Energie nur noch für Reiche?

Energie nur noch für Reiche bezahlbar?

Wenn ich immer wieder lese wie hilflos doch unsere Energieerzeuger sind.
Sie darben wahrlich am Hungertuch!

Und dann sollen sie auch noch das tun, was für Unternehmen praktisch zu ihren unabdingbaren Pflichten gehört!
Eigenverantwortlich in die Entwicklung ihrer Produktivkräfte, sprich, in ihrem Fall, die Energieumstellung zu investieren und diese deutschlandweit zu organisieren und durchzuführen?
Den Übergang von der Energiegewinnung aus Kohle auf alternative Energiegewinnung gewährleisten!

Das wäre die Aufgabe der Energiekonzerne!
Während dieses Zeitraums würde es natürlich zu Gewinneinbüchen kommen und die Börsennotierungen würden keine Dividenden für die Aktionäre ausweisen!
Das jedoch muss der Mittelstand ständig durchmachen.
Ohne Börsennotierungen und Hilfen vom Staat!
Vor allem ohne leicht zu erhebende Preiserhöhungen.

Wie lange ist die Notwendigkeit der Energieumstellung schon bekannt?

Ich kann mich irren aber ich gehe einmal von etwa mindestens 20 Jahren aus!

Was ist aber geschehen?
Ähnlich wie in der Austoindustrie oder bei der Erdölgewinnung haben sich die Konzerne zurückgelegt und erst einmal abgewartet, was passiert.

„Machen wir doch erst einmal so weiter wie bisher!“
„Es gibt ja noch Kohle und auch Erdölvorkommen!“
„Erdgas gibt es ja auch noch, ja und was die Atomenergie betrifft ist ja auch noch nicht das letzte Wörtchen gesprochen!“

Anstatt den Ausstieg aus der Atom- und Kohleenergie in Etappen, also kontinuierlich anzugehen, geschah erst einmal gar nichts.
Das stimmt nicht ganz, es wurde zumindest viel darüber geredet und wird immer noch zerredet.
Und noch etwas geschah.
Es wurden Entschädigungen an die Energiekonzerne gezahlt und die Energiepreise erhöht!

Strom wird 2019 deutlich teurer

Quelle:“Watergate.tv, vom 03.04.2019 titelt:“

Strompreis erreicht neue Rekordhöhe – Millionen droht die Abschaltung

Merkels Energiewende funktioniert – für die Stromversorger.
Denn diese kassieren kräftig durch Merkels Politik: Strom ist für Privathaushalte in Deutschland so teuer wie nie.
Seit Jahresbeginn haben zwei Drittel aller Stromversorger die Preise um durchschnittlich 5 Prozent erhöht.
Für einen Drei-Personen-Haushalt sind das Mehrkosten von rund 60 Euro im Jahr.
Für April und Mai haben weitere Stromversorger Preiserhöhungen angekündigt.

Auch die Gaspreise sind gestiegen.
Das US-Frackinggas, das per Schiffsladung nach Europa gekarrt wird, ist teuer – teurer als das russische und umweltschonendere Erdgas aus Russland.
Der durchschnittliche Gaspreis für private Haushalte ist auf dem höchsten Stand seit drei Jahren angekommen.
Nur innerhalb eines Jahres sind die Gaspreise um rund 10 Prozent gestiegen.
Experten sehen allerdings das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.
Sie rechnen mit weiteren Preiserhöhungen, sowohl bei Strom als auch bei Gas.

Die Konsequenz daraus ist, dass immer mehr Menschen sich Strom nicht mehr leisten können.
4,8 Millionen säumigen Zahlern droht daher die Stromabschaltung.
Wegen nicht bezahlter Stromrechnungen ist vergangenes Jahr rund 344.000 Haushalten der Strom abgeschaltet worden.

Berücksichtigen wir zudem die praktisch vorhandene Stagnation des Lohnzuwachses, kann es für die Verbraucher ja nur „besser“ werden.

Zitate Quelle Wikipedia:

Die großen Vier stehen bezeichnend für die vier umsatzstärksten Energie-/Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) in Deutschland: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall.[1][2][3][4]

Zu den großen vier gehören auch zahlreiche Tochterunternehmen, wie z. B. eprimo (zu 100 Prozent im Besitz von RWE), E wie einfach (zu 100 Prozent im Besitz von E.ON), NaturEnergiePlus (zu 100 Prozent im Besitz von EnBW), Yello Strom (zu 100 Prozent im Besitz von EnBW) und andere.

Im Rahmen der Liberalisierung der Energiemärkte in der Europäischen Union entstanden in Deutschland im Laufe der 1990er- bis Anfang der 2000er-Jahre aus ehemals acht Elektrizitätsversorgungsunternehmen[5] „Die großen Vier“. Sie beherrschen direkt und indirekt etwa 80 Prozent des deutschen Strommarktes.
Eine zusätzliche marktbeherrschende Stellung hatten diese Unternehmen dadurch, dass sie bis zur Umsetzung des Dritten Energiepakets der EU nicht nur einen großen Teil der Stromerzeugung auf sich vereinten, sondern zusätzlich auch noch für den Stromtransport über das Übertragungsnetz verantwortlich waren.
Daher wird sowohl in der journalistischen als auch in der wissenschaftlichen Literatur von einem Stromoligopol gesprochen.[6][7][8][9][10]
Auch die Monopolkommission bezeichnete diese vier Stromunternehmen mehrfach als Oligopol.[11]

Der Anteil dieser Unternehmen an Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien lagen 2013 im einstelligen Prozentbereich.[12][13][14]

Drei von ihnen sind deutsche, an der Börse notierte und Vattenfall eine direkte Tochter des schwedischen Unternehmens Vattenfall AB, ebenfalls börsennotiert.
Wie zu ersehen ist gehören gewisse Ableger, wie Yello Strom, die uns eine gewisse preisliche Unabhängigkeit vorgaukeln, ebenfalls dazu.

Das nennt sich „Energiemonopoli“!
Schön in Watte gepackte und vom Staat verhätschelte und getätschelte Profiterzeuger, die wann immer sie wollen mit neuer „Preisnahrung“ und „Entschädigungszahlungen“ gefüttert werden.
Die Armen!

Quelle:“RP.Online vom 13.03.2019, Jahreszahlen 2018, EON steigert Gewinn um 5 %“:

In den Jahren 2014 bis 2016 hatte beispielsweise Eon noch drastische Verluste zu verkraften, weil der Konzern sich aus der Atomenergie verabschiedete und umstrukturiert wurde.
Für das laufende Jahr strebt Eon einen Nettogewinn zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Euro an.

EON hatte Verluste zu verkraften was ja auch für Unternehmen, während einer Umstruktuierung, einen natürlichen Vorgang darstellt.
Normalerweise werden dafür in den Vorjahren Rücklagen für Neuinvestitionen geschaffen sowie Investitionskredite aufgenommen.

Nicht jedoch bei Großkonzernen oder gar Monopolen.
Bei ihnen greift der Staat helfend unter die Arme und die Bürger zahlen die Zeche in doppelter Hinsicht mit Steuergeldern und Preiserhöhungen.

Ökonomie für Dummies

Verbraucher zahlten schon hunderte Millionen Euro dafür und regelmäßig, dass Ökostrom nicht genutzt wird!
(Quelle: dpa/krott, vom 11.12.18 )

Viele Jahre lang haben die Energieerzeuger bereits die Preise erhöht und tun es weiterhin!
Wofür?
Für die Umsetzung der Energieumstellung oder zur Profitgenerierung zum Wohle ihrer Aktionäre?

Jährlich erhalten sie “Entschädigungszahlungen” aus Steuermitteln weil der “Ökostrom” nicht abgeleitet werden kann!

2016 waren es noch 373 Millionen Euro, 2017 bereits 610 Millionen Euro und 2018 werden es wohl fast eine Milliarde Euro sein!
Hinzu kommen 144 Millionen Euro weil Windräder noch nicht genutzt werden können.

Ja worauf warten denn die Energieerzeuger noch?
Wann beginnen sie endlich dafür zu sorgen, dass diese Mängel beseitigt werden?
Natürlich auf eigene Kosten!

 

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