Deutschland nach Kriegsende 1945 Was die führenden Parteien in den beiden deutschen Besatzungszonen wirklich wollten!

Die unter Besatzungsrecht stehenden deutschen Gebiete im Osten und Westen strebten 1945 sehr ähnliche Ziele an!

Deutschland geteiltes Land – Die deutschen Parteien, die CDU in der westlichen und die KPD in der östlichen Besatzungszone wollten im Juni 1945 ein besseres demokratisches Deutschland und niemals wieder gestatten, dass der Geist des Nationalsozialismus sich in den Köpfen der deutschen Menschen festsetzen konnte.

Ich erlaube mir dazu Zitate aus Quellen zu zitieren, die sich jeder von Ihnen auch erschließen kann, die die Einstellung der damaligen Parteien in Ost und West und ausdrücklich auch die Wende in ihren Ansichten, nach Eingreifen der Siegermächte Großbritanniens und der USA, belegen.

Die USA begannen sofort nach Kriegsende die Ergebnisse des zweiten Weltkriegs für sich zu nutzen um ihre eigene Machtpositionen zu stärken.
Sofort also schon vor Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, am 07.05.1945.
Sie hatten erkannt, dass sie mit der Besetzung eines großen Teils des deutschen Territoriums zu direktem Einfluss auf Europa gelangen könnten.
Würde es ihnen gelingen, den von den Westalliierten besetzten Teil Deutschlands als Vasallenstaat zu erhalten, wäre ihr direkter Einfluss in Westeuropa gesichert.
Zudem könnte dieser Teil Deutschland als Bollwerk gegen, den sich nach Kriegsende ausbreitenden, gefürchteten Geist des Kommunismus, errichtet werden.

Die Rede des ehemaligen britischen Premiers Winston Churchill am 6. März 1946, in den USA, am Westminster College in Fulton, Missouri gilt als Datum der „Einläutung“ des kalten Krieges.

Der Marshallplan, die einseitige Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen, die inszenierte Berlin-Blockade, gezielt angesetzte und vorbereitete Propaganda und weitere Vorgänge besiegelten schließlich die Teilung Deutschlands in zwei politisch unterschiedliche Gesellschaftssysteme und verhalfen praktisch lückenlos, das im Dritten Reich vorhandene Wirtschaftssystem und auch das einstiege „Staatsgefüge“ Deutschlands, mit „Augen zu “ und gewissen Abstrichen, wieder in den „Sattel“ zu heben.

September 1945 – CDU-Leitsätze – Politische Leitsätze der Christlich Demokratischen Union Stadtkreis Frankfurt a. M., Geschäftsstelle Blumenstraße 3 • Fernsprecher 53170

Ich wollte diese Leitsätze zunächst gekürzt wiedergeben, entschied mich allerdings dann doch für den kompletten Inhalt, weil er in seiner Gesamtheit das 1945 bestehende Konzept der CDU, als ihre Ziele noch nicht vom Einfluss der USA „verklärt“ wurden, wieder gibt.

Die in den Leitsätzen enthaltenen Ziele scheint diese Partei und letztlich auch die aktuelle Bundesregierung, unter der Führung der CDU/CSU, in ihren Annalen vergraben zu haben?

Staunen Sie – es waren einmal die Ziele der heutigen CDU, die sich seit 1945 wirklich drastisch verändert haben!
Sie wollte eine neue bessere Gesellschaftsordnung und strebte die Überführung gewisser großer Urproduktionen, Großindustrien und Großbanken in Gemeineigentum an!
Sie wollte die Wirtschaft im Großen einheitlich und planvoll lenken.

Planvoll!!!

Stellen Sie sich bitte vor, was das hätte für Auswirkungen haben können, wenn sie ihre Leitsätze hätte umsetzen und zur Politik machen können!
Die freie und ungebremste Entwicklung des Sozialismus in Deutschland, ohne nach innen gerichtete Staatssicherheit und Grenzsicherung – in wirklicher Freiheit und Demokratie!
Das hätte uns allen viel Zeit und vor allem Leid erspart.
Der Einsatz und die Verteilung der vom Volk erarbeiteten finanziellen Mittel wären wesentlich gerechter erfolgt und die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich würde es nicht geben!

Die Kehrtwende in der Entwicklung, die sich in dieser Partei und der gesamten Gesellschaft vollzogen hat veranschaulicht jedoch eindringlich wie der Einfluss des Kapitals (Schwerindustrie, Chemiekonzerne, Banken) unter der direkten und zielbewussten Einflussnahme der USA, die einstigen mit aufrichtigen Herzens verfassten Leitsätze in wesentlichen Punkten praktisch ins Gegenteil verkehrte.

Aktuell zeichnet sich dieser Einfluss der USA in Form des Präsidenten der USA, Mr. Trump, derart drastisch ab, dass er schon beleidigend ist!
Er zeigt, wenn er sich mit der Bundeskanzlerin oder anderen Regierungsvertretern aus Deutschland trifft ungehemmt, beinahe arrogant, seine Abneigung und gefühlte Überlegenheit.
Er glaubt diese herablassende Haltung zeigen zu können, weil Deutschland immer noch unter dem Besatzungsrecht der Siegermächte (Russland hatte im 2+4-Vertrag verzichtet) steht.
Zudem wurde noch immer kein Friedensvertrag zwischen Deutschland und den vier Siegermächten geschlossen, der nur zustande kommen kann, wenn ihm alle Siegermächte zustimmen!

Er wurde bisher nicht unterzeichnet auch wenn einige Quellen behaupten, dass es im Ergebnis des 2+4 Abkommens geschehen ist!

De facto befindet sich Deutschland in einer Zwickmühle in der es praktisch dem „Good Will“ der Siegermächte und hier besonders dem der USA unterworfen ist.
Deutschland ist Deutschland, ähnlich wie Japan, zu einer „Knechtschaft“ als Vasallenstaat verdammt!

Im Gegensatz dazu ist zu beobachten, wenn sich Mr. Trump mit Monsieur Macron oder Mr. Johnson zusammentrifft, dass sie sich lediglich auf gefühlter Augenhöhe betrachten, er sie aber dennoch als Verbündete betrachtet!
So jedenfalls meine Sichtweise zum „unkonventionellen“ Verhalten von Mr. Trump!

Nun jedoch zu den CDU-Leitsätzen von 1945 – Quelle: Politische Leitsätze der Christlich Demokratischen Union Stadtkreis Frankfurt a. M.:
Besondere Passagen oder solche die sich ins Gegenteil verkehrt haben habe ich in diesem wie auch in den folgenden Zitaten kursiv oder zusätzlich fett hervorgehoben!

Wir wollen ein neues Deutschland.
Ein ganz anderes, als durch das vergangene Regime zu einem Gegenstand des Hasses der ganzen Welt geworden ist, ein anderes aber auch, als es vor 1933 oder vor 1914 gewesen ist.
Wir wollen heute nicht einfach da fortfahren, wo unsere Vorgänger 1933 aufhören mußten, so als ob seitdem nichts geschehen wäre.

Wir wollen daher zuerst und vor allem, daß die Idee der Gewalt, die in fast zwei Jahrhunderten preußisch-deutscher Geschichte immer wieder wie eine geistige Krankheit unser Volk angesteckt hat, mit ihren letzten Wurzeln aus unserem politischen Bewußtsein verschwinde, die Idee der Gewalt nach innen und nach außen.

Sie soll ersetzt werden durch die Idee des Rechtes, also des Respektes vor dem Mitbürger, vor seiner Meinung und seinem Willen, aber auch der Achtung vor den Nachbarvölkern und den mit ihnen geschlossenen Verträgen.

Ein Staat des Rechtes.

Das neue Deutschland soll auf der Grundlage des Rechtes aufgebaut und nicht mehr ein Staat sein, der wie ein Moloch seine eigenen Bürger frißt.
Der neue Staat soll durch eine Verfassung seinen Bürgern genau umschriebene staatsbürgerliche Pflichten auferlegen und ihnen durch unantastbare Grundrechte
einen wirksamen Schutz vor Übergriffen der Staatsgewalt garantieren.
Es soll wieder ein Verfassungsstaat mit demokratischen Spielregeln sein.
Es brauchen hier nicht die selbstverständlichen Elemente einer modernen Demokratie alle aufgezählt zu werden, die wir in einem neuen Staate verwirklicht sehen möchten.

Im Hinblick auf die Erfahrungen der letzten drei Jahrzehnte scheinen uns aber folgende Grundsätze des Staatslebens besonders wichtig zu sein:

  • Die Regierung muß ständig unter der Kritik und Kontrolle der Bürger stehen.
  • Die Staatsführung muß, wenn sie einen falschen Weg einschlägt, vom Volke oder seinen Vertretern abberufen werden können.
  • Auf der anderen Seite muß verhindert werden, daß eine rechtmäßig gebildete demokratische Regierung zum Spielball des Parlaments wird.
  • Vor allem aber ist in der Verfassung Vorsorge zu treffen, daß sie erklärten Feinden der Demokratie nicht selbst die Mittel zum, tödlichen Überfall auf die Demokratie in die Hände gibt.

    Eine Politik des Friedens!

  • Wir bekennen uns zur Ächtung des Krieges. Er ist kein erlaubtes Mittel der Politik, zumal er mehr Menschenleben und Lebensgüter vernichtet, als selbst ein Sieg wert sein könnte vollends im Zeitalter der Luftbombardements und der Atombombe.
  • Wir bekennen uns daher zu dem Grundsatz, daß jeder internationale Konflikt künftig nur noch vor dem Forum einer internationalen Friedensorganisation ausgetragen werden darf und durch Vereinbarungen beigelegt werden muß .
  • Ein gedeihliches Zusammenleben der Völkerfamilie der Welt ist nur auf der Grundlage der Unverletzlichkeit der Verträge möglich.
    Deshalb wollen wir, daß nie mehr ein internationaler Vertrag als ein „Fetzen Papier“ bezeichnet oder behandelt werden darf.
  • Das allgemein anerkannte internationale Recht soll ein selbstverständlicher Bestandteil sein.

Mit besonderem Nachdruck bekennen wir uns zu einer inneren Läuterung unseres politischen Bewußtseins von militaristischen Traditionen und nationalistischen Vorstellungen.
Wir müssen nicht nur die Nazi-Lehre von der Überlegenheit der germanischen Rasse überwinden, sondern auch die älteren Vorstellungen von der sogenannten „Größe und Herrlichkeit“ des Soldatentums und von der angeblichen Berufung Deutschlands zur politischen Vorherrschaft in Europa oder gar zur Weltherrschaft.
Diese Wahnideen haben immer wieder den Nährboden für eine verantwortungslose Kriegspolitik abgegeben und zu Katastrophen geführt.

Deshalb müssen sie aufgegeben werden, gründlich, für immer.

Nicht „der Soldat ist der erste Mann im Staate“, sondern der Zivilist, der seine Pflicht tut.
Wir wissen, daß es einer tiefgehenden Umerziehung unseres Volkes bedarf, um hier Wandel zu schaffen.

Dennoch wollen, wir diesen Wandel im Glauben an die edlen Kräfte unseres Volkes herbeiführen, vor allem durch die Erziehung unserer Kinder.
Selbstverständlich wollen wir, daß aus dem Leben der Gemeinschaft jede Art von militärischer oder vormilitärischer Erziehung ausgeschlossen bleibe.

So wird eines Tages an die Stelle eines engstirnigen Nationalismus und Militarismus ein geklärtes Nationalbewußtsein getreten sein, wie es auch andere große Völker haben, in dem neben einer natürlichen Vaterlandsliebe noch genug Platz ist für ein echtes Weltbürgertum.
Wir erwarten, daß dann ein geläutertes Deutschland auch zu der internationalen Friedens-Organisation gehören wird und daß es dort dann die Lebensrechte seiner Nation wieder wird geltend machen können, die ihm der Nationalsozialismus durch seine Kriegspolitik so schändlich vertan hat.

Ehrliche Zusammenarbeit

Wir betrachten das lebendige Christentum aller Bekenntnisse als Grundlage unseres politischen Handelns.
Wir wollen vor allem die in Jahrhunderten bewährte christliche Auffassung vom unschätzbaren Wert des einzelnen Menschen mit allen politischen Konsequenzen in unserem Volke wieder verwirklichen.

Ferner wollen wir die aus dem Glauben geborene Hilfsbereitschaft aller Christen für den tatkräftigen Dienst an unserem niedergebrochenen Volk einsetzen.
Da das christliche Menschenbild in wesentlichen Zügen das gleiche ist, wie es auch vielen Nichtchristen als das einer weltlichen Humanität vorschwebt, werden auch sie mit uns zusammengehen können.
Die Menschen der christlichen Bekenntnisse werden nach einer Zeit gemeinsam erduldeter Leiden — unbeschadet der Verschiedenheit ihrer Lehren — auch weiterhin eine brüderliche Haltung zueinander bewahren und in dieser Partei zusammengehen.
Sie werden sorgfältig alles vermeiden, was den Frieden stören und alles tun, was ihn vertiefen könnte.
Allen Nichtchristen werden sie Duldsamkeit und Achtung entgegenbringen und dürfen daher eine gleiche Haltung auch von ihnen erwarten.
Wir sind daher jederzeit zu politischer Zusammenarbeit mit Gruppen und Parteien anderer Richtungen bereit, vorausgesetzt, daß sie sich eindeutig ohne Vorbehalt und für dauernd auf die gemeinsame Plattform der Demokratie stellen, jede Diktatur ablehnen und soweit sie keine dem Christentum feindlichen Ziele erstreben.

Staat und Kirche

Wir wünschen eine reinliche Abgrenzung der Zuständigkeit der staatlichen und kirchlichen Autorität.
Das nationalsozialistische Regime hat versucht, unter scheinchristlicher Tarnung die religiösen Bekenntnisse zu unterdrücken und sie durch eine eigene Staatsvergottung mit einem Mythos von Herrenrasse und Führertum zu ersetzen.

Der Staat hingegen, in dem wir unsere Politik aus christlicher Überzeugung vollbringen wollen, soll die religiösen Bekenntnisse nicht nur achten und ihre, Freiheit schützen, sondern ein fruchtbares Verhältnis der Zusammenarbeit mit ihnen gewinnen.

Das Wohl des Volksganzen und des Einzelnen ist das Ziel des Staates und liegt in der Zielrichtung auch der Kirche.
Die Mittel ihrer Arbeit sind verschieden.
Politik ist Sache des Staates, Seelsorge Sache der Kirchen.
Sowohl für die weltliche wie die geistliche Autorität ist bei Erfüllung ihrer Aufgaben gegenseitige Bevormundung abzulehnen.
Die Selbständigkeit und Handlungsfreiheit der Kirchen soll auch nicht durch finanzielle Abhängigkeit vom Staate beeinträchtigt werden.
In diesem Geiste sind die notwendigen vertraglichen Vereinbarungen zwischen Staat und Kirche abzuschließen.

Jugend und Erziehung

Der Nationalsozialismus hat der Jugend die Wurzeln des gesunden Wachstums abgegraben.
Er hat sie der Familie entfremdet, aus den kulturellen, moralischen und religiösen Bindungen herausgerissen, um sie allein seiner Staatsvergottung und seinem Imperialismus dienstbar zu machen.

Mit der Parole „Jugend kann nur durch Jugend geführt werden“ hat er die Jugend verführt, der Achtung der elterlichen und kirchlichen Autorität beraubt und sie die schönsten Werte der deutschen Vergangenheit verlachen und verhöhnen gelehrt.
Dann, ohne eigenen sittlichen Halt, verfiel sie dem Rassenhochmut, dem Machtrausch und teilweise der Verrotterung.

Wir wollen, daß die Jugend wieder gottesfürchtig werde, gehorsam und ehrfurchtsvoll den Eltern, dem Alter, Lehrern und Trägern der staatlichen Autorität gegenübertrete, daß sie sich als werdendes Glied des eigenen Volkes und der Menschheit fühle, und zwar im Bewußtsein ihrer guten Anlagen einerseits, ihrer Verantwortung und Aufgaben gegenüber Volk und Menschheit andererseits.

Sie muß klar den Unwert des Militaristischen und den Widersinn des Krieges erkennen und dem Idol eines Staates absagen, der nur sich selbst sucht und nicht dienen will.

Das Ziel der Neuerziehung muß sein, die echten republikanischen Tugenden zu wecken: Gerechtigkeit, Duldsamkeit dem Mitbürger gegenüber, Wahrhaftigkeit, gemeinschaftlichen Sinn und Achtung vor anderen Völkern und ihren Lebensformen.

Ehe und Familie

Ein Volk ist soviel wert, wie in ihm die Familie wert ist.

Das muß der Staat wissen, und danach muß er handeln.
Der Nationalsozialismus hat viel von der deutschen Familie geredet, in Wirklichkeit aber hat er alles getan, um sie aneinanderzureihen. (Kinderlandverschickung, Arbeitsdienst, Arbeitseinsatz, Militärdienst).
Die Familie war ihm gut genug, das Material für seine Machtmaschine zu liefern.
Die Würde war ihm unbequem.
Jeder Einzelne, ob Mann, ob Frau, ob Kind durfte nur ihm allein gehören und seinem Zwecke dienen.
Darum versuchte er die innere Macht der Familie zu brechen und ihren Geist zu vergiften..
Darum untergrub er sowohl die Autorität der Eltern wie den Gehorsam der Kinder, darum riß er die Familien bedenkenlos auseinander.

Der neue Staat muß dagegen alles tun, um die Getrennten wieder zusammenzuführen und ihre Familiengemeinschaft zu stützen und zu fördern.
Das dürfen wir auch nicht vergessen, wenn die neuen Maßnahmen zu treffen sind, die im Zuge des Wiederaufbaues eine Berufsumschichtung des deutschen Volkes zur Folge haben werden.

Der Nationalsozialismus hat den innersten Kern der Familie, die zuverlässige und treue Ehe, durch eine neue Handhabung des Ehescheidungsrechtes in einer Weise, die dem Volk wohl noch gar nicht bewußt geworden ist, ausgehöhlt; er hat durch seine Praktiken geradezu die Verstopfung der Frau legalisiert und sie und ihre Kinder moralisch und wirtschaftlich entrechtet.

Der neue Staat dagegen muß alles tun, um die Ehe zu erhalten und ihre gottgegebene Würde und bindende Kraft, soviel an ihm liegt, zu befestigen.
Die Geltung der Ehe liegt nicht im Belieben derer, die sie abgeschlossen haben.
Ihr Sinn und Wert übersteigt die persönlichen Interessen ihrer beiden Partner.
Ihr; Lebensbund entfaltet und vollendet sich nach dem ihm innewohnenden Gesetz der Natur, das im gesunden Menschen eins ist mit dem Willen ihrer Liebe selbst, zu einer mit Kindern gesegneten Familie.

Eine solche Ehe und Familie hat der Staat in der Schule zu lehren und im öffentlichen und geistigen Leben zu schützen.
Durch seine Lohn- und Steuergesetzgebung und seine Wohnungspolitik hat er dieser Familie den Raum zu schaffen, den sie braucht, um entstehen und sich voll entfalten zu können.

Der Mann muß in vollem Sinne das Haupt der Familie sein; er kann es nur, wenn er nicht Objekt, sondern Subjekt seines Lebens ist; das heißt aber, daß ihm der Staat durch seine Wirfschafts- und Sozialpolitik die Möglichkeit gibt, seine Familie in Ehren zu ernähren, und durch seine Sozial- und Staatsverfassung, echter Mitträger der Verantwortung für die öffentlichen Dinge zu sein.

Nur dann wird die Frau als das Herz der Familie in innerer Freiheit die Verantwortung des Mannes mittragen und vertrauensvoll die Mutter seiner Kinder werden können.
Wir wissen aber, daß der Staat hier nur Hilfestellung leisten kann, und wir appellieren an den Mut und die innere Gesundheit der deutschen Frauen und Männer; an ihre Zuversicht, für unsere Kinder eine würdigere Weit erbauen und Frieden erkämpfen zu können.

Das Schulwesen

Die deutsche Schule ist in den letzten 12 Jahren auf den Hund gekommen.
Der Nationalsozialismus hat vom Kindergarten bis zur Universität die Stätten der Bildung und .Erziehung für seine Zwecke beschlagnahmt, die Mitwirkung des Elternhauses und der Kirchen beseitigt, die Lehrerschaft teils verdorben, teils ausgeschaltet, zumindest ihre besseren Teile behindert und kontrolliert.
Die deutsche Wissenschaft hat sich in erschreckendem Ausmaß an seine diabolischen Tendenzen ausgeliefert, sie verriet die Wahrheit an den staatlichen Zweck.
In allen Schulstufen ist zugleich eine erhebliche Senkung des Niveaus die Folge dieses Verrates gewesen;

Deshalb ist eine gründliche Erneuerung des Schulwesens nach Geist und Methoden eines unserer dringlichsten Anliegen.
Die Umerziehung des deutschen Volkes beginnt mit der Umerziehung der Jugend, also mit der Umbildung der Schule.

Die Kultur des deutschen Volkes ist vielfältig, das ist das Ergebnis seiner Geschichte.
Verschiedene christliche Bekenntnisse und andere Weltanschauungsmächte beanspruchen in geschichtlich begründeten Auseinandersetzungen den deutschen Menschen.
Die verschiedenen an der Schule interessierten Mächte lassen ein einheitliches Ziel der Erziehung nicht ohne weiteres zu.
Wir müssen mit dieser Tatsache rechnen und in gegenseitiger Duldung, da es eine ideale Lösung nicht geben kann, eine brauchbare Lösung finden und entwickeln.
Wir sehen eine Staatsschule vor, die den jungen Menschen auf der Grundlage einer aus den Werten der europäischen und deutschen Geschichte erwachsenen positiven humanitären Ethik bildet, eine Staatsschule, die nicht antichristlich und antikirchlich ist, sondern dem Geist des Christentums und anderen in unserem Bereich gewachsenen geistigen
Strömungen offen steht.

Den christlichen Bekenntnissen erkennen wir das Recht zur Einrichtung und Führung eigener Privatschulen zu, ändern weltanschaulichen Gruppen seien sie nicht verwehrt.
Den Privatschulen sollen vom Staate verhältnismäßig die gleichen geldlichen Zuwendungen gemacht werden wie den Staatsschulen selbst; diese Schulen unterliegen in den profanen Fächern der Prüfung und staatlichen Kontrolle.
Ihre Zeugnisse sind mit denen, der Staatsschulen gleichwertig.

Wir erheben diese Forderung, weil wir glauben, daß nur der entschiedene und auch aus der Kraft und Fülle einer religiösen und weltanschaulichen Bindung gebildete Mensch den Aufgaben des Lebenskampfes gewachsen ist und alle Möglichkeiten des Menschen ausschöpfen kann.
In den Staatsschulen, nach Möglichkeit auch in den Berufsschulen, muß den Kindern nach Bestimmung der Eltern die Möglichkeit des Religionsunterrichtes in kirchlichem Auffrag geboten werden.
Diese Grundsätze gelten sowohl für die Volksschule wie für die höhere Schule.
Für das Volksschulalter ist die allgemeine Schulpflicht eine Selbstverständlichkeit.
Die Volksschule ist als Grundschule der Volksbildung mit großem Ernst in den Lehrplänen und Lehrmitteln zu erneuern und politisch zuverlässigen Lehrern anzuvertrauen.
Der Zugang zur höheren Schule soll erschwert werden, da es im Interesse des Volkes liegt, in den kommenden Jahrzehnten der Armut und harten Arbeit die Schicht der führenden Berufe qualitativ zu fördern und quantitativ zu beschränken.

Umso wichtiger ist es, daß den Minderbemittelten, Hochbegabten der Weg zu dieser Schicht geöffnet wird.

Der Staat hat darauf zu achten, daß die Universität Gelegenheit hat, sich ihre alte Unabhängigkeit und ihren alten hohen Anspruch in strenger Bemühung zurückzuerobern.
Sie soll in Geist und Aufbau ihrer Fakultäten und ihrer Führer und Lehrstühle das vom Spezialistentum verdunkelte Ziel der wahren Universita literarum, der Einheit und Fülle aller Wissenschaften neu zu gewinnen suchen.

Presse und Rundfunk

Presse und Rundfunk sind als Mittel der Meinungsbildung im dritten Reich für eine haßerfüllte und lügenhafte Propaganda ausgenutzt worden.

Sie müssen in Zukunft so geführt und verwaltet werden, daß das Volk ein neues Vertrauen zur Wahrheit von Nachricht und Darstellung und zur Glaubwürdigkeit des gesprochenen und geschriebenen Wortes gewinnt.
Auch ist die Zusammenarbeit aller demokratisch gesinnten Kräfte auf die Dauer nur fruchtbar, wenn die öffentlichen Auseinandersetzungen aus dem Geist der Sachlichkeit und Toleranz und nicht mit den Mitteln der Agitation, Verfälschung und Sensation geführt werden.

Um zu verhindern, daß die Presse der Macht eines anonymen Kapitals oder anderer unkontrollierterer Mächte verfällt, fördern wir die Öffentlichkeit der Besitzverhältnisse aller Verlage, auch der Buchverlage.
Die besondere Publizität des Rundfunks, dessen Sendeanlagen als Gemeinbesitz verwaltet werden sollen, fordert die paritätische Mitarbeit aller Parteien und Bekenntnisse.

Sozialismus und Eigentum

Wir bekennen uns zu einem wirtschaftlichen Sozialismus auf demokratischer Grundlage, und zwar in folgender Form:

Wir erstreben die Überführung gewisser großer Urproduktionen, Großindustrien und Großbanken in Gemeineigentum.
Wir wollen ferner, daß die Wirtschaft im Großen einheitlich und planvoll gelenkt werde, weil nur dadurch Fehlanlagen und Verschwendung volkswirtschaftlichen
Gutes verhindert und ein Wiederaufbau nach sozialen und gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsgesichtspunkten, und nicht nur nach privatwirtschaftlichen
Rentabilitätsgrundsätzen gesichert werden kann.

Deshalb wollen wir vor allem eine öffentliche Kontrolle und Lenkung der Kapitalanlage, soweit ein Interesse der Allgemeinheit daran vorliegt.
Solange die Rohstoffe infolge des Krieges besonders knapp sind, halten wir aus sozialen Gründen auch eine Weiterführung der Rohstoffbewirtschaftung für notwendig.
Sinn und Zweck aller sozialistischen Maßnahmen ist nicht die Verstärkung der Macht des Staates oder gar seiner Kriegsmacht, wie es in den nationalsozialistischen
und anderen Wirtschaften der Fall war, sondern ihr unmittelbares Ziel ist die Schaffung eines nach dem Stande der Technik und der besonderen Tage Deutschlands möglichst hohen Wohlstandes der breiten Massen unseres Volkes, auf die Dauer auch die Schaffung neuen Eigentums für die besitzlosen Schichten, weil nur auf der Grundlage dieses Eigentums ein gesundes Familienleben wachsen kann.

Wie in seinen Zielen so soll auch in seinen Methoden der Sozialismus, demokratisch und nicht diktatorisch sein.

Er muß also getragen werden vom Volke und seinen Organen selbst und muß innerhalb seines Rahmens , genügend Platz lassen für die Entfaltung persönlicher Initiative und für den Wettbewerb der besten Leistung, überhaupt muß das neue System planvoller Wirtschaftslenkung mit der alten abendländischen Idee der freien und verantwortlichen Persönlichkeit ausgefüllt und belebt werden.

Es ist daher unser sozialistisches Ziel, einer möglichst großen Zahl von Menschen ein Leben in Freiheit von Not, in menschlicher Würde und Selbstverantwortung zu sichern.

Bauerntum und Handwerk

Im deutschen Bauerntum herrschen im allgemeinen noch gesunde Eigentumsverhältnisse.
Deshalb muß hier das Eigentum grundsätzlich erhalten und geschützt werden.

Das schließt aber nicht aus, daß auch die Landwirtschaft in die gesamte Planung des Wiederaufbaues eingeordnet wird, sich insbesondere einer vernünftigen Anbauplanung fügt.

Die Landwirtschaft wird auf die Dauer eines besonderen Schutzes bedürfen, wenn die Produkte des Weltmarktes wieder nach Deutschland fließen werden.
Sie wird dann öffentlicher Hilfe bedürfen, um sich durch eine bessere technische Ausrüstung mit Maschinen und Geräten auf eine besonders intensive Bewirtschaftung ihres
Bodens einstellen zu können.
Das verantwortungsbewußte Bauerntum wird für diese öffentliche Hilfe schon jetzt die Voraussetzung schaffen, in dem es in den jetzigen Notzeiten seine Ablieferungspflichten gegenüber der hungernden Stadtbevölkerung sorgfältig erfüllt.
Im Hinblick auf den Zustrom von Millionen Ausgewiesener aus den verlorenen Gebieten und ihre Zusammendrängung auf dem Deutschland noch verbliebenen Boden ist aus sozialen Gründen die Aufrechterhaltung der Masse des vorhandenen Großgrundbesitzes nicht mehr zu verantworten, selbst wenn er bisher gute wirtschaftliche Leistungen erbracht hat.

Wir werden uns daher dafür einsetzen, daß der Großgrundbesitz — sei er privat oder öffentlich — weitgehend aufgefeilt und allmählich in den Besitz tüchtiger Bauernfamilien aus den verlorenen Gebieten überführt wird.

Eine wesentliche Grundlage jeder gesunden Wirtschaft, zumal angesichts des Wegfalls der deutschen Rüstungsindustrie, ist das deutsche Handwerk.

Es ist der Träger besonderer Qualitätsleistung, gesunder Eigentumsverhältnisse und von erheblicher kultureller Bedeutung.
Dem Handwerk muß weitgehender staatlicher Schutz und öffentliche Förderung zuteil werden.
Es muß die Möglichkeit zu durchgreifender genossenschaftlicher Selbsthilfe und damit auch zur Eigenfinanzierung erhalten.

Schutz und Rechte der Arbeit

Arbeit und Intelligenz sind die wichtigsten Unterpfänder des Wiederaufbaues.
Deshalb müssen sie wirksam vor Ausbeutung und Gefahren geschützt und durch planvolle Lenkung so nutzbringend wie möglich eingesetzt werden.

Die Lenkung der Arbeit muß aber ihre natürliche Grenze finden, wenn der Arbeiter dabei gegen seinen Willen von seiner Familie getrennt werden müßte.
Deshalb lehnen wir jede Zwangsverschickung von Arbeitskräften als eine Form moderner Sklaverei entschieden ab.

Infolge der Umstellung der Wirtschaft auf eine völlig anders geartete Friedensproduktion ist eine Umsetzung von Arbeitskräften, auch in eine berufsfremde Arbeit, unvermeidlich.
Es sind daher schnellstens Maßnahmen zur Umschulung solcher, Arbeitskräfte zu treffen, damit möglichst viele arbeitswillige Menschen zu einer neuen Berufstätigkeit in der Friedenswirtschaft übergehen können.
Sollte de Umstellung der Wirtschaft zur Arbeitslosigkeit führen, so sollen die zuständigen Stellen mit Zuschüssen aus- öffentlichen Mitteln wertschaffende Notstandsarbeiten organisieren.

Die Arbeiten sollen so ausgewählt werden, daß sie nicht nur an sich nützlich sind, sondern gleichzeitig auf die übrige Wirtschaft einen produktionssteigernden Antrieb ausüben.
Wir betrachten das Recht der Arbeitnehmer zum gewerkschaftlichen Zusammenschluß, zum kollektiven Abschluß von Tarifverträgen und zur Mitbestimmung in den Betrieben als selbstverständliche Bestandteile einer modernen Wirtschaftsdemokratie und wünschen die Weiterentwicklung dieser sozialen Grundrechte in Richtung auf eine gleichberechtigte Teilnahme der Arbeitnehmerschaft an der Führung der Wirtschaft.
Die Erhaltung der deutschen Sozialversicherung ist trotz der gegebenen finanziellen Schwierigkeiten eine Notwendigkeit; sie muß jedoch vereinfacht und
von übermäßiger bürokratischer Belastung befreit werden.

Neue Heimstätten

Die Bauwirtschaft ist in den kommenden Jahren neben der Landwirtschaft der lebenswichtigste Zweig der deutschen Wirtschaft.
Der Wiederaufbau der zerstörten Städte, insbesondere der Wohnungsbau, darf aber nicht allein der privaten Initiative und den „guten Beziehungen“ überlassen bleiben.
Eine öffentliche Planung muß nach Maßgabe der vorhandenen Baustoffe und Arbeitskräfte die Wiederherstellung und den Neubau ausreichenden Wohnraums in Stadt und Land anstreben.
Deshalb verlangen wir eine Genehmigungspflicht für alle Bau- und Reparaturvorhaben, zu denen fremde Hilfskräfte benötigt werden und ihre Einordnung in eine vernünftige soziale
Dringlichkeitsfolge, bei der solche Arbeiten an der Spitze stehen müssen, die bei geringem Aufwand die meisten Wohnungen beschaffen.
Unabhängig davon soll die Selbsthilfe von Hausbewohnern zur Reparatur ihrerWohnungen und ihres Hauses mit allen verfügbaren Mitteln gefördert werden, vor allem durch unverzügliche Zuteilung von Baustoffen in kleineren Mengen zur Deckung der Dächer, zur Schließung der Fenster und Türen und zur Aufrichtung von Innenwänden.
Bis zur Überwindung der Wohnungsnot muß in den Städten und auf dem Lande die öffentliche Bewirtschaftung des verfügbaren Wohnraumes ebenso aufrecht erhalten werden wie die Rationierung der Lebensmittel.

Durch strenge und gerechte Verteilung des vorhandenen Wohnraumes muß insbesondere den Wohnungs- und Heimatlosen unseres Volkes geholfen werden.
Zur Überwindung dieser Wohnungsnot sind aber schon rechtzeitig in Zusammenarbeit der Gemeinden mit der Bauwirtschaft und den Architekten großzügige, aber wirklichkeitsnahe Pläne zu einem Wiederaufbau der Städte vorzubereiten.

Ihr Ziel soll die möglichst schnelle Beschaffung menschenwürdiger Wohnungen für möglichst viele Familien sein.
Auch auf dem Lande sind Siedlungspläne großen Stils in Angriff zu nehmen, um denen, die durch Luftangriffe oder Ausweisung ihr Heim verloren haben, neue Heimstätten zu errichten.

Die Bereinigung der Währung

Das vergangene Regime hat mehr als ein Vielfaches an Marknoten in den Umlauf gebracht, als es dem Gleichgewicht zwischen Geld und Gütern entsprochen hätte.
Dadurch ist die Mark als Kaufmittel so entkräftet Worden, daß man für sie — abgesehen von den rationierten Waren — so gut wie nichts mehr kaufen kann.
Um dem Arbeitsverdienst aller Schaffende seine reale Kaufkraft wiederzugeben, wollen wir, daß die Währung schnellstens bereinigt werde.

Die Menge des umlaufenden Geldes muß wieder in eine vernünftige Beziehung zur vorhandenen und künftig zu produzierenden Gütermenge gebracht werden.
Welches Verfahren zu diesem Zwecke auch immer gewählt werden möge, wir wollen, daß der Schnitt, der dabei unvermeidlich sein wird, nicht mit einer scheinbaren Gleichmäßigkeit vorgenommen werde, sondern, daß das Opfer, das den kleineren Geldbesitzern auferlegt wird, genau wie bei einer gerechten Steuer nach einem niedrigeren Prozentsatz berechnet werde als der der größeren.

Arbeit und Brot, Wort und Schrift, Freiheit, Frieden und Sicherheit ohne Uniformen, ohne Kollektivismus, ohne Machtrausch in seinen zahlreichen Formen, das ist es, was wir als christliche Politiker für das deutsche Volk wünschen, wofür wir bereit sind, all unser Bemühen und unsere Kräfte einzusetzen.

Wer ehrlichen Willens und opferbereit dem gleichen ‚Ziele zustrebt, schließe sich uns, die Kräfte verdoppelnd, an.
Wer andere Anschauungen hat, ist nicht unser Feind; wir werden versuchen, uns mit ihm wenigstens teilweise zu verständigen.

So, wie die Dinge liegen, kann nicht eine einzige Richtung allein bestimmend sein.
Das deutsche Vaterland muß geistig und seelisch groß genug werden, um einer echt demokratischen Toleranz Platz zu schaffen.

Nur wer für ein totalitäres System der Unterdrückung eintritt, ist unser erklärter Feind.
Das deutsche Volk hat endgültig genug davon.

In diesem Sinn gehen wir geduldig, zäh und zukunftsgläubig an die Arbeit — all den entsetzlichen Schwierigkeiten zum Trotz, die uns der Wahnsinn der letzten 12 Jahre hinterlassen hat.
Quelle: Frankfurt a. M., im September 1945.2000 11.45. Gottlieb & Müller, Frankfurt am Main

Sicherlich lesenswert und vor allem wegweisende Leitsätze, wie ich meine!
Vor allem ein sehr gutes Programm und für jeden, der einen unbelasteten Neubeginn wünschte, durchaus Wert es zu unterstützen.
Ich hätte diese Leitsätze, nach den verheerenden Vorgängen im zweiten Weltkrieg und während des Dritten Reichs, jederzeit unterstützt!

Die Düsseldorfer Leitsätze des Wirtschaftsausschußes der CDU in der britischen Besatzungszone vom 15. Juli 1949, Düsseldorf (Kurzfassung)

Die „soziale Marktwirtschaft“ steht aber auch im Gegensatz zur sogenannten „freien Marktwirtschaft“ liberalistischer Prägung.
Um einen Rückfall in die „freie Wirtschaft“ zu vermeiden, ist zur Sicherung des Leistungswettbewerbs die unabhängige Monopolkontrolle nötig.

Denn so wenig der Staat oder halböffentliche Stellen die gewerbliche Wirtschaft und einzelne Märkte lenken sollen, so wenig dürfen Privatpersonen und private Verbände derartige Lenkungsaufgaben übernehmen.

Die „soziale Marktwirtschaft“ verzichtet auf Planung und Lenkung von Produktion, Arbeitskraft und Absatz.

Sie bejaht jedoch die planvolle Beeinflussung der Wirtschaftspolitik auf Grund einer elastischen Anpassung an die Marktbeobachtung.

Diese Wirtschaftspolitik führt in sinnvoller Kombination von Geld- und Kredit-, Handels- und Zoll-, Steuer-, Investitions- und Sozialpolitik sowie anderen Maßnahmen dazu, daß die Wirtschaft in Erfüllung ihrer letzten Zielsetzung der Wohlfahrt und der Bedarfsdeckung des ganzen Volkes dient.
Diese Bedarfsdeckung hat selbstverständlich auch eine angemessene Versorgung des notleidenden Teiles der Bevölkerung zu umfassen.
Die vorwiegend eigentumsrechtlichen und gesellschaftspolitischen Grundsätze des Ahlener Programms werden anerkannt, jedoch nach der marktwirtschaftlichen Seite hin ergänzt und fortentwickelt.

Praktisch ein halbes Jahr später!
Im vorangegangenen Auszug aus den Leitsätzen ist schon der Einfluss der USA (Marshallplan) in Richtung US-geprägter Marktwirtschaft zu erkennen, der in den Folgemonaten und -jahren immer mehr an Gestalt angenommen hatte.

Noch ein interessanter Beitrag – Zeitungsausschnitt – aus der Berliner Zeitung, vom 21.07.2010, als Kopie:

 

„Man traut sich nicht das Volk zu fragen, weil es die falschen Antworten geben könnte.“ – Andreas Voßkuhle Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

Hat das vereinte Deutschland deshalb bis heute keine gemeinsame, vom Volk bestätigte Verfassung?

Dennoch stehen diese Forderungen noch in der Verfassung von Nordrhein-Westfalen:

(SGV. NRW.) mit Stand vom 17.7.2019
Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen vom 28.06.1950
26 / 95
Artikel 27
(1) Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden.
(2) Zusammenschlüsse, die ihre wirtschaftliche Macht missbrauchen, sind zu verbieten.

15. Juni 1945
Der Zentralausschuss der SPD in Berlin appelliert im Gründungsaufruf an die Deutschen, »Demokratie in Staat und Gemeinde, Sozialismus in Wirtschaft und Gesellschaft« zu verwirklichen.
Banken, Versicherungen, Bodenschätze, Bergwerke sollen verstaatlicht, Großgrundbesitz und Großindustrie für den Wiederaufbau herangezogen und arbeitslose Einkommen abgeschafft werden.
Die »organisatorische Einheit der deutschen Arbeiterklasse« wird befürwortet und daher auch die Aktionseinheit mit gleich gesinnten Parteien.
Die in den Westzonen von Schumacher wiedergegründete SPD (Ortsverein Hannover seit 6. 5. 1945) lehnt – anders als die SPD unter Grotewohl in Berlin – entschieden ab, mit der KPD zu kooperieren.
bpb

Muss da sofort an den Vorstoß von Herrn Kühnert im Mai 2019 und die teils drastischen Reaktionen seiner Parteigenossen denken!

26. Juni 1945
Die in Berlin gegründete CDU (Hermes, Kaiser und Lemmer) bekennt sich zum »christlichen Sozialismus«: Das Privateigentum wird zwar bejaht, doch auch die Sozialisierung der Bodenschätze, des Bergbaus und anderer Schlüsselindustrien.
Die Partei erstrebt eine »Ordnung in demokratischer Freiheit«, die sich auf die »kulturgestaltenden sittlichen und geistigen Kräfte des Christentums« stützt, und einen ökonomischen Wiederaufbau »ohne jede Rücksicht auf persönliche Interessen und wirtschaftliche Theorien in straffer Planung«.

26. Juni 1945
In Berlin wird die CDU gegründet, die sich als gemeinsame Partei beider Konfessionen zum »christlichen Sozialismus« bekennt.
Zu den unterschiedlichen Zielsetzungen der »Berliner« und »Kölner« CDU: 17. 6. 1945 und 26. 6. 1945.
Am 19. 12. 1945 werden auf Druck der SMAD (Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland) der CDU-Vorsitzende Andreas Hermes und sein Stellvertreter Walther Schreiber abgesetzt, da sie eine Entschädigung für den nicht in der NS-Zeit belasteten Grundbesitz und »lebensfähige Familienbetriebe« anstelle der Parzellierung durch die Bodenreform gefordert hatten.
(3. – 10. 9. 1945) Die neue CDU-Führung unter Jakob Kaiser und Ernst Lemmer vertritt die Idee der Blockfreiheit: Deutschland soll neutral bleiben und eine Brückenfunktion zwischen Ost und West wahrnehmen, um seine Einheit und die Sicherheit Berlins nicht zu gefährden.
Die SMAD toleriert diesen Kurs zeitweilig bis zur »Volkskongressbewegung«. (6./7. 12. 1947)

11. Juni 1945
Die KPD kann sich als erste Partei in Berlin mit einem Aufruf an die deutsche Öffentlichkeit wenden, dazu: 11. 6. 1945.
Das vorgeschlagene Aktionsprogramm empfiehlt die Bildung eines antifaschistischen Blocks demokratischer Parteien.
Ausdrücklich verworfen wird der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen – siehe auch weiter unten!.

Quelle: https://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschland-chronik/131190

Die SPD formulierte 1945 ihre sozialistischen Ziele!

Entnommen aus „Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern (DGDB)“ – Band 8. Die Besatzungszeit und die Entstehung zweier Staaten 1945-1961 – Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Aufruf zum Neuaufbau der Organisation:

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Aufruf zum Neuaufbau der Organisation:

(15. Juni 1945)
Am 15. Juni 1945, wenige Tage nach dem Gründungsmanifest der KPD, erscheint der Aufruf des Zentralausschusses der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zur Neugründung der SPD.
Er setzt sich für eine parlamentarische Demokratie in Deutschland ein, fordert aber in Wirtschaft und Gesellschaft uneingeschränkt die Einführung des Sozialismus und umfangreiche Verstaatlichungen.
Ebenfalls gefordert wird die „organisatorische Einheit der deutschen Arbeiterklasse“ anstatt der in der Weimarer Republik verfestigten Spaltung in zwei politische Parteien, obwohl die genaue Ausgestaltung dieser Einheit innerhalb der SPD umstritten ist und die Kommunisten vielfach mit Misstrauen betrachtet werden.

Arbeiter, Bauern und Bürger! Männer und Frauen! Deutsche Jugend!

Der Nazifaschismus ist in einem grausigen Abgrund der Vernichtung versunken!
Er hat das deutsche Volk in tiefster seelischer Qual, in einer unvorstellbaren Not zurückgelassen!
Das Gefühl für Rechtlichkeit ist gelähmt! Die nackte Not grinst dem Volke aus den Ruinen vernichteter Wohnungen und geborstener Fabriken entgegen.
Hitlers Cäsarenwahnsinn ist durch die siegreichen verbündeten Armeen ausgemerzt und damit die militärische Raubgier des deutschen Imperialismus für alle Zeiten vernichtet.
Das deutsche Volk muß die Kosten der faschistischen Hochstapelei bezahlen!
Ehrlose Hasardeure und wahnwitzige Machtpolitikaster haben den Namen des deutschen Volkes in der ganzen Welt geschändet und entehrt.

Schweigend und voll Ergriffenheit senken wir unsere Fahnen vor unserem Johannes Stelling, Rudolf Breitscheid, Julius Leber, Wilhelm Leuschner und vor den tausendfachen Opfern aus allen Parteien, Konfessionen und Gesellschaftsschichten des deutschen Volkes, die der blutgierige Faschismus verschlungen hat.
Aber all diese Opfer an Gesundheit und Blut, Hab und Gut in der illegalen Arbeit haben es leider nicht vermocht, die satanische Organisation der Unterdrückung zu beseitigen.
Das deutsche Volk wird nicht verzweifeln!
Sein Lebenswille wird stärker sein als sein Unglück!
Mit seinen letzten Kräften wird es sich aufraffen, denn es will, wird und muß weiterleben!

Die Geschichte erteilt dem deutschen Volk die eherne Lehre, sich auf seinem dornenvollen Opfergang, trotz Hunger und Elend, durch unermüdliche Arbeit und eisernen Willen die Achtung aller friedlichen, freiheitliebenden Völker zu erwerben.
Niemals und von niemandem soll das deutsche Volk je wieder als vertrauensseliges Opfer gewissenloser politischer Abenteurer mißbraucht werden.
Der politische Weg des deutschen Volkes in eine bessere Zukunft ist damit klar vorgezeichnet: Demokratie in Staat und Gemeinde, Sozialismus in Wirtschaft und Gesellschaft!
Wir sind bereit und entschlossen, hierbei mit allen gleichgesinnten Menschen und Parteien zusammenzuarbeiten.

Wir begrüßen daher auf das wärmste den Aufruf des Zentral-Komitees der Kommunistischen Partei Deutschlands vom 11. Juni 1945, der zutreffend davon ausgeht, daß der Weg für den Neubau Deutschlands von den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen Deutschlands abhängig ist, und daß die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Lage die Aufrichtung eines antifaschistischen demokratischen Regimes und einer parlamentarisch-demokratischen Republik mit allen demokratischen Rechten und Freiheiten für das Volk erfordern.

In dieser entscheidenden Stunde ist es wiederum die geschichtliche Aufgabe der deutschen Arbeiterklasse, Trägerin des Staatsgedankens zu sein: einer neuen antifaschistisch-demokratischen Republik!
Jedes eigensüchtige Parteiengezänk, wie es das politische Schlachtfeld der Weimarer Republik erfüllte, muß im Keime erstickt werden.

In einer antifaschistisch-demokratischen Republik können demokratische Freiheiten nur denen gewährt werden, die sie vorbehaltlos anerkennen.
Demokratische Freiheiten sind aber denen zu versagen, die sie nur nutzen wollen, um die Demokratie zu schmähen und zu zerschlagen.
Das elementarste Lebensgesetz des neuen Staates verlangt die völlige Beseitigung aller Reste der faschistischen Gewaltherrschaft.
Ebenso muß der Militarismus aus den Köpfen und Herzen getilgt werden.
Die durch den Faschismus geistig entwurzelte Jugend muß wieder zu freien und kritisch denkenden Menschen erzogen werden.

Der neue Staat muß wieder gutmachen, was an den Opfern des Faschismus gesündigt wurde, er muß wieder gutmachen, was faschistische Raubgier an den Völkern Europas verbrochen hat.
Dieser Staat muß zuerst und vor allem dem deutschen Volk die wirtschaftliche und moralische Kraft geben, diese übermenschliche Aufgabe zu erfüllen.

Deshalb fordert die Sozialdemokratische Partei Deutschlands:

1. Restlose Vernichtung aller Spuren des Hitlerregimes in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Einen sauberen Staat der Rechtlichkeit und Gerechtigkeit. Haftpflicht der Mitglieder der NSDAP und ihrer Gliederungen für die durch das Naziregime verursachten Schäden.

2. Sicherung der Ernährung. Bereitstellung von Arbeitskräften und genossenschaftlichen Zusammenschluß in der Landwirtschaft. Verbreiterung der Fettgrundlage durch Einfuhr von Rohstoffen, Futtermitteln und Vieh. Förderung der Verbrauchergenossenschaften und Neuregelung des Kleinhandels.

3. Sicherung des lebensnotwendigen Bedarfs der breiten Volksmassen an Wohnung, Kleidung und Heizung mit Hilfe der kommunalen Selbstverwaltung.

4. Wiederaufbau der Wirtschaft unter Mitwirkung der kommunalen Selbstverwaltung und der Gewerkschaften. Beschleunigte Wiederherstellung der Verkehrsmittel. Beschaffung von Rohstoffen.
Beseitigung aller Hemmungen der privaten Unternehmerinitiative unter Wahrung der sozialen Interessen. Beseitigung der nazistischen Überorganisation in der Wirtschaft.
Klaren und einfachen Neuaufbau ehrenamtlich verwalteter Wirtschaftsverbände.
Neuaufbau des Geldwesens. Sicherung der Währung.
Kommunale Kredite für Industrie, Handwerk und Handel.
Belebung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Vereinfachung des Steuerwesens durch straffste Zusammenfassung der Steuerarten. Stärkere Berücksichtigung der sozialen Lage bei der Bemessung der Steuern.

5. Volkstümlichen Kulturaufbau. Erziehung der Jugend im demokratischen, sozialistischen Geiste. Förderung von Kunst und Wissenschaft.

6. Neuregelung des Sozialrechtes. Freiheitliche und demokratische Gestaltung des Arbeitsrechtes. Einbau der Betriebsräte in die Wirtschaft. Mitwirkung der Gewerkschaften und Verbrauchergenossenschaften bei den Organisationen der Wirtschaft. Ausbau der Sozialversicherung zur Sozialversorgung für Kranke, Wöchnerinnen und Mütter, Invalide und Unfallverletzte, Witwen, Waisen, Kriegsversehrte und Arbeitslose. Einbeziehung aller arbeitenden Menschen in die Sozialversorgung.

7. Förderung der Wohnungsfürsorge und des Siedlungswesens, Kommunale Wohnungsaufsicht. Anpassung der Mieten und Hypotheken an die durch die Kriegsfolgen geschaffene Wirtschaftslage. Aufteilung des Großgrundbesitzes zur Schaffung von Grund und Boden für umsiedlungsbereite Großstädter. Verpflanzung von mittel- und kleinindustriellen Betrieben in wirtschaftlich günstig gelegene Landbezirke.

8. Verstaatlichung der Banken, Versicherungsunternehmungen und der Bodenschätze, Verstaatlichung der Bergwerke und der Energiewirtschaft. Erfassung des Großgrundbesitzes und der lebensfähigen Großindustrie und aller Kriegsgewinne für die Zwecke des Wiederaufbaus. Beseitigung des arbeitslosen Einkommens aus Grund und Boden und Mietshäusern. Scharfe Begrenzung der Verzinsung aus mobilem Kapital. Verpflichtung der Unternehmer zur treuhänderischen Leitung der ihnen von der deutschen Volkswirtschaft anvertrauten Betriebe. Beschränkung des Erbrechtes auf die unmittelbaren Verwandten.

9. Anpassung des Rechtes an die antifaschistisch-demokratische Staatsauffassung. Staatlichen Schutz der Person. Freiheit der Meinungsäußerung in Wort, Bild und Schrift unter Wahrung der Interessen des Staates und der Achtung des einzelnen Staatsbürgers. Gesinnungsfreiheit und Religionsfreiheit. Strafrechtlichen Schutz gegen Rassenverhetzung.
Unser armes und gequältes Volk muß durch die Schuld Hitlers durch unsägliches Elend und ein tiefes Tal des Leides gehen! Wir wollen mithelfen, es wieder emporzuführen zu den Höhen einer menschenwürdigen Kultur, zu der Freundschaft mit allen Völkern der Welt.

Wir wollen vor allem den Kampf um die Neugestaltung auf dem Boden der organisatorischen Einheit der deutschen Arbeiterklasse führen!
Wir sehen darin eine moralische Wiedergutmachung politischer Fehler der Vergangenheit, um der jungen Generation eine einheitliche politische Kampforganisation in die Hand zu geben.

Die Fahne der Einheit muß als leuchtendes Symbol in der politischen Aktion des werktätigen Volkes vorangetragen werden!
Wir bieten unsere Bruderhand allen, deren Losung ist: Kampf gegen den Faschismus, für die Freiheit des Volkes, für Demokratie und Sozialismus!
Darum rufen wir alle unsere Freunde, Genossinnen und Genossen in Stadt und Land auf, mit der alten Hingabe und neuem Mut sofort mit dem Aufbau der Organisation zu beginnen.

Vorwärts! An die Arbeit!
Zentralausschuß der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
Quelle: Aufruf vom 15. Juni 1945 zum Neuaufbau der Organisation; abgedruckt in Ossip Kurt Flechtheim, Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg 1973, S. 212-15. Copyright © 1973 by Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg.

Das sind also die Gründe warum die KPD und SPD zur SED vereinigt haben!

Ich denke, das sollten wir unbedingt dem Vorsitz der SPD mitteilen!
Ist das Wissen in der SPD wirklich verloren gegangen, was ist mit Traditionspflege und aus dem Grundanliegen dieser Partei geworden?
Nein, ich erinnere mich sie hatte schon in der Weimarer Republik Identitätsprobleme!

Ja die ersten Parteien im Nachkriegsdeutschland hatte einmal ganz schön fortschrittlich Ansätze!
Oder waren sie durch den Kriegs-Schock lediglich ihrer Zeit weit voraus und wurden von der „grausamen“ Realität wieder eingeholt?

Auch die sowjetische Besatzungszone steckte zu dieser Zeit ihre Ziele ab!

Der „Aufruf des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Deutschlands (11. Juni 1945)“.

Entnommen aus „Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bildern (DGDB)“ – Band 8. Die Besatzungszeit und die Entstehung zweier Staaten 1945-1961 – Aufruf des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Deutschlands (11. Juni 1945).

Quelle: Aufruf des Zentralkomitees vom 11. Juni 1945; abgedruckt in Ossip Kurt Flechtheim, Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland. Hamburg, 1973, S. 292-99. Copyright © 1973 by Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg.

Auch diesen Aufruf des Zentralkomitees möchte ich zur besseren Vergleichbarkeit komplett wiedergeben:

In der sowjetischen Besatzungszone werden bereits am 10. Juni 1945 „antifaschistische“ Parteien und Gewerkschaften wieder zugelassen.

Der Neubeginn der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) wird maßgeblich von einer Anfang Mai aus dem Moskauer Exil zurückgekehrten Gruppe von sowjettreuen Politikern unter der Führung Wilhelm Piecks und Walter Ulbrichts bestimmt.
Ihr am 11. Juni 1945 veröffentlichter Aufruf ist bewusst moderat formuliert.

Er gesteht politische Fehler in der Vergangenheit ein, wendet sich ausdrücklich gegen eine Übertragung des sowjetischen Systems auf Deutschland und propagiert die Einführung einer parlamentarischen Demokratie nach westlichem Muster.
Ausgesprochen gemäßigt formuliert sind die Abschnitte zur künftigen Gestaltung des Wirtschaftssystems, die Enteignungen und Verstaatlichungen nur in ganz begrenztem Ausmaß vorsehen.

Der Aufruf der KPD setzt sich von den klassenkämpferischen Parolen der zwanziger und frühen dreißiger Jahre deutlich ab und knüpft stattdessen an das Konzept der Volksfront an, das 1935 von der Komintern als breite antifaschistische Koalition proklamiert worden war.
Er greift zudem die Erfahrungen der Zusammenarbeit mit NS-kritischen Offizieren im „Nationalkomitee Freies Deutschland“ während des Zweiten Weltkriegs auf.

Der Aufruf beginnt mit einem völlig anderen Ansatz als die Leitsätze der CDU, nämlich der totalen Ausmerzung der nationalsozialistischen Ideologie und der Bestrafung ihrer Köpfe und aktiven Mitläufer!
Und er klagt auch die Großbanken und Konzerne sowie das gesamte deutsche Volk einer Mitschuld an, was die Leitsätze komplett vermissen lassen.
Der Aufruf lässt zudem auch erkennen, dass die Verfasser sich nicht aus der Mitverantwortung herausmogeln wollen!

Schaffendes Volk in Stadt und Land!  Männer und Frauen! Deutsche Jugend!

Wohin wir blicken, Ruinen, Schutt und Asche.
Unsere Städte sind zerstört, weite, ehemals fruchtbare Gebiete verwüstet und verlassen.
Die Wirtschaft ist desorganisiert und völlig gelähmt.
Millionen und aber Millionen Menschenopfer hat der Krieg verschlungen, den das Hitlerregime verschuldete.
Millionen wurden in tiefste Not und höchstes Elend gestoßen.

Eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes ist über Deutschland hereingebrochen und aus den Ruinen schaut das Gespenst der Obdachlosigkeit, der Seuchen, der Arbeitslosigkeit, des Hungers.

Und wer trägt daran die Schuld?

Die Schuld und Verantwortung tragen die gewissenlosen Ausbeuter und Verbrecher, die die Schuld am Kriege tragen.
Es sind die Hitler und Göring, Himmler und Goebbels, die aktiven Anhänger und Helfer der Nazipartei.
Es sind die Träger des reaktionären Militarismus, die Keitel, Jodl und Konsorten.
Es sind die imperialistischen Auftraggeber der Nazipartei, die Herren der Großbanken und Konzerne, die Krupp und Röchling, Poensgen und Siemens.

Eindeutig ist diese Schuld.
Sie wurde von den Naziführern selbst offen bekannt, als sie auf der Höhe ihrer kriegerischen Triumphe standen, als ihnen Sieg und Beute gesichert erschienen.

Euch allen, Ihr Männer und Frauen des schaffenden Volkes, Euch Soldaten und Offizieren, klingen noch die Worte in den Ohren:
»Das ist für uns der Sinn des Krieges! Wir kämpfen nicht um Ideale; wir kämpfen um die ukrainischen Weizenfelder, um das kaukasische Erdöl, den Reichtum der Welt. Gesundstoßen wollen wir uns!«

Dafür wurde das nationale Dasein unseres Volkes aufs Spiel gesetzt.
Der totale Krieg Hitlers – das war der ungerechteste, wildeste und verbrecherischste Raubkrieg aller Zeiten!

Das Hitlerregime hat sich als Verderben für Deutschland erwiesen; denn durch seine Politik der Aggression und der Gewalt, des Raubes und des Krieges, der Völkervernichtung hat Hitler unser eigenes Volk ins Unglück gestürzt und es vor der gesamten gesitteten Menschheit mit schwerer Schuld und Verantwortung beladen.

Ein Verbrechen war die gewaltsame Annexion Österreichs, die Zerstückelung der Tschechoslowakei.
Ein Verbrechen war die Eroberung und Unterdrückung Polens, Dänemarks, Norwegens, Belgiens, Hollands und Frankreichs, Jugoslawiens und Griechenlands.
Ein Verbrechen, das sich so furchtbar an uns selbst rächte, war die Coventrierung und Ausradierung englischer Städte.

Das größte und verhängnisvollste Kriegsverbrechen Hitlers aber war der heimtückische, wortbrüchige Überfall auf die Sowjetunion, die nie einen Krieg mit Deutschland gewollt hat, aber seit 1917 dem deutschen Volke zahlreiche Beweise ehrlicher Freundschaft erbracht hat.

Deutsche Arbeiter!
Konnte es ein größeres Verbrechen als diesen Krieg gegen die Sowjetunion geben?

Und ungeheuerlich sind die Greueltaten, die von den Hitlerbanditen in fremden Ländern begangen wurden.
An den Händen der Hitlerdeutschen klebt das Blut von vielen, vielen Millionen gemordeter Kinder, Frauen und Greise.
In den Todeslagern wurde die Menschenvernichtung Tag für Tag fabrikmäßig in Gaskammern und Verbrennungsöfen betrieben.
Bei lebendigem Leibe verbrannt, bei lebendigem Leibe verscharrt, bei lebendigem Leibe in Stücke geteilt – so haben die Nazibanditen gehaust!
Millionen Kriegsgefangene und nach Deutschland verschleppte ausländische Arbeiter wurden zu Tode geschunden, starben an Hunger, Kälte und Seuchen.

Die Welt ist erschüttert und zugleich von tiefstem Haß gegenüber Deutschland erfüllt angesichts dieser beispiellosen Verbrechen, dieses grauenerregenden Massenmordens, die von Hitlerdeutschland als System betrieben wurden.
Wäre gleiches mit gleichem vergolten worden, deutsches Volk, was wäre mit Dir geschehen?

Aber auf der Seite der Vereinten Nationen, mit der Sowjetunion, England und den Vereinigten Staaten an der Spitze, stand die Sache der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Fortschritts.
Die Rote Armee und die Armeen ihrer Verbündeten haben durch ihre Opfer die Sache der Menschheit vor der Hitlerbarbarei gerettet.
Sie haben die Hitlerarmeen zerschlagen, den Hitlerstaat zertrümmert und damit auch Dir, schaffendes deutsches Volk, Frieden und Befreiung aus den Ketten der Hitlersklaverei gebracht.

Um so mehr muß in jedem deutschen Menschen das Bewußtsein und die Scham brennen, daß das deutsche Volk einen bedeutenden Teil Mitschuld und Mitverantwortung für den Krieg und seine Folgen trägt.

Nicht nur Hitler ist schuld an den Verbrechen, die an der Menschheit begangen wurden!
Ihr Teil Schuld tragen auch die zehn Millionen Deutsche, die 1932 bei freien Wahlen für Hitler stimmten, obwohl wir Kommunisten warnten: »Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!«

Ihr Teil Schuld tragen alle jene deutschen Männer und Frauen, die willenlos und widerstandslos zusahen, wie Hitler die Macht an sich riß, wie er alle demokratischen Organisationen, vor allem die Arbeiterorganisationen, zerschlug und die besten Deutschen einsperren, martern und köpfen ließ.
Schuld tragen alle jene Deutschen, die in der Aufrüstung die »Größe Deutschlands« sahen und im wilden Militarismus, im Marschieren und Exerzieren das allein seligmachende Heil der Nation erblickten.

Unser Unglück war, daß Millionen und aber Millionen Deutsche der Nazidemagogie verfielen, daß das Gift der tierischen Rassenlehre, des»Kampfes um Lebensraum« den Organismus des Volkes verseuchen konnte.
Unser Unglück war, daß breite Bevölkerungsschichten das elementare Gefühl für Anstand und Gerechtigkeit verloren und Hitler folgten, als er ihnen einen gutgedeckten Mittags- und Abendbrottisch auf Kosten anderer Völker, durch Krieg und Raub versprach.

So wurde das deutsche Volk zum Werkzeug Hitlers und seiner imperialistischen Auftraggeber.

Deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen! Deutsche Arbeiterjugend! Schaffendes deutsches Volk!

Gegen den Willen eines geeinten und kampfbereiten Volkes hätte Hitler niemals die Macht ergreifen, sie festigen und seinen verbrecherischen Krieg führen können.

Wir deutschen Kommunisten erklären, daß auch wir uns schuldig fühlen, indem wir es trotz der Blutopfer unserer besten Kämpfer infolge einer Reihe unserer Fehler nicht vermocht haben, die antifaschistische Einheit der Arbeiter, Bauern und Intelligenz entgegen allen Widersachern zu schmieden, im werktätigen Volk die Kräfte für den Sturz Hitlers zu sammeln, in den erfolgreichen Kampf zu führen und jene Lage zu vermeiden, in der das deutsche Volk geschichtlich versagte.

Nach all dem Leid und Unglück, der Schmach und Schande, nach der dunkelsten Ära deutscher Geschichte, heute, am Ende des »Dritten Reiches«, wird uns auch der sozialdemokratische Arbeiter recht geben, daß sich die faschistische Pest in Deutschland nur ausbreiten konnte, weil 1918 die Kriegsschuldigen und Kriegsverbrecher ungestraft blieben, weil nicht der Kampf um eine wirkliche Demokratie geführt wurde, weil die Weimarer Republik der Reaktion freies Spiel gewährte, weil die Antisowjethetze einiger demokratischer Führer Hitler den Weg ebnete und die Ablehnung der antifaschistischen Einheitsfront die Kraft des Volkes lähmte.

Daher fordern wir: Keine Wiederholung der Fehler von 1918!
Schluß mit der Spaltung des schaffenden Volkes!
Keinerlei Nachsicht gegenüber dem Nazismus und der Reaktion!

Nie wieder Hetze und Feindschaft gegenüber der Sowjetunion; denn wo diese Hetze auftaucht, da erhebt die imperialistische Reaktion ihr Haupt!

Die Kommunistische Partei Deutschlands war und ist die Partei des entschiedenen Kampfes gegen Militarismus, Imperialismus und imperialistischen Krieg.
Sie ist nie von diesem Wege abgewichen.
Sie hat die Fahne Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs, Ernst Thälmanns und Jonny Schehrs stets reingehalten.
Mit Stolz blicken wir Kommunisten auf diesen Kampf zurück, in dem unsere besten und treuesten Genossen fielen.
Rechtzeitig und eindringlich haben wir gewarnt, der imperialistische Weg, der Weg des Hitlerfaschismus führt Deutschland unvermeidlich in die Katastrophe.

Im Januar 1933 forderte die Kommunistische Partei zum einmütigen Generalstreik auf, um den Machtantritt Hitlers zu verhindern.
Im Juni 1933 haben wir gewarnt: »Der Krieg steht vor der Tür! Hitler treibt Deutschland in die Katastrophe!«

Im Januar 1939 hat die Berner Konferenz der KPD dem deutschen Volk zugerufen: »Im Osten wie im Westen schafft das Hitlerregime eine Lage, wo über Nacht das deutsche Volk in die Katastrophe des Krieges gestürzt werden kann – eines Krieges gegen die gewaltige Front aller von Hitler und der Kriegsachse bedrohten und angegriffenen Völker.«
Im Oktober 1941, als Hitler prahlerisch verkündete, Sowjetrußland sei endgültig zu Boden geworfen und werde sich niemals mehr erheben, da erklärte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands in einem Aufruf an das deutsche Volk und an das deutsche Heer: »Dieser Krieg ist ein für das deutsche Volk hoffnungsloser Krieg. Hitlers Niederlage ist unvermeidlich. Die einzige Rettung für das deutsche Volk besteht darin, mit dem Krieg Schluß zu machen. Um aber mit dem Kriege Schluß zu machen, muß Hitler gestürzt werden. Und wehe unserem Volk, wenn es sein Schicksal bis zuletzt an Hitler bindet!«

Jetzt gilt es, gründlich und für immer die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen.
Ein ganz neuer Weg muß beschritten werden!

Werde sich jeder Deutsche bewußt, daß der Weg, den unser Volk bisher ging, ein falscher Weg, ein Irrgang war, der in Schuld und Schande, Krieg und Verderben führte.
Nicht nur der Schutt der zerstörten Städte, auch der reaktionäre Schutt aus der Vergangenheit muß gründlich hinweggeräumt werden.
Möge der Neubau Deutschlands auf solider Grundlage erfolgen, damit eine dritte Wiederholung der imperialistischen Katastrophenpolitik unmöglich wird.
Mit der Vernichtung des Hitlerismus gilt es gleichzeitig, die Sache der Demokratisierung Deutschlands, die Sache der bürgerlich-demokratischen Umbildung, die 1848 begonnen wurde, zu Ende zu führen, die feudalen Überreste völlig zu beseitigen und den reaktionären altpreußischen Militarismus mit allen seinen ökonomischen und politischen Ablegern zu vernichten.

Wir sind der Auffassung, daß der Weg, Deutschland das Sowjetsystem aufzuzwingen, falsch wäre, denn dieser Weg entspricht nicht den gegenwärtigen Entwicklungsbedingungen in Deutschland.
Wir sind vielmehr der Auffassung, daß die entscheidenden Interessen des deutschen Volkes in der gegenwärtigen Lage für Deutschland einen anderen Weg vorschreiben, und zwar den Weg der Aufrichtung eines antifaschistischen, demokratischen Regimes, einer parlamentarisch-demokratischen Republik mit allen demokratischen Rechten und Freiheiten für das Volk.

An der gegenwärtigen historischen Wende rufen wir Kommunisten alle Werktätigen, alle demokratischen und fortschrittlichen Kräfte des Volkes zu diesem großen Kampf für die demokratische Erneuerung Deutschlands, für die Wiedergeburt unseres Landes auf!

Die unmittelbarsten und dringendsten Aufgaben auf diesem Wege sind gegenwärtig vor allem:

  1. Vollständige Liquidierung der Überreste des Hitlerregimes und der Hitlerpartei, Mithilfe aller ehrlichen Deutschen bei der Aufspürung der versteckten Naziführer, Gestapoagenten und SS- Banditen. Restlose Säuberung aller öffentlichen Ämter von den aktiven Nazisten. Außer der Bestrafung der großen Kriegsverbrecher, die vor den Gerichten der Vereinten Nationen stehen werden, strengste Bestrafung durch deutsche Gerichte aller jener Nazis, die sich krimineller Verbrechen und der Teilnahme an Hitlers Volksverrat schuldig gemacht haben. Schnellste und härteste Maßnahmen gegen alle Versuche, die verbrecherische und nazistische Tätigkeit illegal fortzusetzen, gegen alle Versuche, die Herstellung der Ruhe und Ordnung und eines normalen Lebens der Bevölkerung zu stören.
  2. Kampf gegen Hunger, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit. Allseitige aktive Unterstützung der Selbstverwaltungsorgane in ihrem Bestreben, rasch ein normales Leben zu sichern und die Erzeugung wieder in Gang zu bringen. Völlig ungehinderte Entfaltung des freien Handels und der privaten Unternehmerinitiative auf der Grundlage des Privateigentums. Wirkungsvolle Maßnahmen zum Wiederaufbau der zerstörten Schulen, Wohn- und Arbeitsstätten. Strenge Sparsamkeit in der Verwaltung und bei allen öffentlichen Ausgaben. Umbau des Steuerwesens nach dem Grundsatz der progressiven Steigerung, Sicherung der restlosen Ernteeinbringung auf dem Wege breiter Arbeitshilfe für die Bauern, gerechte Verteilung der Lebensmittel und der wichtigsten Verbrauchsgegenstände; energischer Kampf gegen die Spekulation.
  3. Herstellung der demokratischen Rechte und Freiheiten des Volkes. Wiederherstellung der Legalität freier Gewerkschaften der Arbeiter, Angestellten und Beamten sowie der antifaschistischen demokratischen Parteien. Umbau des Gerichtswesens gemäß den neuen demokratischen Lebensformen des Volkes. Gleichheit aller Bürger ohne Unterschied der Rasse vor dem Gesetz und strengste Bestrafung aller Äußerungen des Rassenhasses. Säuberung des gesamten Erziehungs- und Bildungswesens von dem faschistischen und reaktionären Unrat. Pflege eines wahrhaft demokratischen, fortschrittlichen und freiheitlichen Geistes in allen Schulen und Lehranstalten. Systematische Aufklärung über den barbarischen Charakter der Nazi-Rassentheorie, über die Verlogenheit der »Lehre vom Lebensraum«, über die katastrophalen Folgen der Hitlerpolitik für das deutsche Volk. Freiheit der wissenschaftlichen Forschung und künstlerischen Gestaltung.
  4. Wiederaufrichtung der auf demokratischer Grundlage beruhenden Selbstverwaltungsorgane in den Gemeinden, Kreisen und Bezirken sowie der Provinzial- bzw. Landesverwaltungen und der entsprechenden Landtage.
  5. Schutz der Werktätigen gegen Unternehmerwillkür und übermäßige Ausbeutung. Freie demokratische Wahlen der Betriebsvertretungen der Arbeiter, Angestellten und Beamten in allen Betrieben, Büros und bei allen Behörden. Tarifliche Regelung der Lohn- und Arbeitsbedingungen. Öffentliche Hilfsmaßnahmen für die Opfer des faschistischen Terrors, für Waisenkinder, Invalide und Kranke. Besonderer Schutz den Müttern.
  6. Enteignung des gesamten Vermögens der Nazibonzen und Kriegsverbrecher. Übergabe dieses Vermögens in die Hände des Volkes zur Verfügung der kommunalen oder provinzialen Selbstverwaltungsorgane.
  7. Liquidierung des Großgrundbesitzes, der großen Güter der Junker, Grafen und Fürsten und Übergabe ihres ganzen Grund und Bodens sowie des lebenden und toten Inventars an die Provinzial- bzw. Landesverwaltungen zur Zuteilung an die durch den Krieg ruinierten und besitzlos gewordenen Bauern. Es ist selbstverständlich, daß diese Maßnahmen in keiner Weise den Grundbesitz und die Wirtschaft der Großbauern berühren werden.
  8. Übergabe aller jener Betriebe, die lebenswichtigen öffentlichen Bedürfnissen dienen (Verkehrsbetriebe, Wasser-, Gas- und Elektrizitätswerke usw.) sowie jener Betriebe, die von ihren Besitzern verlassen wurden, in die Hände der Selbstverwaltungsorgane der Gemeinden oder Provinzen bzw. Länder.
  9. Friedliches und gutnachbarliches Zusammenleben mit den anderen Völkern. Entschiedener Bruch mit der Politik der Aggression und der Gewalt gegenüber anderen Völkern, der Politik der Eroberung und des Raubes.
  10. Anerkennung der Pflicht zur Wiedergutmachung für die durch die Hitleraggression den andern Völkern zugefügten Schäden. Gerechte Verteilung der sich daraus ergebenden Lasten auf die verschiedenen Schichten der Bevölkerung nach dem Grundsatz, daß die Reicheren auch eine größere Last tragen.

Werktätige in Stadt und Land!
Das sind die ersten und dringendsten Aufgaben zum Wiederaufbau Deutschlands, zur Neugeburt unseres Volkes.
Diese Aufgaben können nur durch die feste Einheit aller antifaschistischen, demokratischen und fortschrittlichen Volkskräfte verwirklicht werden.

Erfüllt von der Erkenntnis des Ausmaßes der Katastrophe und den verhängnisvollen Folgen der bisherigen Spaltung des Volkes gegenüber Nazismus und Reaktion, bricht sich in Stadt und Land immer stärker der Drang zur Einheit Bahn.
In Übereinstimmung mit diesem Willen des Volkes darf den Spaltern und Saboteuren der Einheit kein Zoll Raum für ihr verräterisches Werk gegeben werden.
Notwendig ist die Schaffung einer festen Einheit der Demokratie für die endgültige Liquidierung des Nazismus und zum Aufbau eines neuen demokratischen Deutschlands!

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Deutschlands ist der Auffassung, daß das vorstehende Aktionsprogramm als Grundlage zur Schaffung eines Blocks der antifaschistischen demokratischen Parteien (der Kommunistischen Partei, der Sozialdemokratischen Partei, der Zentrumspartei und anderer) dienen kann.
Wir sind der Auffassung, daß ein solcher Block die feste Grundlage im Kampf für die völlige Liquidierung der Überreste des Hitlerregimes und für die Aufrichtung eines demokratischen Regimes bilden kann.

Ein neues Blatt in der Geschichte des deutschen Volkes wird aufgeschlagen.
Aus den Lehren des Niederbruchs Deutschlands bahnen sich im Volke neue Erkenntnisse den Weg.

Wir erklären: Feste Einheit, entschlossener Kampf und beharrliche Arbeit bilden die Garantien des Erfolges unserer gerechten Sache!
Fester den Tritt gefaßt!
Höher das Haupt erhoben!
Mit aller Kraft ans Werk!
Dann wird aus Not und Tod, Ruinen und Schmach die Freiheit des Volkes und ein neues, würdiges Leben erstehen!

Ich muss nicht groß nachdenken.
Diesem Aufruf würde ich ohne zu zaudern und mit noch mehr Engagement folgen wollen und können, als ich es bei den CDU-Leitsätzen tun könnte.
Seine Ziele gehen einen konkreten Schritt weiter, zeugen vom Willen der Verfasser Deutschland wieder zu vereinen und fordern ein demokratisches Deutschland!

Es zeichnete sich schon recht früh ab, dass die Westalliierten ihren Einfluss in dem von ihnen besetzten Teil Deutschlands einseitig festigen wollten.
Dafür nutzten sie ihre Position und schließlich fanden sie auch willige Politiker, die ihnen praktisch und das nicht nur im Sinne des Allgemeinwohls, bedingungslos folgten.

Ähnlich erging es den deutschen, kommunistischen Führern in der sowjetischen Besatzungszone, die von der sowjetischen Führung (Stalin) eingesetzt und ihrem Einfluss ausgesetzt waren.
Sie wurden entsprechend instruiert auf die Beschlüsse, die aus den Reaktionen der Sowjetunion, auf die teils gravierenden Verstöße der Westalliierten gegen das Potsdamer Abkommen resultierten, zu reagieren.

Die DDR ging schließlich ihren „eigenen“ von der Sowjetunion geprägten Weg, auf dem die grundsätzlichen Ziele des Aufrufs vom 11.06.1945 beibehalten wurden.
Während dessen die BRD sich komplett dem alten kapitalistischen System, allerdings nunmehr US-demokratischer Prägung, „unterordnete“.

Die meisten der Vorgänge und Fakten aus der Zeit des Dritten Reichs, des zweiten Weltkriegs sowie der Entwicklung Nachkriegsdeutschlands sind in den eingelagerten Dokumenten einsehbar, die sich in den deutschen sowie in den Archiven der Besatzer befinden einsehbar.
Ebenso gibt es Audio- und Filmdokumente über diese Ereignisse und auch Berichte von einstigen Augenzeugen.
Auch in der Literatur gibt es neutrale Veröffentlichungen die die „Werdegänge“, der einst getrennten Staatsgebilde deutscher Nationalität, unverfälscht und neutral wiedergeben!

Die einzige Notwendigkeit für diejenigen die ein wirkliches Interesse an der Wahrheitsfindung haben wäre in Eigeninitiative, zunächst in der genannten Literatur und bei Bedarf auch in den Archiven zu recherchieren.
Nur auf diese Weise wird es Interessenten gelingen, die dokumentierte reale Vergangenheit aufzuschlagen, dadurch die Möglichkeit zu erhalten sie unvoreingenommenen studieren zu können und sich ein vom Medien-Mainstream unabhängiges Urteil zum Verlauf der Geschichte bilden zu können!

Meine Erkenntnis aus derartigen Recherchen und Studien ist, dass die USA bis etwa zum Ende des zweiten Weltkriegs kaum eine derart massive Propaganda betrieben, wie sie es sofort nach dem Endes des zweiten Weltkriegs begannen.
Ich vermute daher, dass sie im Resultat des „Technologie- und Wissenstransfers“ aus den von ihnen besetzten deutschen Gebieten (Konstruktionsunterlagen, modernstes Kriegsgerät, Nazitechnologien, Führungsoffiziere, Raketentechniker etc.) auch das Wissen über die geschickte und erfolgreiche Propaganda- und Agitationsführung des Dritten Reiches analysierten, für sich zu nutzen begannen und ihren Ansprüchen entsprechend weiter ausbauten.

Mir und vielen anderen die das erkannt haben ist bewusst, dass die Massen der Menschen, in den westlichen Industriestaaten und sogar über deren Grenzen hinaus, so wie einst auch noch heute von der westlich freiheitlich demokratischen Propaganda vereinnahmt werden.
So beispielsweise auch das deutsche Volk das die Warnzeichen, die sich national und global abzeichnen, wieder einmal in den „Wind“ zu schlagen scheint und uns damit, sofern es nicht aufwacht,  alle wieder einmal ins nächste Verderben schicken wird!

Sehr viele Menschen orientieren sich an Äußerlichkeiten und sind den Reizen sowie der Ausstrahlung des Konsums „verfallen“, was ja durchaus nachvollziehbar ist!
Diese oberflächliche Anziehungskraft wirkt bis in die Entwicklungsländer hinein.
Sie bringt sehr vielen Menschen die ihr folgen und auf ein besseres Leben hoffen oder auch ganzen Nationen, die diese „Verlockungen“ in Form von Produktionsauslagerungen oder Rohstofferschließern in ihr Land lassen, letztlich zumeist nur Billiglöhne, Umweltschädigungen und Ausbeutung.

Andererseits hat das Expansionsbestreben der USA, besonders im nahen Osten zu Destabilisierungen in Größenordnungen aber auch zum ausgeprägten Hass auf eben diesen Staat, inklusive seiner Verbündeten geführt, dass wir die Auswirkungen momentan in ganz Europa zu spüren bekommen.

Unsere Gesellschaft – System mit Zukunft?

Fassen wir einmal zusammen:

Auch die ersten Vertreter des westlichen Teils Deutschlands (siehe weiter oben) hatten 1945 ihre Lehren aus dem Dritten Reich und dem zweiten Weltkrieg gezogen und erkannt, dass die kapitalistische Wirtschaftsordnung in ihrem Resultat stest zu einer verheerenden Entwicklung führt.
Auch sie wollten damals eine bessere Gesellschaft, nicht nur die sowjetische Besatzungszone!

Die politischen Vertreter des östlichen Teils Deutschlands wollten die Vorgaben des Potsdamer Abkommens einhalten, umsetzen in dem auch festgelegt war, dass die beiden deutschen Teile nach der „Entnazifizierung“ wieder zu einem einheitlichen demokratischen Staat zusammengeführt werden.
In ihrem Aufruf gingen sie daher bewusst moderat vor um der deutschen Gesellschaft sowie der westlichen Seite zu zeigen, dass sie an diesem Abkommen festhalten und zur Kooperation bereit wären.
Im Umgangs mit den „Resten des Nationalsozialismus“ zeugte der Aufruf des Zentralkomitees von Konsequenz und konstruktiver Zukunftsorientierung!

Wie die folgenden historischen Abläufe belegen lagen dieser Aufruf sowie auch die Abstimmungsergebnisse (pro 76,8 %) zur hessischen Landesverfassung, am 01.12.1946 nur teilweise im Interesse der US-amerikanischen Besatzer, die damals vom stellvertretenden US-Militärgouverneur General Clay vertreten wurden.
Dieser versuchte zunächst das Abstimmungsergebnis zum Artikel 41 indem er ihn ausklammern und separat abstimmen ließ zu beeinflussen.
Mit 71,9 % stimmte das hessische Volk  hessischen Volkes dennoch für den in diesem Artikel aufgeführten Weg des Sozialismus.
Dieses Votum wurde von Clay ignoriert, der Sozialismus einfach verboten und der Kapitalismus angeordnet.

Das war der erste Kontakt mit dem wahrhaften Demokratieverständnis der USA, mit dem dieser Teil Deutschlands in Berührung kam!

Die DDR versuchte bis einschließlich 1967 mit dem Vorschlag der Bildung einer gesamtdeutschen Förderation eine Wiedervereinigung anzustreben.

Nachdem der Westen im Zeitraum bis 1949 seinen eigenen Weg eingeschlagen hatte, entflammte seitens des Ostens wieder die Forderung nach einem vereinigten sozialistischen Deutschland russischer Prägung, die Walter Ulbricht aber ein paar Jahre später mit dem Ziel der Bildung einer Förderation wieder zurücknahm.
Doch der Westen wollte nicht, verdrehte die Tatsachen und nutze die von der DDR getroffenen „Schutzmaßnahmen“ vom August 1961 für  gezielte und unablässig geführte Propagandaaktionen, die 1989 schließlich Erfolg hatten und zum Niedergang des Sozialismus im Osten führten.

Wiedervereinigung aus historischer Sicht

Ob das nun für die Entwicklung der Menschen in Europa, Deutschland oder auf der gesamten Erde wirklich als Erfolg zu werten ist sei dahin gestellt.
Ich bin eher der Meinung, dass eine Kombination der fortschrittlichen Errungenschaften dieses einstigen Gesellschaftssystems mit den wirklich fortschrittlichen in der Bundesrepublik, im Sinne einer besseren Gesellschaftsordnung, sachdienlicher und vor allem gerechter gewesen wäre.

Das durfte jedoch keinesfalls geschehen, denn dann hätte die Bundesrepublik Deutschland mit der Wiedervereinigung zugeben müssen, dass Teile des DDR-Systems durchaus zukunftsträchtig und dem ihren überlegen waren.
Stattdessen wurde es beim grünen Pfeil und den Ampelmännchen belassen.
Lediglich auf der „Ostpro“ wird immer noch die Werbetrommel für Ostprodukte gerührt obwohl sie zumeist von den Grundstoffen und den Produzenten her schon keine mehr sind.
Nostalgie ist eben alles!
Es geschieht vorrangig aus Verkaufsgründen und hat nicht das geringste mit Gleichbehandlung oder Anerkennung der Leistungen von Menschen aus einer anderen Gesellschaftsordnung zu tun.

Es soll ja sogar Menschen geben, die sich durch den Anblick der Produkte oder grundsätzlich das stattfinden der „Ostpro“ unangenehm berührt fühlen.
Selbst unsere Bundeskanzlerin und auch der Herr Gauck, arrangierten sich mit dem DDR-System, denn ansonsten hätte sie nicht auch die Vorzüge dieser Gesellschaftsordnung genießen können.

Gauck das Orakel aus dem Osten

Ist eben alles nur eine Frage des Standpunktes und vor allem der Ehrlichkeit gegenüber sich selber.
Frau Wagenknecht von „Die LINKE“ meinte in einem Interview dazu, dass sie einst auch bestimmten Dingen in der DDR kritisch gegenüber stand jedoch nach der Wende erkannte, dass sie dennoch die Vorzüge dieser Gesellschaft genossen hatte und daher nicht bereit sei die guten Seiten und Errungenschaften der DDR einfach, so wie es in der Bundesrepublik geschieht, unter den Tisch zu kehren (nicht genauer Wortlaut sondern sinngemäß).

Es ist jedoch immer noch möglich an diese Erfahrungen eines sozialistischen Gesellschaftssystems anzukoppeln und unter Nutzung der Fülle von „praktischen Daten“ zu versuchen eine bessere und vor allem sozialere Gesellschaftsform aufzubauen.

Die kapitalistische Gesellschaftsordnung in der wir heute leben zeigt genau die Trends und Entwicklungen, die unsere Vorväter einst voraussahen und deren erneutes „Erwachen“ sie vermeiden wollten!

Wir haben momentan einen Punkt erreicht in dem es praktisch egal ist welche Partei, zusammen mit wem auch immer, als Koalition oder auch mit der Mehrheit der Stimmen die Bundesregierung bildet!

Alle Regierungsparteien, die durchgreifende Verbesserungen auf sozialem Gebiet anstreben würden bzw. die Rechte und Profite der Industrie und Banken zu Gunsten der Allgemeinheit beschneiden wollten würden kurzfristig scheitern, weil die elitären Kräfte diese Bestrebungen torpedieren und mit Gegenmaßnahmen (Abbau von Arbeitsplätzen, Produktionsverlagerungen, Schaffung von Engpässen, Unmut in der Bevölkerung etc.) praktisch aufhalten würden.
Es ist praktisch immer wieder die gleiche „Leier“ oder es sind stets sich ähnelnde „Erpressungsversuche“ die seitens der Wirtschaft auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn von einer Regierung der ungerechten Mittelverteilung und der sich öffnenden Schere zwischen arm entgegengewirkt werden soll.

Ein wirklicher Fortschritt könnte nur, wie bereits 1945 erkannt, mit der Vergesellschaftung der Unternehmen und auch der Banken erreicht werden!
Das würde allerdings nur funktionieren wenn es global oder zumindest in ganz Europa geschehen würde.

Zum erneuten Chaos könnte das Erstarken und Aufkommen einer rechten Partei führen oder gar die Regierungsgewalt übernehmen würde.
Sie könnte erneut mit ihren ideologischen Auffassungen große Teile der Gesellschaft durchdringen weil sie sich, wie einst die Nationalsozialisten, rhetorisch geschickt den aktuellen Problemen der der Gesellschaft zuwenden und damit den Nerv der Bevölkerung treffen würde.

Ähnlich wie einst in der Weimarer Republik geht derartigen Vorgängen das faktische Versagen der Politik der etablierten Parteien, heute auch Volksparteien genannt, voraus.
Die Bundesregierung und Teile der Bundesparteien haben im Zuge der Bündnispolitik mit den USA und den westlichen Partnern die Verbindung zur Basis verloren, sonnen sich in ihren einstigen Erfolgen und sind kaum bereit auf die berechtigten Forderungen der Bevölkerung einzugehen.

Lösung zu den wirklich anstehenden Problemen bieten die etablierten Parteien derzeit nicht an.
Ihre Reaktionen bestehen aus Schweigen, Kleinreden, Abwiegeln sowie der Bildung von Kommissionen, die wiederum Kommissionen bilden etc.
Die von den Linken propagierten Vorschläge werden bei vielen Gelegenheiten von den Medien heruntergespielt und würden letztlich, wie bereits vorher angedeutet, letztlich auch nicht zum Erfolg führen.

Rechtsorientierten Strömungen könnte es so gezielt gelingen, wie einst in den 30-er Jahren, durch das Schüren einseitigen Hasses gegen diejenigen „Sündenböcke“, die durch die aktuelle Politik der Bundesregierung und Bundesparteien in den Fokus geraten sind, an die Macht zu gelangen.
Die wahren Ursachen für diese Entwicklung, die im Charakter des Menschenverachtenden kapitalistischen Wirtschaftssystems ihre Ursachen haben, werden wie einst verschleiert.
Wie die Geschichte es belegt würden die Eliten sich auch dieses Mal wieder mit einer potentiellen „rechten Regierung“ arrangieren, weil sie letztlich gleiche wirtschaftliche Interessen verfolgen und die Regierung an ihrem elitären Status nichts ändern würde.

Die neonazistischen Strömungen würde auch gegen gegenteilige politische Strömungen vorgehen, wie etwa linke oder auch sozialdemokratische, soweit es diese noch geben sollte, die ihren politischen Zielen und Strategien entgegenwirken könnten und somit in dieser Form auch hier den Eliten entgegenkommen.
Erste Attacken auf Politiker hat es ja in Deutschland schon gegeben!

Wehret der Anfänge!!!

Ob eine Entwicklung in die sozialistische Richtung im Sinne der Allgemeinheit von Seiten der USA auch geduldet werden würde wäre auch mehr als fraglich.
Wenn wir ihr aggressives Vorgehen gegen andere souveräne Staaten, wie Kuba, Venezuela, Nordkorea, dem Iran, dem einstigen Irak, Russland etc. betrachten bin mir sicher, dass sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln „intervenieren“ würden.

Die Speerspitze der NATO in Form von Deutschland – plötzlich stumpf – das dürfte nicht sein!

Es liegt also wieder einmal an uns darüber zu bestimmen wohin es gehen soll und wieder einmal warnen viele Stimmen davor, nicht die falsche Richtung zu wählen!!!

Werden sie dieses Mal erhört werden?

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