Ähnlichkeiten?

Orson Welles Hörspiel „War of the Worlds“ trieb vor allem in New Yorck die Menschen vor Angst und Panik auf die Straße – was für ein Quotenbringer?
Aktuell geht es den Machern von Nachrichten und TV-Dokumentationen nicht so sehr darum Panik auszulösen – was aber auch dazuzählen könnte – siehe Corona?
Dafür darum das Vertrauen der Menschen nutzend, ihr Denken und Handeln in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Ein Versuch die Reaktion der Zuschauer auf ein etwaiges Ereignis zukünftiger Art zu testen?
Plumper oder arroganter geht es wohl kaum: Claus Kleber und das Heute Journal

Aber zurück zur Voreingenommenheit oder überheblichen Ausgangsposition einiger Journalisten.
Sind sie ein Grund dafür, dass auch im zweiten Teil der TV-Dokumentation wirklich wichtige, grundlegende Merkmale unberücksichtigt blieben?
Die Charaktereigenschaften oder die Mentalität der „beobachteten“ Politiker?
Die Traditionen, Bräuche sowie die Geschichte der Länder aus denen sie stammen?

Wie ist es möglich sachlich über Gesten von Politikern zu berichten, wenn ich diese die Menschen formende Einflüsse ausklammere?
Eine grundsätzlich oberflächliche Herangehensweise der Macher, die ich bereits im ersten Teil bemängelte.

Fazit, in beiden Teilen der TV-Dokumentation Die Gesten der Mächtigen“ wurden lediglich unwichtige Äußerlichkeiten herausgearbeitet und dem Zuschauer, mit der Ausstrahlung, als sach- und fachkundig kommentiert serviert.

Wem das genügt – OK.
Wer seine Meinung darin bestätigt sieht und sich köstlich über die kleinen sorgfältig ausgewählten „Spielchen“ der Mächtigen, wenn es denn überhaupt welche sind, amüsieren kann – OK?

Für meine Begriffe war im zweiten Teil lediglich eine Expertin in der Lage oder so objektiv, sachlich fundierte Einschätzungen zu formulieren.

Wirklich geistigen Ansprüchen können solche TV-Sendung jedenfalls nicht gerecht werden, was zugleich die Frage nach dem Sinn ihrer Ausstrahlungen aufwirft?

Das Ergebnis ist immer wieder das gleiche

Wie auch im ersten Teil  Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (1) möchte ich auch in diesem Beitrag meinen persönlichen Eindruck zum Inhalt der TV-Dokumentation – Die Gesten der Mächtigen II  – wiedergeben.
Anschließend werde ich versuchen die drei neuen „mächtigen“ Politiker, aus dem zweiten Teil, einer sachlichen Analyse zu unterziehen.

Meine erste Feststellung ist dass die Analyseergebnisse der Experten aus dem ersten Teil, Präsident Trump, Präsident Putin und Bundeskanzlerin Merkel betreffend, auch im zweiten Teil, indirekt oder nebenbei, noch einmal bestätigt und untermauert wurden.

Als Sieger im zweiten Teil steht der liebenswerte Monsieur Macron, der ein liebevoll, freundschaftliches Verhältnis zu Frau Merkel hat, als absoluter Sieger fest.
Gefolgt von Herrn Erdogan der irgendwie unnahbar ist.
Als Schlusslicht, Kim Jong-Un, der irgendwie anders ist.

Präsident Trump agierte auch im zweiten Teil wie ein Rodeo-Athlet, wohingegen Frau Merkel sich als ein gewachsenes und gefestigtes Politformat offenbarte.

Verbirgt sich hinter dieser Vermittlung dieser Informationen etwas neues?
Etwas was die Bundesbürger nicht schon aus Funk, Fernsehen oder Presse wissen?
Was kostet dem öffentlich rechtlichen Sendern so eine TV-Dokumentation?

Im Folgenden zu meinen Eindrücken, die ich aus dem Ansehen des zweiten Teils der Dokumentation verinnerlich oder mitgenommen habe.

Gleich zu Beginn ist mir die These eines Experten aufgefallen der verlauten ließ, dass die Auftritte der Mächtigen derart pompös sind, dass sie kaum noch Raum für echte Gefühlsäußerungen lassen.
Um es gleich vorweg zu nehmen, diesen Eindruck hatte ich an keiner Stelle dieser TV-Dokumentation!

Als Experten wurden zurate gezogen, ein Kommunikationswissenschaftler, ein Politjournalist, ein Netzjournalist, ein ehemaliger Chefredakteur, eine Publizistin sowie eine Expertin für Körpersprache.

Und los geht es – meine Eindrücke:

Oberster Führer/Generalsekretär der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) – Kim Jong-Un

Er ist gewissermaßen nervös, geht auf Präsident Trump zu, der seine Schritte angepasst hat – Kim ist langsamer – Trump bleibt stehen und wartet – beide wirken wie aus einem Comic.
Unfassbar sagt ein Experte, das kann nur ein Film sein, die beiden ganz nah beieinander, welch Wunder!
Die „Lie to me“- also Mimik-Experten – erkennen dass das Lächeln der beiden nur aufgesetzt ist – ein kurzer Clip aus der Serie „Lie to me“ soll die Wertigkeit ihrer Aussagen unterstreichen.
Sie schütteln sich die Hände, einer „stiert“ Luftlöcher der andere sieht weg.
Seite an Seite sitzen ein, nach westlicher „Bezeichnung“, Vertreter eines brutalen Unterdrückungsregimes und einer der freiheitlichsten Demokratien der Welt.

Der eine von ihnen, der brutale Unterdrücker, demonstriert in seinem Land militärische Stärke und provoziert die Weltgemeinschaft mit Atomtests, während der andere unschuldig dreinschaut und nur das beste will.
Weil ja die USA keine militärische Stärke demonstrieren, in der Region keine Strategien gegen China vertreten und andere Nationen nicht unterdrücken sondern ihnen die Freiheit bringen.

Einen Coach hat er Kim nicht nötig.

Er hat eine Schweizer Schule besucht – wurde also westlich geprägt.
Nach seiner OP am Bein zeigte er sich seinem Volk mit einer Gehhilfe, was Stärke zeigen sollte.

Zudem hat er einen großen Clou gelandet, denn er versuchte sich Südkorea anzunähern – einfach so, ohne zu fragen?
Allerdings lächelte er nicht so freundlich, war ein wenig abweisend, praktisch herzlos.
Ganz anders als sein Südkoreanisches Pendant Moon Jae-in, der wesentlich freundlicher war.

Staatspräsident Frankreichs – Emanuel Macron

Er ist ein Senkrechtstarter, der aus wohlhabendem Hause stammt und inszeniert sich als politische Lichtgestalt.
Bei seinem Wahlsiegt 2017 reißt er die Arme hoch, lacht aber nicht – also nur die Arme hoch!

Ähnlich Präsident Obama mit dem unvergesslichen „Yes we can!“, der Heilsbringer.

Und dann hat er doch bei seiner Rede vergessen zu sagen – „Vive la France“, welch Sakrileg.
Zudem hat sich seine Stimme überschlagen und mit ausgebreiteten Armen hat er eine göttliche Pose gezeigt.
Als Krönung der Frechheit feiert er seinen Sieg auch noch im teuersten Lokal von Paris!

Die Ehefrau coacht ihn, was zu einer Art Protest-Mine in seinem Gesicht führt – sollte er lieber lassen – passt nicht wenn der Ehepartner so etwas macht.

Beim Besuch Putins gehen beide Präsidenten schnellen Schrittes aufeinander zu – wie ist das nur möglich – wo bleiben da die Regeln?
Präsident Macron macht sofort klar, dass er ein harter Typ ist und besteht darauf dass Russland seine Wahl gehackt und Le Pen, seine Widersacherin, unterstützt hat.
Präsident Putin hat diesen Teil der Ansprache wohl überhört, denn er reagiert darauf nicht?

Er ist ein Präsident der Reichen und hat die Möglichkeiten der Nutzung digitaler Kanäle erkannt.
Eben ein Kind seiner Zeit – sehr vorbildlich!

Präsident Trump benimmt sich bei einem Treffen wieder wie ein Cowboy – er hält die Hand von Monsieur Macron fest – dieser lächelt erst als sie endlich wieder losgelassen wird.
Ist schon peinlich mit einer Hand im Schraubstock?

Ja und ein Höhepunkt ist der Besuch der Bundeskanzlerin.
Sie eilen beide aufeinander zu.
Es waren nur wenige Schritte notwendig, denn Frau Merkel wurde näher herangefahren und ja dann drücken sie sich herzlich mit einem „Beinahe-Küsschen“.
Was natürlich von vornherein so geplant war – Aufzeigen eines guten Verhältnisses.

Präsident der Republik Türkei – Recep Tayyip Erdoğan

Er musste bei seinem Besuch in Frankreich einen langen Weg bis zu Monsieur Macron zurücklegen.
Als die beiden dann zusammentreffen hat Monsieur Macron den linken Fuß nach außen gestellt.
Was von den Experten als „Fluchtintuition“ gewertet wird – das sollten wir uns alle merken – Fuß nach außen, Fluchtgefahr!

Letztlich macht Herr Erdogan eine freundliche Handgeste.
In seiner Residenz agiert er königlich, ähnlich einem altosmanischen Herrscher.
Zudem ist er unberechenbar!

Bei seiner Wahl 2013 trat er als Modernisierer an.

Anlässlich des Besuches von Frau Merkel, im Herbst 2015, blieb er stehen und ließ sie auf sich zukommen – mit ernster Mine.
Bundeskanzlerin Merkel übergeht das aber selbstbewusst.
Und dann noch der Fauxpas beim Händeschütteln, wie konnte sie nur seine ausgestreckte Hand übersehen?
Er hätte doch vorher Ton geben können – aber auch!

Es werden sogar ein paar richtige oder wichtige Fakten verkündet:

Während des „dubiosen“ Putschversuches 2016 ruft er sein Volk, unberührt, zum Widerstand auf.
Nachdem der Putsch misslungen war macht er Jagd auf seine Kritiker.
2017 drückt er eine Verfassungsänderung durch.

Seine Lebensorientierung ist der Koran, sein Glaube der Islam – er entstammt dem gehobenerem Volke.
Seine ersten Reden waren wohl noch nicht gecoacht und auch wesentlich engagierter?
Seine freundliche Ausstrahlung jüngerer Jahre ist einer ernsteren gewichen.

Derzeit kommt Protest hauptsächlich aus den Reihen der Jugendlichen auf.
2015/16 – im Zuge des Flüchtlingsproblems droht Herr Erdogan mit der Grenzöffnung.

Er gibt sich als unangefochtener Herrscher – ähnlich Präsident Putin, aber politisch anders orientiert.

Die Präsidenten Trump und Erdogan sind sich offensichtlich nicht ganz „grün“.
Beim Fotoshooting würdigten sie sich kaum eines Blickes – Erdogan bleibt aber höflich!

Objektives Herangehen führt zu sachlich fundierteren Ergebnissen

Ich versuche jetzt aus objektiverer Sicht, gepaart mit einem Schuss „Psychologie“ das Wirken der Politiker realistisch zu erfassen.

Grundsätzlich spielen Mentalität und Charakter der Politiker eine entscheidende Rolle!
Besonders auch weil die hier betrachteten aus verschiedenen Nationen stammen, in denen es unterschiedliche Bräuche und Religionen gibt.
Auch der religiöse Glaube hat großen Einfluss auf ihr Verhalten.
Nicht zu unterschätzen ist auch die historische Vergangenheit der Nation, der sie vorstehen.

Mentalität oder Religion als grundlegende Norm menschlichen Handelns

Oberste Führer/Generalsekretär der Demokratischen Volksrepublik Korea – Kim Jong-Un

Kim Jong-Un ist von Geburt her asiatischer Abstammung!
Asiatische Menschen und Kulturen zeichnen sich durch andere Mentalitäten als Europäer oder Amerikaner aus.
In Nordkorea ist der Buddhismus oder Konfuzianismus vertreten, aber praktiziert wir zumeist das Juche, eine Staatsideologie.

Das Verhalten von Asiaten ist vom Grunde her gastfreundlich, herzlich, auch ein wenig ruhig, zurückhaltend.
Sie legen viel Wert auf Umgangsformen, Sitten, Gebräuche und Riten.

Kim Jong-Un sieht sich in seinem Land als Herrscher, als alleiniger Führer seines Volkes.
Er erwartet von seinem Volk und besonders auch von außenstehenden, dass ihm als Führer, die gebührende Achtung entgegengebracht wird.
Vergleichbar mit vielen historischen aber auch noch vorhandenen Dynastien.

Staatspräsident von Frankreich – Emmanuel Macron

Emmanuel Macron ist ein stolzer Vertreter der französischen Nation.
Seinem Ego nach wäre er mit Kaiser Napoleon I. vergleichbar.
Seinem Glauben nach ist er Katholischer Konfession.

Die Französische Geschichte zeigt dass die Bürger Frankreichs, ihrem Wesen nach, schon immer rebellisch und dem Neuen gegenüber aufgeschlossen waren.
Er entstammt dem „Land der Liebe“, was sowohl seinem angeborenen Charme als auch seine Unbefangenheit, gegenüber dem weiblichen Geschlecht, widerspiegelt.
Er entstammt der Mittelschicht – weshalb er ihr auch eher zugetan sein wird und sein Streben mehr oder weniger elitenorientiert sein dürfte.

Präsident der Republik Türkei – Recep Tayyip Erdoğan

Die Türkei befindet sich geographisch am östlichen Rand Europas – kleinerer Teil – mit dem Übergang nach Vorderasien – restliches Territorium.
Sie hat eine lange historische Tradition besonders auch in Hinblick auf die einstige Größe und die Macht des Osmanischen Reiches.
Recep Tayyip Erdoğan ist in der Türkei geboren und stark im islamischem Glauben verwurzelt.

Ähnlich wie Kim Jong-Un legt er viel Wert auf die Einhaltung landesspezifischer Sitten und Gebräuche, wie auch der religiösen Umgangsformen.

Im Geiste sieht er sich wohl mit dem einstigen Begründer der Republik Türkei, Atatürk, verbunden, möchte ihm nacheifern und sein eigenes Reich etablieren.
Sein Wesen ist von Stolz, einem gewissen Egoismus, Nationalismus, eventuell Narzissmus und Rassismus als auch „Härte“ erfüllt.

Der Charakter ist das, was den Menschen ausmacht

Emanuel Macron

Herr Macron kommt aus gut bürgerlichem Hause und hat sich bereits in jungen Jahren für die Politik interessiert.
Er ist neuem gegenüber aufgeschlossen und träumt von einem starken Frankreich, im Sinne der Eliten, für die er sich engagiert.
Sein Verhältnis zu den USA scheint eher diffiziler Art zu sein – zumindest was die Trump-Ära betrifft.
Sein „gutes“ Verhältnis zu Frau Merkel, das er pflegt, zeugt auch von seiner Intuition zusammen mit Deutschland eine Führungsrolle zu übernehmen.
Eine Europäischen Armee und der militärische Blick ins Weltall zeugen bereits von einem gewissen „Großmachtstreben“.

Ehrgeiz und Visionen:

Der französische Präsident ist wohl der einzige, aus den westlichen Industrienationen, mit Visionen?
Wenn es denn wirklich welche sind, denn der Begriff „politischer Ehrgeiz“ würde wohl eher zutreffend sein?

Aber dennoch fällt er immer wieder mit gewissen Vorschlägen auf!
Aus seiner Warte sieht er Frankreich, gegenüber Deutschland, mindestens ebenbürtig.
Wenn nicht gar bedeutender und beansprucht die Führungsposition in der EU – sein Ziel ist Frankreich wieder zu alter Stärke zu führen.
Was hinderlich sein könnte ist die Frage ob die französische Wirtschaft diesen Anspruch grundsätzlich auch stützen kann und ob sein Volk das möchte?

Das französische Volk hatte während der Wahl Monsieur Macrons umfunktioniertes, französisches „Yes we can“ freudig unterstützt.
Schließlich musste es einsehen, das sein „Vive La France – Vive la Republique“ mehr für ihn selber, die Elite, als für sie gedacht war.

Nicht zu unterschätzen ist auch der radikale islamische Einfluss der sich in Frankreich immer weiter ausbreitet.
Er verfügt über einen starken Ehrgeiz der sich zeitweise in einer gewisser „Kontraposition“, gegenüber den USA, aber auch dem politischen Willen zur militärischen Erstarkung äußert.

Dennoch sollte nicht die schon beinahe traditionelle Verbundenheit der Staaten USA, Großbritannien und Frankreich außer Acht gelassen werden.
Bisher haben sie immer miteinander agiert!

Die französischen Rüstungskonzerne möchten ja auch verdienen.
Bei näherer Betrachtung ergibt sich ein anderes Bild.

Im Spiel der Kräfte hat sich Monsieur Macron nämlich bereits für die Errichtung von US-Basen auf französischem Gebiet entschieden – was General de Gaulle einst grundsätzlich ablehnte.
Er war einst für Unabhängigkeit – aber die Zeiten ändern sich!
Besonders auch im Hinblick auf die angestrebte Neue Weltordnung – also warum nicht auch „Vasalle“ werden oder sein?

Vergleichbar mit Bundeskanzlerin Merkel, die es ebenfalls getan hat.
So hat auch er sich bereits – im Auftrage seines Volkes? – für die Rolle Frankreichs, im Zuge der Erschaffung der Neuen Weltordnung – NWO -, entschieden und den Führungsanspruch der USA akzeptiert.

Warum ist er dann, genau wie die Bundesregierung, von der Weltraummilitarisierung und der militärischen Führungsrolle beider Staaten innerhalb der EU angetan?
Weil sie sicherlich unter US-Befehl stehen wird und die Kosten für derartige Projekte, den deutschen und französischen Bürgern gegenüber, besser begründet werden können?
Beide Rüstungsindustrien werden zudem Profitieren – oder?

Innenpolitisch hat sich Monsieur Macron, seiner „Elitenfreundlichkeit“ geschuldet, einiges an Kritik aus der Bevölkerung, endlosen Gelbwestendemos sowie brutalen Niederschlagungen dieser, aufgebürdet.
Radikale Islamisten haben es geschafft sich erfolgreich unter das demonstrierende Volk zu mischen,.
Innenpolitik – welch Ballast – aber sie ist es um die er sich, ähnlich wie Frau Merkel auch, massiv kümmern sollte.

Der von den USA ausgelöste globale Flüchtlingsstrom, gepaart mit den von den USA geförderten IS-Aktivitäten, haben es ermöglicht dass sich radikal islamische und militärisch ausgebildete IS-Kräfte in Europa breitmachen konnten.
Gefördert vom unkontrollierbaren Einreiseprogramm der Bundeskanzlerin Merkel geführten Bundesregierung.
Nach und nach sind die Auswirkungen im westlichen Europa zu spüren und das wird sicherlich erst der Anfang sein.
Vor allem auch weil gewisse Ereignisse heruntergespielt, verschleiert oder versucht wird sie anderen Strömungen unterzuschieben.

Auch die Aktivitäten von Präsident Erdogan, der ein Kurdenproblem hat und sein Land von Nicht-Türken reinigen möchte, werden nicht nur Deutschland noch große Kopfschmerzen bereiten.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass er zwar liebenswert, nett erscheint und daher, Expertenoberflächlich betrachtet, zu den Guten zählt der auch wunderbar mit Frau Merkel kann.
Anders betrachtet, auch Mr. Obama hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und hat hinterrücks mit dem IS „geliebäugelt“ oder diverse totbringende Drohneneinsätze befohlen.

Recep Tayyip Erdoğan

Präsident Erdogan stammt aus einer Seemannsfamilie und kennt somit auch die Höhen und Tiefen der unteren Mittelschicht.
Seine Erziehung und sein tiefer Glauben ließen ihn den geistlichen Bildungsweg einschlagen und erfolgreich abschließen.
Er fühlt sich als Patriot der sein Land zu neuer Stärke und internationalem Ansehen führen will.
Ähnlich wie auch bei Präsident Putin ist es für eine sachliche Analyse praktisch unerlässlich die Geschichte seines Landes, sowie die Religionen und die Mentalität der Menschen zu berücksichtigen, die mit ihm verwurzelt sind und in ihm leben.

Ehrgeiz und Visionen:

Auch wieder ähnlich Präsident Putin, verfügt er über einen starken Ehrgeiz und zugleich über sehr konkrete Visionen.
Unter seiner Führung soll die Türkei neu erblühen, womit er an die lange Tradition einstiger, mächtiger Osmanischer Herrscher sowie letztlich Atatürks anknüpfen möchte.
Diese Vision formt oder stützt in gewisser Weise auch das Wesen seiner Persönlichkeit sowie seines Auftretens in der Öffentlichkeit.

Im Unterschied zu Präsident Putin beruft er sich jedoch auf die Ideologie der ethnischen Überlegenheit – vergleichbar mit dem Ariertum eines bekannten deutschen Diktators.

Für ihn sind die Türken Nachfahren Attilas – sie bilden eine überlegene Rasse und sind berufen die Welt zu beherrschen.
Ihre Seele ist der Islam! (Nachzulesen Thierry Meyssan Voltaire Netzwerk).
Das EU-Türkei-Abkommen vom 18.03.2016 gibt ihm praktisch freie Hand dafür, die Türken peu a peu zu einen und sie von fremden Elementen wie Kurden und Christen zu befreien – siehe auch  Peter Orzechowski – Durch globales Chaos in die Neue Weltordnung – Seite 124ff.

Er sieht sich als absoluten Herrscher, reagiert empfindlich auf Kritik, was er sagt ist für ihn Gesetz.
Auch er scheint die Einflussnahme/Bevormundung seitens der USA sowie der EU als „lästig“ zu empfinden.
Er wird von der EU hingehalten und zugleich unterschätzt.
Dennoch tänzelt er im Interesse seiner Machtgelüste zwischen Ost und West hin und her.

Der Westen lässt ihn gewähren!
Noch ist sein Land in der Nato und noch könnte man ihn ja gebrauchen – klingt irgendwie bekannt – oder?
Zumal die Ostgrenze der Türkei an Georgien, Armenien und den Iran grenzt – soll die Landroute der neuen Seidenstraße nicht auch durch die Türkei und dem Iran verlaufen?
Ihre Fertigstellung dürfte nicht im Sinne der USA sein?

Ein Spielball seines Ehrgeizes der ihn wohl noch eine Weile „herumhüpfen“ lassen wird und sich irgendwann in eine Katastrophe entladen könnte?
Vom Westen gestützt und geduldet, von Bundeskanzlerin Merkel 2015, mit der Grenzöffnung oder Einladung zur Einreise aller Migranten, das Tor zur erfolgreichen Umsetzung seiner Visionen weit geöffnet.

Es sei denn die Bedingungen nach dem „Great Reset“ und die endgültige Weichenstellung in Richtung „Neue Weltordnung – NWO -“ schaffen in absehbarer Zeit klarere Verhältnisse.
Derzeit zieht er wohl eine berechenbarere Zusammenarbeit mit Russland vor und legt sogar seine aggressiven Ziele gegen die Kurden, zumindest vorübergehend, auf Eis?
Wer weiß wie lange es dauert bis er wieder andere Witterung aufnimmt?

Mit diesem Wissens erscheint das von den Experten der TV-Doku analysierte Verhalten des Präsidenten Erdogan unter einem ganz anderen Licht?
Von Bla Bla zu Hintergrundwissen und so sollte es doch sein, dafür sind doch die Medien da – oder?

Beim gezeigten Besuch von Frau Merkel in der Türkei war das Verhältnis beider Staaten, praktisch wie in letzter Zeit immer, angespannt.

Die deutschen Medien und auch bestimmte „Komiker“ taten in dieser Zeit alles um diese Anspannung auch aufrecht zu erhalten.
Die Videomitschnitte, die durchaus auch anders gedeutet werden könnten, zeigen eine politisch gewachsene Frau Merkel und einen rohen trotzigen Herrn Erdogan.
Was sie verschweigen sind Hintergründe die sein Verhalten begründen könnten.

Er wurde von seinen Bürgern gewählt.
Genauso wie Frau Merkel oder Monsieur Macron – sie wurden von ihren Bürgern gewählt.

Genau das ist es was gewisse Politiker und Medien endlich akzeptieren sollten – die Völker wählen ihre „Chefs“ und werden zu gegebener Zeit selber aufstehen oder abändern wenn es die falschen waren!
Das scheinen die USA, die EU und diverse west-/osteuropäische Staaten einfach nicht verstehen zu wollen?

Kim Jong-Un

Kim Jong-Un entstammt dem Elternhaus von Kim Jong-Il, der wiederum ein Sohn des Gründers der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) Kim Il-sung ist.
Er entstammt demzufolge einer mächtigen Familiendynastie in der sich, ähnlich wie in einer Monarchie, der jeweilig nachfolgende Führer aus den Nachkommen rekrutiert.
Historisch betrachtet gibt es weltweit diverse Belege für despotische Herrscher und ihre Nachfolger – Kim Jong-Un bildet also keine Ausnahme.

Über seinen Besuch einer Schweizer Schule wird spekuliert.
Wie so oft in diesen Fällen der Rekrutierung des Nachfolgers eines Regenten aus dem eigenen Familiennachwuchs, entsteht die Frage ob er für diese Funktion geeignet und die richtige zukunftsträchtige Wahl ist.
Wieder aus historischer Sicht gibt es weltweit diverse Beispiele von mehr oder weniger erfolgsgekrönten Nachfolgern von Oberhäuptern.
Letztlich regierten sie entweder zu Lasten des Landes, was besonders auch immer wieder der Bevölkerung traf oder zu dessen Wohle – aber auch dann zumeist zu Lasten des Volkes.

Das Missverhältnis zu Nordkorea, das sich letztlich nach Ende des Koreakrieges und der folgenden Teilung ergab, ist letztlich auch den USA und mittlerweile auch dem Verhalten der Europäischen Union, inklusive einiger westeuropäischer Industriestaaten, geschuldet.
Bereits sein Vater Kim Jong-Il versuchte „alles“ um die Anerkennung der USA zu erringen oder auch der USA auf Augenhöhe begegnen zu können.
Ähnlich Kuba und andere Nationen begegneten ihm stattdessen Ablehnung und Sanktionen.

Ein vorhandener Wille der USA zum Einlenken hätte gewisse „Schieflagen“, die nunmehr seit vielen Jahrzehnten bestehen und letztlich zu Lasten der betroffenen Völker gehen, eventuell bereits beenden oder beseitigen können.

An dieser Stelle wird besonders sichtbar, wie sich die Interessen der USA grundsätzlich gegen die Völker richten, die sich ihrem Einfluss entziehen oder nicht nach ihrer „Pfeife“ tanzen wollen.
Auch während des Koreakrieges hat die USA durchaus gezeigt, ähnlich wie später in Vietnam, dass ihnen das Durchführen von Massakern, auch unter Verbündeten, nicht fremd ist – obwohl sie als Freunde kamen.

Auch die damaligen Atombombenabwürfe auf Japan haben ihre Wirkung bei der Nordkoreanischen Führung nicht verfehlt!
In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die teils sinnlosen Bombardierungen deutscher Großstädte erinnern, die aber Großfabriken mit US-Beteiligung ausließen.

Nicht desto Trotz, die teils unberechenbare Politik Kim Jong-Uns ist gefährlich, das sie urplötzlich das Kräfteverhältnis in diesem Raum ändern könnte.
Die Strategien von USA und EU richten sich in dieser Region gegen China.
Ein unberechenbarer Führer Nordkoreas stellt für die Hauptmächte Russland, China und USA in jeder Hinsicht ein Unsicherheitsfaktor dar und könnte schnell zum „Brandherd“ werden.

Ehrgeiz und  Visionen:

Sicher hat er Vision, ähnlich Präsident Erdogan, sein Land zu Wohlstand und Ansehen zu führen.
Zudem hat er den Ehrgeiz zu beweisen, dass er seinen Vorgängern ebenbürtig ist und seine Macht zu erhalten.
Ein Mittel um das umsetzen zu können ist, dass er auf die atomare Aufrüstung setzt, um mit den USA auf Augenhöhe verhandeln zu können.
Muhammad al-Gaddafi – Staatsoberhaupt von Libyen –  vertraute einst den USA und verzichtete auf die atomare Aufrüstung – mit dem Resultat seines Sturzes, organisiert von den USA.

In seinem Land ist er der unangefochtene Führer, wird von allen Verehrt und erwartet von jedem, entsprechend respektiert zu werden.
Der gewisse Druck seitens des Staates wird die Verehrung fördern, aber grundsätzlich handelt es sich um ein souveränes Land!
In seiner offiziellen Rolle als Staatsoberhaupt ist er mittlerweile erfahren, aber auch auf seinen Status fixiert.
Lockeres Lächeln oder dankende Gesten fallen ihm schwer wenn er sich nicht im vertrauten Umkreis bewegt.

Sein Charakter ähnelt gewisser weise sogar dem von Präsident Trump, der auch als verzogener Reichensohn gewohnt ist, dass vor ihm gekuscht wird und Wünsche bedingungslos erfüllt werden.

Im Gegensatz zu anderen Asiaten, die praktisch zu allen Gelegenheiten lächeln und Höflichkeit „vorspielen“, erfolgt es bei ihm eher verhalten.
Das kann durchaus eine Charaktereigenschaft sein.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass Videosequenzen und Kommentare der Experten ihn quasi als mehr oder weniger „ausgeflippten“ Despoten“ darstellen.
Ein losgelassener Irrer, der mit Raketen spielt?

Was eine gravierende Fehleinschätzung darstellt!

Alleinherrscher, aber auch führende Politiker in einer Demokratie, entwickeln im Laufe ihrer Regentschaft so etwas wie ein egomanes Selbstverständnis das irgendwann in eine Art Diktatur umschwenken kann.

Wir erkennen diesen Vorgang auch bei Bundeskanzlerin Merkel, die sich praktisch unverblümt in Wahlergebnisse einmischt oder Entscheidungen trifft, die das Parlament ausklammern.
Daher sind die Legislaturperioden in vielen Ländern auf eine bestimmte Anzahl oder Jahre befristet.
In Deutschland leider nicht!

Kim Jong-Un stammt aus einer Familiendynastie, ist sich seiner Macht durchaus bewusst, was sich jederzeit positiv oder auch negativ auswirken kann.
Vergleichbar mit der Machtposition von Mao Tse-Tung aus der dennoch letztlich die Wirtschaftsmacht China hervorgegangen ist, deren Entwicklung noch sehr interessant werden könnte.

Aber auch die Politik der USA wird von einer elitären Dynastie bestimmt, die mit anderen Dynastien der Welt eng vernetzt ist.
Die von sich behauptet Gottes Befehle zu befolgen und damit die richtigen Entscheidungen für das amerikanische Volk und die Völker der ganzen Welt zu treffen.
Auch irre – oder?

Die TV-Dokumentation erstellt für arglose Gemüter mit oberflächliche Aussagen

Meines Erachtens übertrifft der zweite Teil der TV-Dokumentation – Die Gesten der Mächtigen II noch die Oberflächlichkeit des ersten Teils.
Auch im zweiten Teil zieht sich die praktisch unwichtige Hauptaussage, wer die Guten und wer die Bösen sind, wie ein roter Faden durch die Sendung.

Ohne viel Aufwand hineininterpretiert in speziell herausgefischte und themenbestimmt kommentierte Videosequenzen.
Es wurde bewusst oder unbewusst vermieden auf sachliche Details einzugehen.

Die Frage ist warum bei derart hochrangigen Treffen nicht grundsätzlich auf überflüssige oder ausgedehnte Empfangsszenarien verzichtet wird?
Pressetermin, Fotos anfertigen, Fragen der Journalisten und offizielles Kommunique für jeden Teilnehmer – fertig!
Wenn notwendig eine ausführliche Pressekonferenz!

Die Inhalte beider Teile entsprechen grundsätzlich dem Niveau der Glanz- und Glimmerpresse – auch bunte Presse genannt.
Lustig zu lesen, viel Tratsch und Vermutungen aber praktisch nichts dahinter außer Papier bzw. Sendezeit- und Energieverschwendung.
Die gezeigten Videoclips würden sich sicherlich wunderbar in eine Satiresendung integrieren lassen.

Weiterführende sachliche Inhalte sind Fehlanzeige!

Sinn und Zweck, neben dem medialen „Dauerfeuer“ noch einmal mit gezielten „Böllern“ auf die Gehirne der Konsumenten zielen und feuern.
Gehirnwäsche am laufenden Band mit „leistungsstarken“ Höhepunkten?

Wie schrieb Gustave le Bon doch gleich im Jahre 1895 in seinem Werk – „Die Psychologie der Massen“:„… dass die Massen durch logische Beweise nicht zu beeinflussen sind und nur grobe Ideenverbindungen begreifen. Deshalb wenden sich die Redner an ihre Gefühle und niemals an die Vernunft. Die Gesetze der Logik haben keinen Einfluss auf sie…“

Auf die Inhalte der beiden Teile bezogen könnte geschlussfolgert werden, dass diese Logik aktueller denn je ist?
Dass sie wissenschaftlich und propagandistisch verstanden und ausgewertet wurde und demzufolge auch heute noch gezielt zur Anwendung gelangt.

Gesten – die einstudierten Posen der Politiker (1)

 

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