Gauck das Orakel aus dem Osten

Gauck Joachim – das Orakel oder eher das Chamäleon aus dem Osten?

Soweit ich mich noch erinnern kann war Hans Joachim Gauck einst gern gesehener Gast im MFS.
Auch seine Kinder konnten einst praktisch problemlos aus der DDR ausreisen.

Während der Wende zählte er zunächst zu den Menschen, die abwartend verharrten bevor sie auf den davonfahrenden Zug aufsprangen.

Später war er praktisch prädestiniert, mit seinen Vorkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit dem MfS, die nach ihm benannte Gauck-Behörde zu leiten.
Er wusste halt, welche Knöpfe es zu drücken galt, also auch eine Art Lebenskünstler, der Herr Gauck!
Ja sogar zum Bundespräsidenten hat ihn sein einstiger, noch rechtzeitiger Zug-Aufsprung qualifiziert, parteilos und neutral wie er doch war und immer noch ist.

Dann jedoch diese Meldung von heute:

Gauck: Ostdeutschen fehlt Durchsetzungswille

Schlagzeile direkt übernommen von Quelle:“dpa, 02.04.2019.“

Sehr vielen Ostdeutschen fehlt nach Ansicht von Altbundespräsident Joachim Gauck «dieser absolute Durchsetzungswille».
Sie hätten sich eine Wettbewerbsmentalität wie ihre Landsleute im Westen nicht auf natürlichem Wege antrainieren können, sagte Gauck am Montagabend in Berlin nach einer Filmvorführung.
Eine Ost-Quote für die Besetzung von führenden Positionen befürwortete der heute 79-Jährige, der selbst aus dem Osten stammt, nicht.

Ehrlich ich brauche jetzt einen großen Smilie, der sich mehrfach in den Fuß beißt!!!

Stellt sich die Frage ob wir oder ein Großteil der Ostler zu den Exoten der deutschen Einheit gezählt werden?
Ostler mit einer Ostlerquote für die Besetzung von Führungspositionen?
Ähnlich wie die meisten der heutigen Frauen für die es ja auch Frauenquoten gibt, im demokratisch freien Deutschland.

In der DDR haben wir uns für derartige Positionen qualifizieren müssen und können.
Heute funktioniert das über eine Quote oder auch nicht!

Ich denke Herr Gauck ist da angekommen wo viele der einstigen Ostdeutschen einst hin wollten – Mitten in der kapitalistischen Gesellschaft des vereinten demokratischen und freien Deutschlands.

Ich bin froh über jeden Menschen, der seine angeführte „Wettbewerbsmentalität“ noch nicht auf unnatürlchem Wege antrainieren konnte!
Einmal antrainiert und Gefallen an ihr gefunden führt sie unweigerlich zur Verrohungen und psychischen Erkrankungen unter den Menschen und das mit ständig zunehmender Intensität!

Ich persönlich kann nur hoffen, dass den Ostdeutschen ihr nicht vorhandener Willen zur absoluten Durchsetzung erhalten bleibt.
Dass sie, wenn das überhaupt noch möglich ist, menschlich bleiben!
Dass sie sich vom Gerede eines ehemaligen DDR-Bürgers, der vom Wohlstandsgefüge überrannt und übermannt wurde nicht verunsichern lassen!

Eine eigene kritische Meinung ist in unserer Zeit kostbarer als eine Blechkalesche von Mercedes aus der Luxusklasse, denn sie bringt lediglich nur von A nach B.
Was noch viel wesentlicher ist, die Kalesche hat keine Seele und sagt nicht das geringste über den Menschen aus, der sie steuert oder in ihr sitzend fremdgesteuert wird.
Außer dass derjenige eventuell über finanzielle Mittel verfügt, die in diesem System nicht jedem vergönnt sind und in diesen Größenordnungen auch nicht lebensnotwendig vergönnt sein müssen!

Quelle:“Autor Klaus Huhn. www.edition-ost.de ISBN D78-3-360-02088-0

»Er ist das Volk«, titelte der stern 9/2012.
War das feine Ironie?
Vermutlich nicht: Die Medien meinten es ernst. Gauck sei »Einer für uns: unbequem, eigensinnig — und gerade deshalb der Richtige«.

Nein, meinten jene, die ihn besser kennen als die Dampftrommler vom Boulevard. »Gauck ist die falsche Person«, sagt Hans-Jochen Tschiche, einst Pfarrer und Mitbegründer des Neuen Forum, wie Gauck.
Dieser sei nunmehr »dort angekommen, wo er schon immer hin wollte – im konservativen Teil der westlichen Gesellschaft«

Ihm mögen »noch so viele prunkende Gewänder umgehängt werden, der Mann ist weder Intellektueller noch Staatsmann, noch hat er die Verdienste um die deutsche Einheit, die ihm nachgesagt werden«, schrieb Marian Krüger im neuen deutschland …

Ich habe Auszüge aus dem Buch von Herrn Huhn gerade von Freunden zugesandt bekommen.
Sie decken sich mit meiner obigen eigenen Einschätzung!

Ich habe noch ein Zitat aus diesem Buch:

„… Weiterhin wurde in diesem Zusammenhang Gauck gedankt für seine Initiativen, für seine langfristig gute Zusammenarbeit und Durchführung des Kirchentages, ihm wurde auch gedankt für seinen hohen persönlichen Einsatz und dieser Dank wurde vom Mitarbeiter nicht nur aus persönlichen Gründen vorgebracht sondern ihm wurde auch deutlich zu verstehen gegeben, dass dieser Dank seitens des MfS an Gauck ergeht.“

Dieses Zitat stammt aus einer vom jetzigen „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“, Joachim Gauck, nie dementierten Niederschrift, die ein Hauptmann des MIS über ein Gespräch zwischen Gauck und ihm am 28. Juli 1988 zwischen 10.30 Uhr und 12 Uhr anfertigte.
Einem Journalisten der FAZ sagte Gauck 1995: „Die Gefahr, mit denen zusammenzuarbeiten, bestand nie, da ich immer ein klares Feindbild hatte.“

Es ist kein Jahrzehnt seitdem vergangen.
Joachim Gauck hat heute ein noch klareres „Feindbild“.
Unübersehbar, darf seine Behörde, verblüffend oft verdächtig pünktlich, Akten dahin Deligieren, wo man gerade welche benotigte.
Die Namen – chronologisch geordnet – Gysi, Kutzmutz, Heym und Bisky erhärten den Verdacht.

Sven Dorlach fand genug Material, um über den „Fall Gauck“ schreiben zu können. Ohne „Feindbild“,.. ISBN – 3 – 928999 – 75-5

Nun möchte ich die „Zitatenwelt“ nicht länger strapazieren.
Nur so viel noch, es gibt derer genug um zumindest ernste Bedenken zur politischen Aufrichtigkeit des Hernn Gauck aufkommen zu lassen.
Sie tendieren mehr oder weniger in Richtung Chamäleon!

Eventuell doch noch ein Zitat von Sven Dorlach:

Nach der Vereinigung, in seinem früheren Amt hat der 1940 in Rostock geborene Kapitänssohn, Pfarrer und DDR-Bürgerrechtler Gauck gelernt, sich in der westdeutschen Parteienlandschaft zu bewegen«, anerkennt die Berliner Zeitung in westdeutscher Hand.
Helmut Kohl erwirkte ein Urteil gegen den Zugang zu seinen Stasi-Akten.

Jedoch weiter mit der esten Quelle von dpa:

Als Preview gezeigt wurde die ZDF-Dokumentation «30 Jahre Mauerfall – Joachim Gaucks Suche nach der Einheit», die erstmals am 4. April auf ZDFinfo (20.15 Uhr) zu sehen ist. Gauck trifft sich in dem Film mit völlig unterschiedlichen Menschen und versucht, ihre teils kontroversen Ansichten zum Zustand Deutschlands zu erkunden.

Wer kommt in der Dokumentation auch zu zu Wort?
Die Autoren Stephan Lamby und Florian Huber, der heutige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Autor Navid Kermani, die frühere DDR-Oppositionelle Marianne Birthler sowie die einstige AfD-Chefin Frauke Petry und Pegida-Gründer René Jahn aus Dresden.
Zum Großteil Leute, die in der ehemaligen DDR gelebt haben, also wirklich wissen wovon sie reden.
Zudem zumeist wieder einmal alles gute DDR-Kenner und somit auch unbelastete und neutrale DDR-Experten sind.
Ich bin wieder einmal gespannt, wie sich diese Gäste und auch der Herr Gauck profilieren werden.

Meiner Meinung nach hätte er sich die Moderation dieser Dokumentation verkneifen sollen.
Er ist keinesfalls ein Idol der Menschen Ostdeutschlands.
Ich denke Wolfgang Lippert, Frank Schöbel oder ähnliche „Kaliber des Ostens“ wären dafür wirklich prädestinierter gewesen!!!

Vielleicht noch ein Zitat aus der aktuellen Quelle dpa, als Abspann:

Im Live-Gespräch mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey betonte Gauck, er sei in den Gesprächen dichter an das Gefühl des Missbehagens bei vielen herangekommen.
Dass es das trotz persönlich guter Lebensverhältnisse gebe, besorge ihn.
Zugleich sei er zuversichtlich, dass Deutschland solidarisch bleibe.

Was soll das heißen?
Bereits erfolgte Wahlen im Vorjahr haben das Unbehagen mehr als genug offenbart!
Die Angst der Politik vor den anstehenden in diesem Jahr zeigt es offensichtlich, aber der Herr Gauck wundert sich nur!

Die Frage ist wann hört die Bundespolitik endlich auf sich nur zu wundern oder lediglich zu versuchen Wahlergebnisse in vorübergehende genehmere Richtungen zu leiten?

 

 

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